STV-Trainer Hohelüchter sieht Gegentore als Manko

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Auch bei Siegen wie dem 33:27-Erfolg gegen Hemer lief im Soester Spiel noch nicht immer alles nach den Wünschen von Trainer Sören Hohelüchter.

Soest - Das Training seiner Mannschaft kann STV-Trainer Sören Hohelüchter krankheitsbedingt nur aus zweiter Hand verfolgen, die Vorbereitung auf den siebten Spieltag in der Handball-Oberliga Westfalen liegt derzeit in anderen Händen.

Doch Hohelüchter weiß die Zwangspause zu nutzen und analysiert stattdessen im Videostudium den bisherigen Saisonverlauf – die Gelegenheit für ein Fazit der ersten sechs Spiele. Denn für Hohelüchter waren es ebenso die ersten sechs Spiele als Verantwortlicher des STV. 

Nach vier Siegen und zwei Niederlagen steht seine Mannschaft mit 8:4 Punkten aktuell auf Platz fünf der Tabelle. „Ich glaube, wir haben bis jetzt recht ordentlich gespielt“, kommentiert Hohelüchter diese Bilanz, macht zugleich aber auch einige Punkte aus, die eben noch nicht in die Kategorie „recht ordentlich“ fallen. Da wären zum Beispiel die beiden Niederlagen. Im Auftakt-Derby gegen Spitzenreiter ASV Hamm II (20:29) und gegen den Tabellenzweiten LIT Tribe Germania (30:36) mussten die Soester auf einen Punktgewinn verzichten. 

„Im ersten Saisonspiel gegen Hamm war die Klarheit schon überraschend, wir haben immer wieder Fehler gemacht. Aber in der Retrospektive muss man allerdings sagen, dass der ASV eine überragende Saison spielt. Gegen LIT hatten wir die Tür hingegen ganz weit offen, waren auf keinen Fall chancenlos“, analysiert Hohelüchter beide Spielverläufe und sieht zugleich auch einen positiven Aspekt. „Wenn wir irgendwann mal oben angreifen wollen, müssen wir auch gegen solche Gegner bestehen. Das Spiel gegen LIT hat uns gezeigt, dass wir uns in dieser Hinsicht auf jeden Fall entwickeln können.“ 

Eine bestenfalls schon kurzfristige Entwicklung soll es hingegen bei einer zweiten Baustelle geben: den Gegentoren. Denn während der STV offensiv gut mitspielt und mit 173 Toren die viertbeste Offensive stellt, zeigt die Statistik aber auch, dass die Mannschaft mit 164 Gegentoren den viertschlechtesten Wert hat. „Das ist natürlich ein Punkt, der mir nicht gefällt. Um die hohe Anzahl an Gegentoren aufzufangen, müssen wir vorne entsprechend viele Tore machen. Dabei entscheidet man Spiele eigentlich in der Deckung“, erklärt Hohelüchter. 

Doch die Defensive allein ist für ihn weniger das Problem. „Wenn die Deckung erst einmal steht, haben wir wenig Probleme. Unser Innenblock ist sehr stark und wir haben Spieler, die immer wieder flexibel reagieren können. Aber wir kassieren immer noch zu viele Tore aus der ersten und zweiten Welle“, liegt das Problem aus seiner Sicht eher im Umschaltspiel der Offensive. „Wir sind da gerne mal zu inaktiv. Wenn einer abschließt, kann zwar jemand vorne absichern, zwei Drittel der Spieler müssen aber schon wieder zurück. Aber damit sind wir alle noch nicht zufrieden und arbeiten daran.“ 

Genutzt wurden unter anderem die Ferienwochen ohne Spiel. Statt Hohelüchter leiteten der verletzte Torben Voss-Fels und Veit Lichtenegger die Einheiten – sofern überhaupt gemeinsam in der Halle trainiert werden konnte. „In den Ferien ist es immer schwierig, Hallenzeiten zu bekommen, daher wird eher im konditionellen Bereich gearbeitet. Da gehen die Spieler dann auch mal für sich laufen und bekommen den Kopf etwas frei vom Handball.“ 

Allzu sehr sollten sich die Spieler gedanklich allerdings nicht von ihrem Sport entfernen, am Wochenende endet die spielfreie Zeit der Herbstferien mit einem Auswärtsspiel beim Tabellenzehnten TuS Möllbergen.

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