SW Hultrop will den Fahrstuhl in der Bezirksliga anhalten

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Trainingsauftakt in Hultrop mit Trainer Dirk Sellemerten, Stefan Peters, Nils Koschorreck, Lars Koschorreck, Max Dieckmann, Remugiusz Dzioba, Kevin Thomas, Petar Kamchev und Co-Trainer Tobias Edler.

Hultrop – Der Fahrstuhl soll anhalten für Schwarz-Weiß Hultrop, den Meister der A-Kreisliga Soest. Nach Aufstieg 2016, Abstieg 2018 und erneutem Aufstieg 2019 möchte SWH für längere Zeit Station machen in der Bezirksliga 7, auf die sich die Hultroper richtig freuen.

„Ich finde die Liga sehr attraktiv. Uns erwarten viele Derbys, da freuen wir uns drauf. Die Fahrten sind insgesamt nicht viel weiter als in der Kreisliga“, blickt Trainer Dirk Sellemerten der Saison mit Vorfreude entgegen. Nicht nur die Spiele gegen die Teams aus dem Kreis Soest sind für die Hultroper attraktiv, „auch nach Cappel und Sünninghausen ist es nicht weit“. 

Insgesamt erwartet der Aufsteiger eine starke, insgesamt ausgeglichene Liga: „Es wird vier bis fünf Mannschaften geben, gegen die zu bestehen schwer wird. Ansonsten kann jeder jeden schlagen in der Liga“, sagt der Trainer, der ein klares Ziel ausgibt: der Klassenerhalt. „Auf jeden Fall, etwas anderes zählt nicht.“ Die Hultroper wollen endlich mal ankommen. 

„Wir wollen uns in der Liga etablieren und zurechtfinden“, sind Sellemerten und Co gekommen, um zu bleiben. „Wir werden gegen das Klischee der Fahrstuhlmannschaft vom ersten Tag an arbeiten.“ 

Und auch gegen die Befürchtungen, zu viele Leistungsträger hätten den Verein verlassen. Mit Bonk zog es eine spielprägende Offensivkraft zum Ligarivalen SVW Soest, das Trio Lutter, Wilczek und Schürmann schloss sich dem benachbarten Kreisligisten SC Lippetal an. „Die Spieler gehörten teilweise zum Inventar, natürlich freuen wir uns nicht über ihren Abschied“, gibt Sellemerten zu. Doch könne das auch eine Chance sein für die jungen, talentierten Akteure, die schon länger im Kader stehen oder neu dazugestoßen sind. „Unsere jungen Spieler sind reifer, erfahrener und ruhiger geworden. Sie müssen nun den nächsten Schritt machen. Außerdem haben wir auch Qualität hinzubekommen“, ist sich der Trainer sicher. Der Kader sei flexibler geworden. 

Die Mannschaft müsse nach einem Jahr des Erfolgs auch wieder lernen, mit Misserfolgen umzugehen. „Wir haben seit 28 Spielen nicht mehr verloren, das werden wir erst wieder lernen müssen“, so Sellemerten, der auf einen guten Auftakt in die Saison hofft: „Der Start macht Vieles aus.“ Positiv wie negativ.

 Taktisch will der Trainer nicht viel verändern, einen guten Mittelweg finden. Er weiß aber auch: 80 bis 90 Tore werde seine Mannschaft in der neuen Liga sicher nicht schießen, die Defensive werde sicherlich auch mehr gefordert. „Das Torverhältnis hat mich vor zwei Jahren schon geärgert. Wir haben viel zu viele Tore kassiert“, blickt Sellemerten zurück. Damals sprang er kurzfristig ein. „Ich musste mich erst zurechtfinden. Außerdem hatten wir einen zu kleinen Kader, der uns in der Rückserie zum Verhängnis wurde. Ich hoffe, dass wir diesmal vom Verletzungspech verschont bleiben.“ Der aktuelle Kader umfasst 19 Spieler – was auch nicht riesig ist: „Wir halten die Augen und Ohren offen.“ 

Die Rolle der Schwarz-Weißen bleibt die gleiche – das kleine Dorf behauptet sich gegen die Großvereine in der Umgebung. „Der Verein kann stolz auf sich sein, in der Bezirksliga mitmischen zu können.“ Das sei für alle attraktiv, nicht zuletzt auch für die Zuschauer: „Wir bekommen so viel Unterstützung der Zuschauer, die viele Auswärtsspiele zu Heimspielen gemacht haben. Für die müssen wir auf dem Feld auf jeden Fall Vollgas geben“, motiviert Sellemerten das Team.

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