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Soester TV im Oberliga-Derby bei der SG Menden

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Von: Thomas Müller

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Axel Loer und die Soester Oberliga-Handball reisen am Samstag zur SG Menden, die als souveräner Tabellenführer der 3. Liga entgegensteuert.
Axel Loer und die Soester Oberliga-Handball reisen am Samstag zur SG Menden, die als souveräner Tabellenführer der 3. Liga entgegensteuert. © Rusche

Soest - Das sportlich schwerste und zugleich mental einfachste Spiel der Rückrunde steht an für die junge Oberliga-Mannschaft des Soester TV.

 Beim Nachbarn und designierten Meister SG Menden Sauerland geht es Samstagabend (19 Uhr, Kreissporthalle Menden) für die Soester darum, wieder in die Spur zu finden.

Bis zum vergangenen Wochenende war Soest nämlich in der Rückrunde ohne Punktverlust, doch es folgte der schwache Auftritt gegen den OSC Dortmund, von dem sich Trainer Dirk Lohse zumindest einen „Lerneffekt“ erhofft. „Ich erwarte und erhoffe eine bessere Leistung als zuletzt“, meint der Soester Coach. Es sei jedoch fraglich, ob es etwas Zählbares geben werde.

Dazulernen werden die Soester sicherlich auch in Menden können, wenngleich für einen solchen Effekt nicht unbedingt negative Begleiterscheinungen wie eine (zumindest erwartbare) Niederlage oder eine schwache Leistung wünschenswert wären aus Soester Sicht.

Abgesehen davon hatten die Duelle zwischen Soest und Menden in den vergangenen Jahren immer Feuer und machten den Zuschauern Spaß. Im Hinspiel, als Soest noch durch die erste Hälfte der Saison stolperte, ließ der (damals schon) Spitzenreiter Menden in der Bördehalle seine Muskeln spielen, gewann relativ souverän mit 29:25. „Das Spiel war früh entschieden. Die hätten da notfalls auch noch zulegen können, wir waren nicht so gut“, erinnert sich Lohse. Im Vergleich zum Hinspiel könne seine Mannschaft allerdings auch ein ganzes Stück zulegen. Fraglich sei jedoch, ob dennoch etwas Zählbares am Ende dabei für den STV herauskomme: „Menden ist schon richtig gut und dominiert die Liga so, wie sie schon lange keine Mannschaft mehr dominiert hat.“

Die Gastgeber gehen also als klarer Favorit in die Partie gegen die Soester, die sich immerhin wieder bis auf Platz vier hochgekämpft haben. Seit dem Jahreswechsel haben die „Wölfe“ acht von neun Spielen gewonnen, sich nur in Gevelsberg einen Ausrutscher geleistet (23:25). Vom deutlichen Soester Sieg dort (33:23) Rückschlüsse zu ziehen, wäre fatal.

„Von der Rollenverteilung ist es doch klar. Wir fahren da nur als Außenseiter hin“, so Lohse, der das aber auch als Vorteil für seine junge Mannschaft sieht: „Es lastet nicht der Druck des Gewinnen-Müssens auf uns.“ Auf dem Meister da schon eher.

Der Blick in den Soester Kader offenbart vor dem Wiedersehen mit den Flor-Brüdern mehr oder weniger einen Flickenteppich: Die Voss-Fels-Brüder Torben und Kim fehlen ja ohnehin. Dafür hilft aber der dritte im Bunde, Finn Voss-Fels, aus. Auch Eike Staubach aus der zweiten Mannschaft ist dabei, weil mit Jan Franke (Urlaub) und den weiterhin verletzten Yannick Nöh und Benni Haake weitere Akteure ausfallen. Hinter dem Einsatz von Kapitän Max Loer steht zudem ein dickes Fragezeichen. Eine MRT-Untersuchung seiner im Mennighüffen-Spiel verletzten Schulter hat zwar ergeben, dass es keine schwerwiegende Verletzung ist, an Training war unter der Woche aber nicht zu denken.

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