Jahnstadion das Ziel von Groundhoppern

+
Jörg Gertner (links) aus Gronau und Joachim Golkowski aus Essen waren als Groundhopper im Jahnstadion.

Soest – Weit gereist waren einige unter der zugelassenen 100 Zuschauern am Samstag im Jahnstadion. Denn eines der ersten Fußballspiele seit der fast viermonatigen Corona-Pause vor Publikum zwischen dem SV Westfalia Soest und dem SV Lippstadt (2:2) lockte auch einige Groundhopper an.

So kam Joachim Golkowski aus Essen. Neben ihn stand Jörg Gertner aus Gronau. „Ich habe von dem Spiel auf fussball.de erfahren. Dann habe ich im Internet recherchiert, um herauszufinden, was man machen muss, um ins Stadion zu kommen. Dann habe ich eine e-Mail an Westfalia Soest geschrieben und glücklicherweise Freitag das Okay bekommen“, erklärt der 36-jährige Essener. Groundhopper sind eine Art „Stadionsammler“.

 Vor dem SVW-Spiel war Golkowski am Wochenende zuvor im Rheinland unterwegs und sammelte weitere Sportanlagen in Troisdorf, St. Augustin und Brühl. Gertner hatte in der vergangenen Wooche die Partie zwischen der A-Jugend des SuS Stadtlohn und dem TuS Velen im Münsterland gesehen.

 Dass sie sich in Soest getroffen hätten, sei reiner Zufall, aber eben auch nicht überraschend. Auf der Gegenseite stand noch ein weiterer Groundhopper aus der Nähe von Düsseldorf, der aber nicht mehr in ihren Stehplatzblock wechseln durfte.

Testspiel SVW Soest-SV Lippstadt

 „Wir kennen uns von unserem Hobby“, sagt der 48-jährige Gertner. Ihre Sammelleidenschaft umfasst dabei Profi- und Amateurstadien in Deutschland und auch im benachbarten Ausland. 

Golkowski hat dabei drei Länderpunkte gesammelt: Dafür muss man aus einer Liga alle Mannschaften daheim gesehen haben. Dem Fan des Regionalligisten Rot-Weiss Essen, einem Ligarivalen des SV Lippstadt, gelang dies in den Niederlanden in der 1. und 2. Liga sowie in der ersten belgischen Liga. 

Dass er als RWE-Fan eigentlich ein Aversion gegen Gertner als Fan des FC Schalke 04 haben müsste – denn die Fans der beiden Vereine mögen sich nicht wirklich – verneint Golkowski. „Das gilt für Groundhopper nicht. Da ist unser gemeinsame Hobby das Verbindende“, sagt er. Den Haken hinter Soest können nun beide machen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare