Handball Oberliga

Mühsamer Sieg bei Heimpremiere: STV schlägt Gevelsberg verdient 26:25

Axel Loer traf zweieinhalb Minuten vor Schluss zum 26:25 – danach rettete Soest diese Führung mit Einsatz, Verstand und Glück ins Ziel.
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Axel Loer traf zweieinhalb Minuten vor Schluss zum 26:25 – danach rettete Soest diese Führung mit Einsatz, Verstand und Glück ins Ziel.

Soest - Die Heimpremiere für den Soester TV in der Oberliga ist geglückt, auch wenn die Leistung des STV beim 26:25 (13:9) gegen die HSG Gevelsberg-Silschede noch viel Luft nach oben ließ. Dennoch war die Laune bei Soester Spielern und Anhang nach dem ersten Saisonsieg natürlich gut.

Die Erkenntnisse des ersten Heimspiels stimmen zuversichtlich: Die vornehmlich gespielte 6:0-Deckung arbeitete über weite Strecken sehr ordentlich. Der Angriff mit sieben Feldspielern (und leerem eigenen Tor) sorgte für Gefahr und nötige Lücken in des Gegners Abwehr. Kreisläufer Anton Schönle kam so besonders vor der Pause gut ins Spiel. Zudem brachte Mittelmann Robin Bekel die Halben, Max und Axel Loer, mit gemeinsamen elf Feldtoren gut in Position.

Dennoch holperte es noch hier und da bei den Soestern. „Das war ein hartes Stück Arbeit, härter als nötig“, meinte Trainer Dirk Lohse im Rückblick, dem einige Fehler im Umschaltspiel missfielen. „Wir hatten einige Mal die Chance, den Sack zuzumachen. Aber was wir an Bällen hinten erobert und dann wieder abgegeben haben, raubt uns den Nerv.“

Einige Ballverluste durch Stürmerfouls oder überhastete Gegenstöße verhinderten, dass sich Soest nach Drei-Tore-Pausenführung nicht weiter absetzte. Beim 15:16 geriet Soest sogar noch einmal in Rückstand, weil die zuvor gut arbeitende Deckung nun vom HSG-Halbrechten Breuker vor Probleme gestellt wurde. Eine Manndeckung durch Picht stellte Breuker zwar kalt, doch: „Dadurch entstehen natürlich woanders Lücken“, wandte Lohse dieses Mittel nur zähneknirschend an. Immerhin holte sich sein Team die Führung zurück. In dieser Phase war Max Loer auf Halbrechts bei seinen Eins-gegen-Eins-Aktionen nicht zu stoppen; auch nicht von Bekston mit unfairen Mitteln, der für einen Schlag „Rot“ sah (48.).

Doch trotz weiterer Überzahlsituationen schaffte es Soest nicht, sich weiter abzusetzen, Gevelsberg biss sich fest. Auf die Defensive konnte sich Soest aber verlassen, sie hatte in Muhr einen guten Rückhalt – und in Haake für die Schlussminuten einen guten Ersatz neben Axel Loer im Innenblock nach Vukojas dritter Zeitstrafe.

Dass es aber wieder spannend wurde, lag an weiteren Schwächen im Angriff: Ein Pass von Axel Loer auf Linksaußen zu Max Picht misslang, Schönle scheiterte frei am Torwart und stand wenig später im Kreis. Die HSG ging mit einem Tor Rückstand in die letzte Minute. Doch nun war die Soester Deckung da – und die HSG beendete den letzten Versuch mit einem technischen Fehler beim Freiwurf fünf Sekunden vor Schluss. Der Soester Jubel folgte prompt.

Handball-Oberliga: Soester TV - HSG Gevelsberg 26:25

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In der Anfangsphase startete Soest im Angriff zu sechst, hatte einige unglückliche Aktionen gegen gut zupackende Gäste. Die wiederum kamen zu leichten Toren, führten nach sechs Minuten mit 3:0. Dann platzte vorne und hinten der Soester Knoten. Franke sorgte von Rechtsaußen für das erste Heimtor der Saison (7.), Leon Wolff per Siebenmeter und Max Loer nach eigenem Ballgewinn im Gegenstoß sorgten für den Ausgleich (3:3; 8.). 

Bis zum 7:8 durch Rauhaus (17.) legte die HSG immer noch vor, dann aber kamen die Gäste gegen Soest, das fortan mit sieben Angreifern sowie Schönle und Vukoja am Kreis agierte, meistens zu spät. Es hagelte Zeitstrafen für die HSG, Soest blieb zehn Minuten ohne Gegentor, zog davon (12:8; 27.). Aber nicht weit genug, um die Gäste abzuschütteln.

Statistik

Tabelle

Soester TV: Muhr (1.-60.), Reineken (n.e.); Schnorfeil, Wolff (2/2), A. Loer (4), Vukoja, Schönle (7), Haake, Bekel, M. Loer (7), Franke (2), Müller, Zülsdorf, Picht (4).

HSG Gevelsberg-Silschede: Scholz, Olschinka; Bekston (2), Lindemann (4), Wohlgemuth (1), Müller (3), Stippel (1), Kliche (2), Dudczak, Fleischhauer (1), C. Schrouven (2), Breuker (4), D. Schrouven (2/2), Rauhaus (3).

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