Stadt Soest sucht Lösungen für Kaserne und Tennishalle

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Andreas Henke, Sebastian Moritz, Alfred Paulokat, Rainer Brügger, Volker Wilmes und Sofia Scholle (von links) bilden den Vorstand des Stadtsportverbandes Soest. Es fehlt die in Abwesenheit wiedergewählte Frauenwartin Heike Spicker.

Soest - Wie geht es weiter mit den Sportvereinen in der Adam-Kaserne und mit den Tennisvereinen, die im Winter in der Soester Ruthemeyer-Halle spielen? Das waren die beiden wichtigsten Fragen bei der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes Soest im Clubheim „Am Ardey“.

Konkretes konnte Thomas Nübel, der die Stadt Soest als Abteilungsleiter Bildung und Sport vertrat, zwar noch nicht sagen. Aber die Stadtverwaltung sei in Gesprächen, bemühe sich um gute Lösungen für die Vereine.

Wegen der Umplanung der Adam-Kaserne, in der AC Soest, SSC Soester Kickers und LG Deiringsen als Sportvereine ihr Domizil haben, sei die Wirtschaftsförderung aktiv. Wie es genau mit den Blöcken weitergehe, in denen die Vereine residieren, sei noch offen. „Erstmal wird in andere Blöcke geschaut“, so Nübel zu einem denkbaren Umzug innerhalb der Kaserne. Offen sei, wie dann die Mieten ausfallen würden. Nübel bat die Anwesenden bei der Versammlung, Augen und Ohren offenzuhalten, ob gerade für die Gewichtheber mit besonderen Ansprüchen an den Boden andere Räumlichkeiten zu finden sind.

Dauerthemen würden Integration und Flüchtlinge bleiben, auch wenn die Stadt Soest im Moment keine Zuweisungen bekomme. „Die Sportvereine bieten den Flüchtlingen Abwechslung und es werden Berührungsängste abgebaut“, freute sich Nübel über die bisherige pragmatische Hilfe der vielen Ehrenamtlichen in den Sportvereinen. „In den nächsten Jahren werden uns auch ‘Sport und Inklusion’ weiter beschäftigen“, führte Nübel weiter aus, versprach dabei Hilfestellungen der Stadt für die Vereine.

Marc Albersmann vom TV Deiringsen fragte bei der „Allgemeinen Aussprache“ nach der Zukunft der Tennishalle am Jahnstadion, die die Stadt Soest bekanntermaßen erworben hat. „Wir als Stadt Soest sind bemüht und sind zuversichtlich, dass die Halle über die Vereine weiter betrieben wird“, antwortete Nübel, kündigte für Januar 2017 weitere Gespräche mit den Vereinen an.

Nübel wies auch auf die vom Kreis Soest geplante Sanierung der Sporthalle des Börde-Berufskollegs hin, die ab dem Sommer 2017 für ein Jahr nicht mehr zur Verfügung stehe. Die Belegung der anderen Hallen soll so organisiert werden, dass es möglichst wenig Einschränkungen gibt – Nutzer des Kollegs sind vor allem die Handballer des Soester TV, die entsprechend in anderen Übungsstätten untergebracht werden müssen.

„Die Vereine müssen enger zusammenrücken, vielleicht muss die eine oder andere Stunde auch abgegeben werden, muss hier und da umdisponiert werden“, so Nübel. Das habe vor einiger Zeit gut geklappt, als der BC 70 Soest wegen der dortigen Arbeiten die Halle des Hubertus-Schwartz-Kollegs nicht nutzen konnte.

Noch Meldungen für die Sportlerehrung möglich

Ansonsten wies Nübel auf zwei Termine hin. So wird die Sportlerehrung der Stadt am 11. Februar 2017 stattfinden. „Dafür sind noch Meldungen möglich.“ Der Sportvergleich mit der niederländischen Partnergemeinde sei für den Juni 2017 geplant, der genaue Termin stehe noch nicht fest. Auch Vorsitzender Rainer Brügger wies auf einen Termin hin: Der Promikick von Soester Anzeiger und Stadtsportverband wird am 3. März 2017 stattfinden. „Dafür können wir noch Helfer gebrauchen“, so Brügger zu den Arbeiten des Stadtsportverbandes.

Die Regularien der JHV waren schnell abgearbeitet worden. Brügger verlas die Berichte, stellte einmal mehr fest, dass die Stadtmeisterschaften in den diversen Sportarten nicht mehr so rund laufen. Dabei verwies Jugendwart Sebastian Moritz noch einmal darauf, dass nur Sportler, die in Soest wohnen oder in Soest zur Schule gehen oder einem Soester Sportverein angehören, Stadtmeister werden können – in der Vergangenheit hatte es da mal einen Streitfall gegeben.

Volker Wilmes als Sportabzeichenobmann berichtete von rund 1050 Sportabzeichen, die im Jahr 2015 in Soest abgelegt wurden (600 an Schulen, 190 in Vereinen, 260 in Kindergärten).

Nach dem Kassenbericht bestätigte Kassenprüfer Lothar Klute Geschäftsführerin Sofia Scholle tadellose Arbeit, so war die Entlastung des Vorstands nur Formsache. Bei den Wahlen wurden Alfred Paulokat als 2. Vorsitzender, Heike Spicker (in Abwesenheit) als Frauenwartin und Volker Wilmes als Sportabzeichen-Obmann bestätigt. Klute und Volker Kaiser bleiben Kassenprüfer.

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