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Sorgen um Personal, Rasenplätze und die Einstellung - Stimmen aus Landesliga und Bezirksliga

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Von: Thomas Müller

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Zuletzt in Westönnen holte SW Hultrop einen Punkt. Nun steht das Heimspiel gegen Telgte im Plan.
Zuletzt in Westönnen holte SW Hultrop einen Punkt. Nun steht das Heimspiel gegen Telgte im Plan. © Hoffmann

Die einen Sorgen sich um die Bespielbarkeit des Platzes, andere um die richtige Einstellung, wiederum andere, ob sie überhaupt eine Mannschaft zusammenbekommen. Wir haben uns vor dem 14. Spieltag bei den heimischen Teams in Landes- und Bezirksliga umgehört.

SW Hultrop – SG Telgte, So, 14.30 Uhr, Heintroper Mühle.

Hultrops Trainer Alex Pahl hat im Saisonverlauf über die sieben Partien ohne Niederlage hinweg noch ein weiteres Ausrufezeichen bei den Telgter Ergebnissen entdeckt. Denn die SG feierte gegen den hoch gehandelten TuS Freckenhorst einen 4:1-Sieg. „Die haben in den letzten Spielen ihre Hausaufgaben gemacht“, lobt der SWH-Übungsleiter den Gast.

Das Licht seiner Mannschaft will Alex Pahl aber trotz der prekären Lage in der Tabelle und im personellen Bereich nicht unter den Scheffel stellen. „Wir haben bewiesen, dass wir uns gerade zu Hause nicht verstecken müssen“, erklärt er. Dabei freut ihn, dass die Schwarz-Weißen in den vergangenen beiden Spielen ohne Gegentor geblieben sind, beim 2:0 über den VfL Wolbeck und dann beim 0:0 in Westönnen.

So legt Alex Pahl den Schwerpunkt erst einmal wieder auf die Defensive, die wieder sicher stehen soll – wenn es erneut kein Gegentor gibt, ist ein Punkt schon einmal sicher. Auf der anderen Seite hofft er natürlich auf ein eigenes Tor und möchte an das gute Umschaltspiel, dass seine Spieler gegen den VfL Wolbeck gezeigt hatten, anknüpfen.

Gespielt werden kann wohl, wie Pahl erklärte. Der Platz sei für die Jahreszeit in einem sehr guten Zustand.

SC Sönnern – TuS Freckenhorst, So, 14.30 Uhr, Türkenplatz abgesagt.

Die Partie wurde am Samstag abgesagt.

Der SC Sönnern,
Der SC Sönnern, hier unter anderen mit Torwart Leon Eickenbusch beim 0:1 in Soest (mit Nils Topp) hat am Sonntag spielfrei. © Thomas Müller

SV Westfalia Soest – SV Westfalen Liesborn, So, 15 Uhr, Kunstrasen im Jahnstadion.

Nach dem Sieg im Spitzenspiel steht der SVW vor der unangenehmen Pflichtaufgabe. Nach dem 2:1 in Freckenhorst führt Soest die Tabelle souverän an – das soll auch so bleiben, wie Trainer Ibou Mbaye betont. „Es war ein wichtiger Sieg, mehr nicht. Das wissen die Jungs einzuordnen“, hat die Vernunft weiterhin Oberhand gegenüber der Euphorie.
Der Trainer verzichtete auch darauf, der Mannschaft als Belohnung trainingsfrei zu geben, denn es wäre das falsche Signal gewesen, wie er findet. Das Ziel lautet: Mit neun Punkten Vorsprung in die Winterpause gehen: „Wir haben uns etwas erarbeitet, was wir uns bewahren wollen. Wir wollen auch den nächsten Gegner ernst nehmen, haben daher voll trainiert.“

Tatsache ist: Westfalen Liesborn ist Vorletzter, spielt keine erfolgreiche Saison. Erst Mitte November gelang beim 3:2 in Sünninghausen im finstersten Kellerduell der erste Saisonsieg. Dennoch: Soest hat keine guten Erinnerungen an den Gegner, denn in den vergangenen zwei Spielzeiten war es jeweils sehr schwer. „Sie haben zwar auch gefährliche Angreifer, werden aber wieder sehr tief und sehr kompakt stehen“, sagt Mbaye. Vor zwei Jahren gelang der Siegtreffer erst in allerletzter Minute.

Derweil wurde bekannt, dass Verteidiger Malte Wieling den SVW Soest wohl in Richtung Ostinghausen verlassen wird

Germania Lohauserholz – RW Westönnen, So. 15 Uhr, Am Hahnenbach.

„Klar wollen wir die kleine Serie fortsetzen, doch viel wichtiger ist mir, dass die Einstellung am Sonntag stimmt“, sagt RW-Trainer Christoph Linstaedt, der am vergangenen Sonntag mit der Mentalität seiner Elf haderte. „Das war zu wenig, ich habe nicht sehen können, dass die Jungs unbedingt gewinnen wollen“, monierte er. „Viele Spiele werden im Kopf entschieden, die Einstellung muss passen. Und das fängt beim Training an“, nimmt er seine Elf in die Pflicht.

Über den Gegner hat sich Linstaedt natürlich informiert, ist überrascht, dass die Elf nach gutem Start so abgefallen ist. „Die haben sich mit den Burnic-Brüdern aus der Landesliga verstärkt, haben einen neuen Trainer. Doch warum sie so abgefallen sind, weiß ich nicht“, sagt der Coach.

SV Neubeckum – SF Ostinghausen, So. 14.30 Uhr, Harbergstadion.

Beide Mannschaften befinden sich in einem kleinen Tal. Während die Gastgeber die letzten drei Spiele verloren, blieben die SFO zuletzt zweimal ohne Zähler. Dabei ist Trainer Rüdiger Hötte über die beiden Niederlagen noch verärgert: „Das musste nicht sein.“

„Ich kann mich aktuell noch nicht so sehr mit dem Gegner beschäftigen, ich muss erst einmal schauen, wen ich am Sonntag auf den Platz stellen kann“, sagt Hötte, der größere personelle Sorgen hat. Tom Franke wird nach einem zu frühen Einsatz in der Vorwoche fehlen.

SG Oestinghausen – SuS Cappel, So, 14.30 Uhr, Gemeinschaftshalle, Kunstrasen.

SGO-Trainer Dierk Meincke hat den Gegner vor einer Woche beim 3:0-Heimsieg gegen Sünninghausen beobachtet und nochmals festgestellt, dass Cappel über einen gut beim SV Lippstadt in der Jugend ausgebildeten Kader verfügt. „Die finden auch unter Druck gute Lösungen“, sagt er und weiß, dass seine Spieler die „Steckpässe“ in die Tiefe verhindern müssen. Denn in der Spitze lauere mit Niclas Ansahl (sieben Tore bisher) ein schneller Stürmer, der einen guten Abschluss habe.

Lukas Lex von SG Oestinghausen (hier im Spiel gegen den TuS Lohauserholz) steht mit seinem Team am Sonntag vor der Aufgabe gegen Cappel.
Lukas Lex von SG Oestinghausen (hier im Spiel gegen den TuS Lohauserholz) steht mit seinem Team am Sonntag vor der Aufgabe gegen Cappel. © Zöllner

Bei seiner eigenen Mannschaft verlangt Meincke viel Spiel über die Flügel, da Cappel im Zentrum gut besetzt sei. „Wir müssen hinter die Kette kommen“, so der SGO-Trainer, der aber auch viele Aktionen im Strafraum fordert.

„Gegen Liesborn waren oft mit zu wenigen Spielern im 16er, da müssen wir besser besetzt sein“, hat er nach dem 3:1-Sieg bei den Westfalen festgestellt. Da sei leider die dritte Halbzeit verloren worden.

Landesliga 3: SV Hilbeck – SG Welper, So, 14.30 Uhr, Willi-Hafer-Stadion.

Mittlerweile ist das Spiel abgesagt.

„Das Spiel ist stark gefährdet. Ob gespielt werden kann, entscheidet sich Samstag bei einer Platzbegehung“, sagt SVH-Trainer Heiko Hofmann.

Dabei würde ihm eine Absage nicht unbedingt entgegenkommen, auch wenn der Gast aus Hattingen in der Vorwoche beim 3:0 gegen Kirchhörde seinen zweiten Saisonsieg holte. „Denn wir sind momentan in guter Verfassung und auch personell hat sich die Lage gebessert. Ich habe wohl vier oder fünf Spieler auf der Ersatzbank“, erklärt der A-Lizenzler.

So oder so wäre es ein wichtiges Spiel. „Mit einem Dreier könnten wir uns ein bisschen freischwimmen und hätten ein bisschen Luft nach unten“, sagt der Hilbecker Coach.

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