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Neue Corona-Verordnung: Vereine setzen unterschiedliche Konzepte um

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Von: Thomas Müller, Michael Rusche

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Ein Corona-Impfnachweis auf einem Smartphone: Ab sofort gilt auch bei allen Amateur-Sportveranstaltungen in NRW die 2G-Regel. Und das für alle – Sportler, Funktionäre und Zuschauer müssen entweder genesen oder geimpft sein.
Ein Corona-Impfnachweis auf einem Smartphone: Ab sofort gilt auch bei allen Amateur-Sportveranstaltungen in NRW die 2G-Regel. Und das für alle – Sportler, Funktionäre und Zuschauer müssen entweder genesen oder geimpft sein. © Erwin Scheriau/DPA

Die Sportvereine haben in den vergangenen Jahren gelernt, auf neue Situationen und Vorgaben effektiv zu reagieren. Auch auf die jüngste Corona-Entwicklung und die seit Mittwoch geltende Landesverordnung stellten sich die Vereine schnell ein.

Kreis Soest – Die Vereine im Kreis Soest und Umgebung haben längst Pläne für die 2G-Lage in der Tasche.

Corona-Regeln im Sport: Was seit Mittwoch (24.11.) gilt.

„Das ist für uns ein Riesenaufwand, den wir aber gerne betreiben“, sagt Ralf Bolte vom TuS Freckenhorst. Der Fußball-Abteilungsleiter bereitet derzeit alles für das absolute Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga 7 vor. Der TuS als Tabellenzweiter empfängt am Sonntag den verlustpunktfreien Spitzenreiter SV Westfalia Soest. „Natürlich gilt bei uns da auch für Spieler, Funktionäre und Zuschauer die 2G-Regel. Die werden wir kontrollieren“, berichtet Bolte. Es wird zwar nur einen Zugang zum Sportgelände geben, um die Kontrolle zu gewährleisten, aber es werden zwei Kassen eröffnet. Der Aufwand werde durch viele Ehrenamtliche aber gestemmt: „Wir haben genug Helfer und Ordner, die für einen reibungslosen Verlauf sorgen werden.“

Neue Corona-Verordnung: 2G-Konzept beim Kreisliga-Fußball in Büderich

Bereits am Freitag steigt in der Soester Fußball-A-Kreisliga zwischen Büderich und dem SV Welver das erste Spiel unter 2G-Bedingungen. Der Vorstand der Fußballabteilung von BW Büderich weist darauf hin, dass im Bruchbachstadion ab sofort die 2G-Regel (geimpft oder genesen) gilt. Die entsprechenden Dokumente bzw. Impfnachweise sind somit von allen Spieler und Zuschauern ab 16 Jahren grundsätzlich mitzuführen. Einlass zum Heimspiel am Freitagabend (19.30 Uhr) gegen den SV Welver ist ab 18 Uhr. An den Eingangstoren werden dann die notwendigen Kontrollen durchgeführt.

Das sagen Vereinsvertreter, Sportler und Funktionäre zur neuen 2G-Regel.

Die Handballer vom Soester TV haben bereits in der vergangenen Woche komplett auf 2G umgestellt. In der Abteilung gilt seit Samstag, 20. November, im Trainings- und Spielbetrieb in den von den STV-Handballern genutzten Hallen am Börde-Berufskolleg, am Schulzentrum und in der Dülberghalle die 2G-Regel für Erwachsene. „Bei den unter 18-jährigen gelten die bisherigen Regelungen, sofern von der politischen Seite keine anderslautenden Entscheidungen erfolgen“, äußerte sich Geschäftsführer Rainer Wolfgarten in der Vorwoche. Ein Test allein reicht nun nicht mehr, denjenigen werden die STV-Handballer den Zutritt zur Halle verwehren. Zuschauer müssen im Inneren der Halle eine Maske tragen, können die am Platz absetzen.

Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit den Vereinen gemacht, die ihre Hygienekonzepte nun entsprechend anpassen müssen.

Thomas Nübel, Stadt Soest

„Wir werden die Regelungen komplett umsetzen“, lässt Heinz Arens von den Volleyballern des Soester TV keinen Zweifel daran, dass nur noch geimpfte und genesene Spieler am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen dürfen – so, wie es „2G“ entspricht. Die Trainer seien zu den entsprechenden Kontrolle verpflichtet. Am Mittwochabend habe das Präsidium des Westdeutschen Volleyball-Verbands (WVV) getagt, unter anderem, um die Frage zu klären, wie es mit Mannschaften weitergehe im Spielbetrieb, in denen es nicht genügend Spieler gibt, die dann noch trainieren und spielen dürfen. „Es gibt wohl im Volleyballkreis Mannschaften, die wegen 2G zurückziehen“, hat Arens gehört: „Die haben wohl keine sechs oder sieben Spieler mehr. Das ist in meinen Augen konsequent, aber auch ärgerlich“, meint er.

In der Landesliga habe er von Anfragen von Mannschaften gehört, wie es denn der jeweilige Gastgeber handhabe. Dann hätten sich alle Spieler vor dem Spiel testen lassen, gebe es anscheinend viele Ungeimpfte – wie im Querschnitt der Bevölkerung.

Neue Corona-Verordnung: Maskenpflicht am Sitzplatz

Auch für Thomas Nübel von der Stadt Soest ist die Einführung von „2G“ keine Überraschung. „Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit den Vereinen gemacht, die ihre Hygienekonzepte nun entsprechend anpassen müssen“, sagt er und nennt als Beispiel die Basketballer des BC 70 Soest. Der habe nun schon ein genaues Konzept vorgelegt vor den Heimspielen der Oberliga-Damen und Regionalliga-Herren am kommenden Samstag in der Aldegrever-Halle. „Alle, die in der Halle sind, müssen eine Maske tragen“, sei schon abgesprochen worden, bis zu 150 Zuschauer werde die Stadt im Alde zulassen. So erwartet Nübel bei den verschärften Regelungen keine Probleme.

2G für Jugendliche: Geimpft, genesen oder raus - so reagieren die Verbände

Schon beim ersten Heimspiel der Basketballer vom BC 70 Soest in der 2. Regionalliga sah man überall Masken in der Halle. Die Regelung galt da jedoch nur, bis man seinen Platz eingenommen hatte. Das wird nun noch einmal verschärft: „Die Maske muss nun auch auf dem Platz getragen werden“, erklärt Vereinschef Andreas Kayser.

Keine Probleme erwartet auch Marcel Kühl von den Werler Tischtennis-Cracks. „Wir haben mit 2G kein Problem“, sagte er am Mittwoch. Offen für ihn ist, ob in der Halle eine Maskenpflicht eingeführt wird für die Spieler, die nicht gerade im Einsatz sind. „Das wäre nicht so toll. Wir sind ja nicht so viele Leute, haben genug Platz, auch für Zuschauer. Und auf der Südtribüne stehen Tausende ohne Maske.“ Bei der geringen Zahl an Zuschauern seien auch Kontrollen kein Problem. Im Übrigen sei die Tür zur Halle immer geschlossen.

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