Keine Freude beim STV über den einen Punkt: 26:26 gegen Mennighüffen

Eine von vielen üblen Attacken, die die Soester einstecken mussten, ohne dass die Gäste entsprechend bestraft wurden. Hier foult Büschenfeld mal wieder brutal Max Loer.
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Eine von vielen üblen Attacken, die die Soester einstecken mussten, ohne dass die Gäste entsprechend bestraft wurden. Hier foult Büschenfeld mal wieder brutal Max Loer.

Soest - Mit einem verwandelten Siebenmeter in der Schlusssekunde rettete Kapitän Max Loer seinem Soester TV zumindest noch ein kleines Happy End des Kirmeswochenendes. Über den Punkt vom 26:26 (15:11) gegen den VfL Viktoria Mennighüffen freute sich im Lager des STV aber niemand so richtig.

„Nach dem Spielverlauf ist es ein gewonnener Punkt. Allerdings dürfen wir das Spiel so nicht aus der Hand geben“, trauerte STV-Trainer Dirk Lohse dem möglichen dritten Sieg in Serie nach.

Die Soester waren zwei Drittel des Spiels lang eigentlich die klar bessere Mannschaft, führten nach 43 Minuten noch mit fünf Toren. In der Schlussviertelstunde aber verloren die STVer hinten die Ordnung, insbesondere Oberliga-Toptorjäger Arne Kröger und VfL-Mittelmann Marco Büschenfeld trafen jetzt fast nach Belieben – aber Letzterer hätte da schon längst nicht mehr auf dem Feld stehen dürfen. 

Für hartes Einsteigen beispielsweise gegen Kim Voss-Fels und Max Loer vor der Pause sowie gegen Fabian Schnorfeil und Max Loer danach hatte es schon genug Gründe für drei Zeitstrafen gegeben. Seine erste bekam er aber erst nach der Pause für ein rotwürdiges Einsteigen gegen Max Loer, dem er von hinten in den Arm griff, als dieser frei durch war. Es gab obendrein nur Freiwurf für Soest (37.).

Handball Oberliga: Soester TV - VfL Mennighüffen 26:26

Handball Oberliga: Soester TV - VfL Mennighüffen 26:26
Handball Oberliga: Soester TV - VfL Mennighüffen 26:26
Handball Oberliga: Soester TV - VfL Mennighüffen 26:26
Handball Oberliga: Soester TV - VfL Mennighüffen 26:26
Handball Oberliga: Soester TV - VfL Mennighüffen 26:26

In dieser Phase gab es einige Entscheidungen, mit denen die Soester benachteiligt wurden, und das brachte sie sichtlich aus dem Konzept. „Wir hatten einige klare Durchbrüche, werden klar gefoult. Es gibt aber keine Zeitstrafen, sondern Tor-Ab. Nach der Pause habe ich mich schon benachteiligt gefühlt“, so Lohse, dessen Team aus der Spur geriet.

Der Rückraum verlor die Durchschlagskraft, die Abwehr wackelte. Innerhalb von zehn Minuten holten die Gäste den Fünf-Tore-Rückstand auf, Kröger traf zum 23:23 (53.), Büschenfeld war zum 23:25 erfolgreich (56.). Soest wehrte sich jetzt, Gran kam als siebter Feldspieler. Zu siebt legte die Soester noch einmal richtig los, kamen durch Vukoja sowie zwei Siebenmeter von Max Loer – nach Fouls an Bekel und Axel Loer – zumindest noch zum Ausgleich.

In den ersten 40 Minuten war der Soester Plan aufgegangen. Mit einer offensiven rechten Deckungsseite war Toptorjäger Kröger mehr oder weniger aus dem Spiel genommen worden. Bei Ballgewinnen ging es immer mit viel Dampf nach vorne, so dass die Mennighüffer häufig gar nicht dazu kamen, ihre Abwehrformation – nach Gegentoren beste Deckung der Liga – zu stellen. Nach anfänglicher kurzer Flaute kam der STV so durch viel Tempo und den vor der Pause kaum zu stoppenden Kim Voss-Fels bald zur ersten Vier-Tore-Führung (10:6), hatte das Spiel zur Pause im Griff (14:11) – und schien dem dritten Sieg entgegen zu spielen.

Soester TV: Muhr, Lichtenegger; Gran, Schnorfeil (2), Wolff, Brauckmann, A. Loer (2), Haake (1), R. Bekel (1), K. Voss-Fels (8), M. Loer (7/5), Vukoja (5).

VfL Vikt. Mennighüffen: Sprecht, Habbe; Stöckmann, David (4), Kämper (2), Kröger (8), Neumann (3), Köster (1), Lange, Halstenberg, Büschenfeld (7/1), Köster, Krause (1).

Spielfilm: 1:3 (6.), 5:4 (12.), 6:6 (14.), 10:6 (23.), 10:9 (26.), 14:11 (30.), 16:14 (36.), 18:16 (41.), 21:16 (43.), 22:21 (49.), 23:23 (53.), 23:24 (55.), 24:26 (59.), 26:26 (60.).

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