Kein Gewinner im Kreisderby zwischen Oestinghausen und Soest

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Nils Topp im Duell mit zwei Oestinghausern. Am endete trennten sich Soest und Oestinghausen remis.

Oestinghausen – Sie fielen um vor Erschöpfung, lagen wie Maikäfer auf dem Rücken oder wirkten wie angeschlagene Boxer in den Seilen. Zum Jubeln war ohnehin keinem Spieler zumute nach dem 2:2-Unentschieden im Bezirksliga-Kreisderby zwischen SG Oestinghausen und dem SV Westfalia Soest.

„Es ist traurig, dass wir aus unseren Chancen in der ersten Halbzeit nichts gemacht haben“, bedauerte SVW-Coach Christian Klotz. „Wir haben zweimal geführt, da ist ein Punkt zuwenig“, war SGO-Trainer Günter Jochheim ebenso nicht erfreut. So war es für beide Mannschaften kein Punktgewinn, wenngleich die Soester zufrieden waren, nach dem zweimaligen Rückstand noch zurückgekommen zu sein. „Wir haben gute Moral bewiesen und sind mit dem Ausgleich dafür belohnt worden, viel investiert zu haben“, so Klotz.

Sein Gegenüber war froh, das Spiel mit elf Mann beendet zu haben, ereilte den ohnehin personell angeschlagenen Aufsteiger doch weiteres Verletzungspech durch den Ausfall von Moritz Pipers. Der für ihn eingewechselte Jari Limbrock hielt auch nicht bis zum Ende durch. „Ich hatte nur noch Spieler aus der Reserve auf der Bank“, sagte Jochheim.

In der ersten Halbzeit war seine Elf engagiert, ohne dabei aber nennenswerte Chancen herauszuspielen. Auf der Gegenseite wurde SGO-Keeper Dominik Cicou einmal ernsthaft geprüft, als er gegen Steffen Hinne-Schneider zur Stelle war (21.). Ein weiterer Schuss Hinne-Schneiders nach Doppelpass mit Amar Anne landete im Fanggitter. Verletzungen hüben wie drüben drohten bei einem Zusammenprall zwischen Cicou und Rene Diasonama, der aber glimpflich verlief.

Überraschend gelang den Gastgebern kurz nach der Pause die Führung. Henrik Thiemann hatte Lars Werthschulte bedient. Westfalia reagierte aber beinahe postwendend, nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß von Maxi Brenk war Amar Anne zur Stelle. Noch ein weiteres Mal gelang SGO die Führung, nachdem sich beide Mannschaften mit viel Klein-Klein im Mittelfeld verzettelt hatten. Diesmal leistete Limbrock die Vorarbeit für Werthschulte, dessen Schuss ebenso unhaltbar war wie der erste. „Wir haben bei beiden Gegentoren Mithilfe geleistet“, ärgerte sich Klotz.

Doch seine Mannschaft ließ sich nicht unterkriegen – im Gegenteil. Nachdem Lukas Brenk, wegen muskulärer Wadenprobleme zunächst geschont, eingewechselt worden war, erwies er sich als perfekter Joker. Nach Vorarbeit von Amar Anne spitzelte er das Leder an den Oestinghausern vorbei ins Netz. Soest hatte in der Schlussphase mehr zuzusetzen, kamen aber nicht mehr zu einem nennenswerten Abschluss.

SG Oestinghausen: Cicou, Kraft, Märte, Kuhnt, Lahme, Dieckmann-Großhundorf, Thiemann (89. Schenkel), Brinker, Werthschulte, Pipers (32. Limbrock, 76. Khan), Scholz.

SVW Soest: Flegler, Resch, M. Brenk, Buchowiecki (62. Teichrib), Diasonama (46. Polzin), Anne, Sczepanek, Kimmel, Kötter, Topp (75. L. Brenk), Hinne-Schneider.

Tore: 1:0 Werthschulte (48.), 1:1 Anne (57.), 2:1 Werthschulte (69.), 2:2 L. Brenk (80.).

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