Keine Illusionen in Höingen: Trainer Kauke hat nur Klassenerhalt im Blick

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Die Höinger Neuzugänge: Jan Küppers (links), Michael Kauke (Trainer) und Fabian Hesse (rechts). Es fehlt Neuzugang Rouzbeh Kordasti.

HÖINGEN - Elf Spieler versammelte Michael Kauke, der neue Trainer beim A-Ligisten Höinger SV, zur zweiten Trainingseinheit auf dem Rasen im Karl-Kleine Stadion. Kauke wollte seine neue Mannschaft kennenlernen, ehe es am Wochenende für seine Spieler auf dem Höinger Schützenfest hoch her geht.

Erst danach beginnt Kauke mit dem ernsthaften Teil der Vorbereitung. Denn eins ist dem 37-jährigen Textilbetriebswirt bewusst: Ohne die nötige Grundausdauer wird es eine ganz schwierige Saison. „Ich bin kein Felix Magath“, sagt der neue Coach, „aber wir brauchen einfach Kondition für 90 Minuten. Damit wir in den entscheidenden Phasen noch einen Gang höher als der Gegner schalten können.“ Sprint- und Kraftübungen gehören für den Vosswinkler genauso dazu wie Einheiten mit dem runden Leder.

Die Liga ist für den B-Lizenzinhaber noch eine große Unbekannte. Das soll sich in den nächsten Wochen ändern: „Auf der Gemeindemeisterschaft bekomme ich einen guten Überblick über die Liga. Mit Bremen spielt eine Mannschaft mit, die weit oben anzusiedeln ist. Oberense landete im Mittelfeld und Niederense stand im Tabellenkeller.“ Spätestens nach dem Pokalspiel in Werl möchte Kauke sich einen Einblick verschafft haben.

Zusammen mit dem ehemaligen HSV-Trainer Oliver Gabriel hat er seine Trainerlizenz erworben, weiß er daher auch aus gemeinsamen Gesprächen, wo beim HSV der Schuh drückt: die schwache Trainingsbeteiligung. „Die Situation müssen wir nehmen, wie sie ist. Die Jungs haben mir vor der Saison versichert, dass sie bestmöglich mitziehen werden. Ich kann ja niemandem vorschreiben, dass er nicht studieren soll.“

Auf 20 Spieler kann Kauke zurückgreifen, eine „ordentliche Größe“, wie er findet. Mit Jan Küppers und Fabian Hesse rücken zwei A-Jugendliche auf. Zudem stößt Angreifer Rouzbeh Kordasti, der schon seit der Winterpause in Höingen mittrainiert hat, zum Team. „Bei den Jugendlichen habe ich gute Ansätze gesehen. Rouzbeh ist ein gestandener Stürmer, der uns flexibler macht“, hofft Kauke, dass die Neuen den Kader nicht nur in der Breite verstärken. Einziger Wermutstropfen ist das Karriereende von Benjamin Granseuer, der fortan nicht mehr zur Verfügung steht. „Natürlich bricht uns da eine wichtige Säule weg, aber das müssen wir auffangen können“, setzt der Coach auf Zusammenhalt.

Das Hauptaugenmerk legt Kauke auf die Defensive. „77 Gegentore sind zuviel. Ich bin als Fan von Werder Bremen einiges gewohnt, aber da müssen wir uns unbedingt stabilisieren“, gibt Kauke die Marschrichtung vor. Am Ende soll der Klassenerhalt her. Welchen Tabellenplatz der HSV dabei belegt, sei völlig egal.

Personalia

Neuzugänge: Jan Küppers, Fabian Hesse (beide eigene A-Jugend), Rouzbeh Kordasti (Raum Dortmund)

Abgänge: Benjamin Granseuer (Karriereende).

Testspiele

23.7. SpVg Möhnesee (A, 15.00)

26.7. SC Neheim II (A, 19.00)

4.8. TuS Rumbeck (H, 19.00)

8.8. SV Hüsten II (H, 19.00)

11.8. TuS Sundern II (A, 19.30)

17.8. DJK GW Arnsberg (H, 19.00)

20.8. Preußen Werl (A, 15.00. Pokal)

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