Fußball- und Leichtathletikverband

Kreis-Fusion Lippstadt/Soest ist geplatzt

Soest/Lippstadt -  Eigentlich wollte Werner Fromme, Vorsitzender des Fußball- und Leichtathletikverbands Lippstadt, am Donnerstagabend mit seinem Soester Amtskollegen Franz-Josef Jochheim bei der Senioren-Arbeitstagung des Fußballkreises Soest den neuen Kreisvorstand für den künftigen Fußballkreis Soest-Lippstadt präsentieren, der zur Saison 2016/17 gebildet werden sollte.

Eigentlich. Doch keine zwei Stunden vor Beginn der Versammlung verkündete Fromme, dass die Fusion vorerst geplatzt ist. „Beim letzten Treffen der beiden Kreisvorstände am 4. August 2015 in Möhnesee-Körbecke haben die FLVW Kreise Lippstadt und Soest einvernehmlich festgestellt und erklärt, dass der angestrebte Zusammenschluss der beiden Kreise im April 2016 nicht zustande kommen kann“, teilte Lippstadts Kreisvorsitzender in einer Pressemitteilung und Information an die Vereine mit. Er soll jetzt für das Jahr 2019 neu vorbereitet werden.

„Letztendlich ist es am Personal gescheitert“, begründete Fromme die von beiden Kreisvorständen einvernehmlich getroffene Entscheidung.

Seit einer vorbereitenden Kooperationsphase in allen Sparten und zahlreicher Treffen der Kreisvorstände und Kreisausschüsse seit Juli 2013 hatte man im letzten halben Jahr den Schwerpunkt auf die Bildung des künftigen Kreisvorstands gelegt.

„Aber da gab es zu viele vielleichts“, habe es große Schwierigkeiten bei der Besetzung der Posten gegeben. Zudem heißt es in der Pressemitteilung: „Weiter wurde festgestellt, dass weitere Kreismitarbeiter aus den unterschiedlichsten Gründen ihr Ehrenamt nicht weitergeführt hätten.“ Da sich die Gewinnung neuer Kräfte als sehr schwierig herausstellte, könne „eine problemlose und sichere Führung aller Kreisangelegenheiten ab April 2016 zum jetzigen Zeitpunkt nicht gewährleistet werden“.

„Ohne eine ausreichende Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern kann jedoch in der Zukunft das gesamte Tätigkeitsaufkommen nicht bewältigt werden. Dies ist jedoch eine elementar wichtige Verpflichtung gegenüber unseren Vereinen“, schreiben die Kreisvorsitzenden Fromme und Jochheim. Daher habe man sich jetzt dazu entschlossen, die Fusion nicht im kommenden Jahr durchzuführen.

Der Vorstand des Fußballkreises Lippstadt mit seinem Vorsitzenden Werner Fromme (l.). - Archiv-Foto: Groener

„Wenn wir es jetzt in sechs Monaten nicht geschafft haben, einen Vorstand zu finden, werden wir es auch in den letzten drei Monaten nicht schaffen“, erklärte Fromme. Im Dezember hätte die Ständige Konferenz des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen über den Zusammenschluss entscheiden müssen. „Wir können das zu diesem Zeitpunkt nicht verantworten, Wir sind da auch unseren Vereinen verpflichtet. Wir dürfen dieses große Schiff nicht vor die Wand steuern“, erklärte Werner Fromme, der seit Jahren ein Befürworter der Fusion ist: „Ich persönlich finde es schade, dass es nicht funktioniert hat.“

Neben den schwierigen Personalplanungen haben auch sportliche Gründe mit in die Entscheidung hineingespielt, nämlich die Tatsache, dass die A-Ligen beider Vereine zurzeit einen sicheren Aufstiegsplatz in die Bezirksliga haben. „Bei einem Kreiszusammenschluss würde es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine zwei Aufstiegsplätze mehr geben“, heißt es, und weiter: „Ebenfalls haben wir bei getrennten Kreisen je einen Teilnehmer im überkreislichen Pokalwettbewerb vertreten. Nach einem Zusammenschluss könnte nur noch ein Teilnehmer auf Verbandsebene gestellt werden.“

Die Entscheidung gegen die Fusion im kommenden Jahr gewährleiste, „dass beide Kreise genügend Vorbereitungszeit für ihre jeweils eigenständigen Amtsperioden 2016 bis 2019 haben.“ Dann soll ein neuer Versuch unternommen werden.

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