Höingen verlässt Tabellenende: „Haben uns das Glück erarbeitet“

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Das Büdericher Powerplay in der Schlussphase wehrte Höingen am Sonntag mit Glück und Geschick ab, feierte schließlich mit dem 3:2 den zweiten Saisonsieg und verließ das Tabellenende.

Höingen - Das war schon eine kleine Überraschung, der 3:2-Sieg des Höinger SV in der A-Kreisliga Soest bei BW Büderich. Mit ihrem zweiten Saisonsieg verbesserten sich die Enser Kicker auf den vorletzten Platz, zogen am Nachbarn SG Oberense vorbei.

Der vorletzte Platz würde im Moment – SW Hultrop steht auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga 7 – ein Entscheidungsspiel gegen den Zweiten der B-Kreisliga Soest um einen freien Platz in der A-Kreisliga bedeuten.

„Dass die Saison schwer werden würde, war klar. Wir haben die Abgänge von Thomas Sauer und Jan Gretenkort nicht adäquat ersetzen können“, sagte Benjamin Granseuer, der 2. Vorsitzende des HSV, im Anzeiger-Gespräch. „Dennoch bin ich der Meinung, dass wir ein ganz gutes Team für die A-Kreisliga Soest haben“, hat er volles Vertrauen in die Mannschaft. Ganz entscheidend für das bisherige Abschneiden sei auch großes Verletzungspech gewesen. „Wir hatten viele Spiele, in denen neun oder zehn Mann gefehlt haben. Und Leistungsträger können wir nicht ersetzen.“ So werde Justin Schlütermann sicher bis ins Frühjahr 2018 ausfallen; wann Tim Gretenkort ins Team zurückkehren könne, sei nicht absehbar.

Gerade in der Offensive hakt es in dieser Saison beim HSV gewaltig. Ganze elf Tore wurden bisher in 14 Spielen erzielt, drei davon zuletzt in Büderich. „Justin Schlütermann hat kaum gespielt, Florian Paur und Kevin Schulte haben kaum zusammen gespielt“, weiß Granseuer, warum es im Angriff bisher nicht rund läuft. Dazu komme der beruflich bedingte Weggang von Thomas Sauer. „Umso erfreulicher für mich, dass Florian Paur und Kevin Schulte am Sonntag getroffen haben“, freut sich der 2. Vorsitzende. Für den zweiten Teil der Serie hofft er auf ein Comeback von Thomas Sauer, der seine Praktikums-Zeit in München Ende diesen Jahres beende; ob er dann wieder für den HSV spielen könne, hänge von beruflichen Dingen ab.

Insgesamt sei es durchaus ein Thema, sich für die Rückrunde zu verstärken. „Allerdings ist es schwer, in unserer Situation Leute zu bekommen“, locke der Abstiegskampf nicht unbedingt Spieler an. Klar ist für Granseuer aber auf jeden Fall, dass für die nächste Saison – egal, ob A- oder B-Kreisliga – der Kader verbreitert werden müsse. „Das Gute ist dabei, dass wir eine starke A-Jugend haben, mit guten Jungs, die wir unbedingt halten wollen.“ Zur nächsten Saison kämen allerdings erst einmal nur drei Spieler raus; der Rest des Teams könne noch länger in der Jugend spielen.

Mit der Arbeit des neues Trainers Michael Kauke zeigt sich Benjamin Granseuer sehr zufrieden. „Er hat in der schweren Situation nie an der Mannschaft gezweifelt. Er geht vorneweg, stellt die Mannschaft immer gut ein. Wir sind drangeblieben und haben uns nun in Büderich das Glück erarbeitet, das uns beispielsweise in Schwefe gefehlt hat“, so der 2. Vorsitzende des HSV; er bezeichnet Kauke als „sehr erfahren und charakterlich ein toller Typ“.

Granseuer geht davon aus, dass die Konstellation in der Bezirksliga, wo neben SW Hultrop auch Aufsteiger SG Oestinghausen um den Klassenerhalt spielt, bis zum Ende der Saison offen bleibt. „Es ist ja noch die ganze Rückrunde zu spielen“, ist Granseuer zuversichtlich, dass die Höinger Mannschaft noch viele Punkte holen kann und wird: „Dass das geht, haben wir in Büderich gezeigt“, gibt der 3:2-Sieg sicherlich viel Auftrieb.

So gebe es keinerlei Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Er möchte vielmehr dieses Jahr noch so viele Punkte wie möglich holen. Drei Partien stehen noch im Plan: gegen Sönnern (Freitag, Heimspiel), gegen Wickede (Sonntag, Heimspiel) und in Werl (17. Dezember, auswärts). Dass dabei die Heimspiele stattfinden können, ist aufgrund der Witterung aber offen.

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