6:3, 7:5 – Jan-Lennard Struff in Montpellier weiter

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Jan-Lennard Struff trifft in Montpellier nach seinem Sieg gegen Nicolas Mahut nun auf Ruben Bemelmans.

Warstein/Montpellier - Wenn es im Weltranglistentennis so etwas wie einen Lieblingsgegner für Jan-Lennard Struff gäbe, dann dürfte dies wohl der Franzose Nicolas Mahut sein. Seit April vergangenen Jahres haben sich Struff und Mahut in drei Matches gegenüber gestanden – und jedesmal behielt der Tennisprofi aus dem Sauerland die Oberhand. Nach Siegen in Marseille (6:1, 6:7, 7:6) und Frankfurt (7:6, 6:3) hieß es am Dienstag in Montpellier 6:3 und 7:5 für den Warsteiner.

Das in der Mittagszeit gestartete Match der mit rund 463.000 Euro dotierten „Sud de France“ begann turbulent: Vier Games waren gespielt, da hieß es schon Break, Re-Break und Break aus Sicht von Struff, was ihm in der Summe eine 3:1-Führung einbrachte. 

Mit einem dann „ordentlich“ durchgebrachten eigenen Aufschlagspiel erhöhte die Nummer acht der Weltrangliste auf 4:1. Damit hatte er die Grundlage für den Gewinn des ersten Satzes gelegt, der ohne weiteres Break unspektakulär mit 6:3 zuende ging. 

Struffs Stärke: Ab Mitte des ersten Satzes stabilisierte er sein Aufschlagspiel. Überhaupt leistete er sich im ersten Durchgang keinen einzigen Doppelfehler (im zweiten einen), brachte er dreimal den Ball als Ass ins Ziel.

Breakball erst zum 6:5 genutzt

Ausgeglichen verlief der zweite Satz, wobei Struff einem Break näher kam als sein Gegenüber. Erste Breakchancen erspielte sich Struff beim Stand von 3:3 nach 62 Minuten, dem vierten Doppelfehler Mahuts, und 4:4 nach 70. Er ließ sie ungenutzt, bewahrte aber trotzdem weiter die volle Konzentration und wartete auf seinen nächsten Vorteil, der beim Stand von 5:5 nach 80 Spielminuten kam und mit zwei Breakbällen etwas fürstlicher ausfiel. 

Erneut ließ Struff beide Möglichkeiten aus, kassierte er vielmehr das fünfte Ass von Mahut und sah einen Spielball gegen sich. Struff wehrte ihn ab – und bekam die nächste Chance auf den „Big Point“. Diesmal schlug er zu: 6:5-Führung! 

Mit zwei weiteren Assen zum Matchgewinn

Es war die Entscheidung, denn in seinem nachfolgenden, nur 120 Sekunden währenden Service ließ Struff seinem Kontrahenten keinerlei Chance mehr, feuerte er seine Asse Nummer acht und neun zum Matchgewinn übers Netz. 

Struff hatte den in der Weltrangliste um 54 Plätze höher geführten Mahut erneut bezwungen und ihn seiner Stärke, dem Aufschlagspiel, mit aggressiven Returns von der Grundlinie aus beraubt. 

In der zweiten Runde trifft Struff nun auf seinen Weltranglisten-Nachbarn, den Belgier Ruben Bemelmans, der den favorisierten Portugiesen Joao Sousa mit 6:4, 3:6, 6:4 aus dem Turnier geworfen hat. Struff dürfte es freuen: Mit Sousa bleibt ihm ein Angstgegner (zwei Spiele, zwei Niederlagen) erspart.

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