Soester TV verballert zu viel im Hasenbau

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Lars Wiggeshoff und die Oberliga-Handballer des Soester TV verloren am Freitagabend 26:28 bei der TSG Harsewinkel.

Harsewinkel - Der Soester TV bleibt Punktelieferant für die Mannschaften im Tabellenkeller. Beim Vorletzten der Oberliga, der TSG Harsewinkel, verlor der STV 26:28 (15:14) – und die dritte Niederlage in Folge war verdient.

Soest verteidigte nicht schlecht, war aber offensiv einmal mehr nicht so gut. Es fehlte an Tempospiel, der STV verschoss zu viel und im gebundenen Spiel fehlte es an Durchschlagskraft. 

Im „Hasenbau“ entwickelte sich ein enges Spiel. Beide Teams zeigten sich offensiv spielfreudig, aber schwach im Abschluss. Soest legte immer wieder vor, doch richtig abzusetzen vermochte sich der STV nicht. Gran traf per Siebenmeter zur ersten Zwei-Tore-Führung (2:4), doch die Gäste glichen bald wieder aus. TSG-Keeper Johnny Dähne lief in der Folge richtig heiß, hielt in der ersten Hälfte allein drei Siebenmeter (von Gran und Kurka); mit seinen Paraden vor der Pause überstrahlte er sogar Christian Ihssen im Soester Tor, der ebenfalls stark hielt und zwei Siebenmeter parierte. Soest scheiterte zu häufig an Dähne und ließ hinten dann doch immer wieder die eine Lücke zu viel, sodass sich Harsewinkel wieder herankämpfen konnte. 

Unrühmlicher Höhepunkt der ersten Hälfte war die Rote Karte gegen Soests Anton Schönle, nachdem er gegen Bröskamp zu spät gekommen und der spektakulär zu Boden gegangen war. Das 9:9 durch den folgenden Siebenmeter verhinderte Ihssen, doch blieb es eng. Axel Loer, der bereits als Siebenmeterschütze eingesprungen war, vom Kreis und der sehr sicher abschließende Linksaußen Jannis Falkenberg erhöhten noch einmal auf zwei Tore (27.), aber vor der Pause wollte eine klarere Führung auch trotz des ab der 25. Minute praktizierten siebten Feldspielers nicht gelingen.

Anders nach der Pause: Mit sieben Angreifern fand Soest die Lücken. Michal Kurka traf zur ersten Drei-Tore-Führung (15:18; 35.). Doch schoss Soest wieder Dähne warm und die Gastgeber kamen zu ordentlichen Abschlüssen. Oder luchsten Soest den Ball so ab wie Malik St. Clair, der den Pass von Ihssen auf Kurka stibitzte und zum 19:19 traf (39.). 

Soest fiel vorne nichts mehr ein oder ließ zu viele klare Gelegenheiten aus. Nach Haakes Tor zum 16:19 (36.) gelang dem STV erst 16 Minuten später wieder ein Treffer aus dem Spiel, als Axel Loer einen Ballgewinn im leeren TSG-Tor unterbrachte. Dazwischen gelangen nur zwei Siebenmetertore durch Loer – und der „Hasenbau“ feierte zwischenzeitlich einen Vorsprung von drei Toren für die Gastgeber (24:21). 

Doch Loers Gegenstoßtor war noch einmal eine Initialzündung für den Soester TV, der mit einem Zwischensprint ausglich. Luis Gran wackelte sich auf Halblinks zum 25:25 durch. Doch wieder legte die TSG zwei Tore vor, weil hinten Dähne überragend hielt. Axel Loer brachte Soest mit seinem zehnten Tor und sechsten Siebenmetertreffer noch einmal auf ein Tor heran, doch im letzten Angriffsversuch fiel Gran der Ball aus der Hand. 

Die letzten 20 Sekunden spielte die TSG nach einer Auszeit clever runter und setzte per Siebenmeter den Schlusspunkt. 

Soester TV: Ihssen, Schlüter; Gran (3/2), A. Loer (10/6), Schönle (1), Haake (1), Wiggeshoff (1), Bekel, Zülsdorf, Müller, Tischer (1), Kurka (4), Falkenberg (5), Grundhoff.

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