Die kommende Kreisliga-Saison wird auch bei Abbruch gewertet

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Informierten die Vereinsvertreter beim Staffeltag: (von links) Christian Dahlmann als Staffelleiter der Kreisliga A, Pokalspielleiter Detlef Märte und Siegfried Reffelmann, Vorsitzender des Kreisfußball-Ausschusses.

Westönnen – Es steht wohl die ungewöhnlichste Fußball-Saison im Kreis Soest in seiner Geschichte an. Darauf schwor der Kreisvorstand die Vereinsvertreter beim Staffeltag für die Kreisligen A bis D in der Westönner Gaststätte Hagen am Dienstagabend ein.

Pro Verein durfte ein Funktionsträger an dem Treffen teilnehmen. Die vergangene Saison 2019/20 war dabei auch schon alles andere als normal – die ja zudem erst am kommenden Sonntag mit dem Kreispokalfinale RW Westönnen gegen SG Oestinghausen endet. „Es gibt keine Meister, keine Absteiger, entsprechend keine Urkunden und keine Fairnesstabellen“, sagt Siegfried Reffelmann, Vorsitzender des Kreisfußball-Ausschusses. 

Die Mitte März abgebrochene Saison habe zu einem verstärkten Aufstieg und damit einhergehend zu einer Unwucht in der Ligenstärke gesorgt. So spielen in der Kreisliga A 17 Vereine, in der Kreisliga B 16, in der C-Liga zwölf und in der D-Liga 18. Das soll bereits zur kommenden Saison wieder angeglichen werden durch vermehrte Abstiege und auch vermehrte Aufstiege aus der Kreisliga D, sagte Reffelmann: „Ziel ist es, schnell wieder auf die Sollstärke von 16 Vereinen pro Liga zu kommen.“ Eine Sonderrolle erhält SW Hultrop nach dem Rückzug der Reserve aus der Kreisliga B. Falls die Schwarz-Weißen zur Saison 2021/22 eine ‚Zweite‘ stellen wollen, dürfe diese als erster Absteiger in der Kreisliga C antreten. 

Wenn es keine Absteiger aus der Bezirksliga 7 in den Kreis gibt, würden vier Mannschaften aus der D-Liga aufsteigen. Für den Fall, dass die am 6. September beginnende Saison ebenfalls corona-bedingt abgebrochen wird, sei die spielleitende Stelle dazu berechtigt, „einen Meister zu küren und auch die Absteiger festzulegen. Die Entscheidung bei einem Lockdown ist unanfechtbar“, führte Reffelmann die Beschlüsse aus, die der Westdeutsche Fußball-Verband am Montag auch den Fußballkreisen in Nordrhein-Westfalen mitteilte. 

Ansonsten gilt, dass nur 30 Personen zum direkten Spielumfeld gehören. Entsprechend dürfen wie bei den aktuellen Freundschafts- und auch Kreispokalspielen nur 15 Personen auf dem Spielbericht erscheinen. Auf Nachfrage, ob denn auch andere Spieler aus dem Kader eingesetzt werden könnten, sagte Reffelmann, dass dies möglich sei. Nur müssten diese Spieler nach der Partie im Spielbericht geändert werden und dürfen sich zunächst nicht im inneren Bereich der Mannschaft aufhalten. „Es dürfen ja 300 Leute auf den Sportplatz, da ist das kein Problem. Bei den allermeisten Spielen werden wir diese Zahl nicht erreichen, bei einigen Derbys schon. Da empfehle ich, dass dort wie im Kreispokal, ein Vorverkauf gemacht wird“, sagt Reffelmann. 

Keine Fahrtgemeinschaften, eigene Trinkflaschen

Weiterhin gilt: Corona-bedingt gibt es keinen Handshake zur Begrüßung vor dem Anpfiff, zudem sollen sich die Vereine darüber abstimmen, welche Hygienebestimmungen vor Ort gelten – auch mit Blick auf das Duschen. „Es kann sein, dass Spieler umgezogen zum Platz kommen müssen. Es ist ja nicht angenehm, wenn man sich im Herbst oder Winter bei Regen draußen umziehen muss, weil die Kabinen gesperrt sind“, sagt A-Liga-Staffelleiter Christian Dahlmann. 

Auch soll auf Fahrtgemeinschaften verzichtet werden. „Fahrt lieber zu den Auswärtsspielen mit ein paar Autos mehr“, riet Reffelmann den Vereinsvertretern. Auch eigene Getränke sollen die Spieler mitbringen. Zudem werden vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen in den kommenden Tagen Handlungsempfehlungen veröffentlicht, an denen sich die Vereine in der kommenden Corona-Saison orientieren sollen, erklärte Dahlmann. Neben den Hygianemaßnahmen der Städte und Gemeinden müssen eben auch die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW beachtet werden

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