Ibou Mbaye freut sich auf das erste Fußballspiel seit vier Monaten im Kreis,  sieht aber "Härtefälle"

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SVW-Trainer Ibou Mbaye

Soest – Nach fast vier Monaten Pause wird der Bezirksligist SV Westfalia Soest am Samstag, 4. Juli, wieder ein Fußballspiel absolvieren – und das sogar vor Publikum. Ab 14 Uhr ist der Regionalligist SV Lippstadt 08 zu Gast im Jahnstadion.

Normalität wird am Samstag in Soest aber nicht herrschen. Ein elfseitiges Organisations- und Hygienekonzept des Veranstalters war nötig, um die Genehmigung der Stadt Soest für die Austragung dieses Freundschaftsspiels mit 100 Zuschauern zu ermöglichen. 

In beiden Teams dürfen zudem jeweils 15 Spieler zum Einsatz kommen. Vor diesem Spiel sprach Frank Zöllner mit dem 42-jährigen SVW-Coach Ibou Mbaye. 

Wie groß ist die Vorfreude auf das erste Fußballspiel seit fast vier Monaten? 

Sehr groß. Und auch auf so einen Gegner. Da wartet eine Top-Mannschaft auf uns. Was ich aber schade finde: Ich darf nicht alle Spieler einsetzen. Ich weiß, dass jeder spielen möchte. 

Wie nominiert man die Spieler, wenn deren Zahl auf 15 beschränkt ist? Die stehen doch bestimmt Schlange... 

Das ist so. Das erste Kriterium für uns ist die Trainingsbeteiligung. Das zweite Kriterium ist die Qualität. Wir haben auch einige Spieler im Kader, die in Lippstadt in der Jugend gespielt haben und für die das etwas Besonderes ist. Es wird aber Härtefälle geben, was ich leider nicht ändern kann. 

Welchen Stellenwert nimmt diese Partie ein? 

Eigentlich gar keinen in der Vorbereitung. Wir können aber sehen, wie weit wir leistungsmäßig weg sind von einem Regionalligisten. So spielt das Ergebnis für mich auch keine große Rolle. Ich möchte das Spiel aber auch dazu nutzen, um einige Neuzugänge endlich bei einem Spiel zu sehen. Roberto Fichera etwa macht im Training ein tollen Eindruck und ich bin auch gespannt, wie sich die aus unserer eigenen A-Jugend gekommenen Spieler wie Mario Jurss unter diesen Bedingungen zurecht finden. Die Neuzugänge Niklas Ansahl und Robin Gierth hingegen haben Trainingsrückstand und werden nicht dabei sein. 

Wie bereitet man sich auf das erste Spiel nach einer so langen Pause vor? 

Ganz normal. Es ist natürlich ein ungewöhnliches Spiel – es ist ja das erste Spiel nach so einer langen Pause im Kreis Soest. Für die Genehmigung geht ein Dankeschön an die Stadt Soest und ein Lob an den Vorstand, der viel Arbeit im Vorfeld leisten musste. Wir haben zuletzt immer zweimal pro Woche trainiert, wobei eher der Spaß und das Techniktraining im Vordergrund stand. Von daher bin ich auch gespannt, wie wir konditionell mithalten können. Hauptsache ist, dass sich niemand verletzt. Die richtige Vorbereitung beginnen wir dann sechs Wochen vor dem Meisterschaftsstart.

Viel Vorlauf und Aufwand für ein Freundschaftsspiel

Ein elfseitiges Organisations- und Hygienekonzept des Gastgebers SV Westfalia Soest war nötig, um die Genehmigung der Stadt Soest für die Austragung des Freundschaftsspiels zwischen dem SVW und dem vier Klassen höher spielenden Regionalligisten SV Lippstadt mit 100 Zuschauern zu ermöglichen. 

„Das Spiel war schon nach zwei Tagen ausverkauft. 50 Karten gingen nach Soest, 50 nach Lippstdt“, sagte Ingo Schaffranka, 2. Vorsitzender des SVW. Für Samstag müssen auch die Fußballfans einiges beachten. Ein spontaner Besuch des Stadions ist nicht möglich.

 Am Spieltag müssen sich die Besucher zudem an den vorgegebenen Ablaufplan halten. Um 13 Uhr beginnt der Stadioneinlass. Ordner verteilen die ankommenden Zuschauer auf die entsprechenden Einlässe. Die Vorgabe erfolgt im Vorfeld durch die Ticketvergabe. Im Wartebereich kontrollieren jeweils zwei Ordner, dass der Sicherheitsabstand eingehalten wird. 

Die Zuschauer unterzeichnen den Eingang und tragen ihre Daten in die vorgefertigten Registrierungslisten ein. Sie müssen zumindest am Eingang eine Schutzmaske tragen, bis sie an ihrem Platz im Stadion angekommen sind. Die Zuschauer werden zu jeweils zehn Personen in Zuschauerboxen gewiesen. 

Diese dürfen während des Spiels nicht verlassen werden. Während des Spiels und in der Pause werden vier Personen des Vereins mit Getränke-Fahrzeugen (Bollerwagen) herumfahren und den Zuschauern verschlossene Getränke zum Verkauf anbieten

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