STV meldet sich mit 28:25 über Ferndorf zurück im Kampf um Platz drei

Eigentlich sollte Julian Vukoja wegen des verletzten rechten Zeigefingers noch geschont werden. Doch wurde der Kreisläufer gebraucht, kam als siebter Feldspieler an den Kreis und wurde somit zur Geheimwaffe der Schlüsselträger gegen Ferndorf.
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Eigentlich sollte Julian Vukoja wegen des verletzten rechten Zeigefingers noch geschont werden. Doch wurde der Kreisläufer gebraucht, kam als siebter Feldspieler an den Kreis und wurde somit zur Geheimwaffe der Schlüsselträger gegen Ferndorf.

Soest – 16:13 führte der Soester TV im Oberliga-Duell mit dem TuS Ferndorf II, ehe alle Felle wegzuschwimmen drohten. Sieben Gegentore in Folge kassierten die Schlüsselträger. Doch Taktikfuchs Dirk Lohse zog die richtige Karte. Er brachte den siebten Mann, ging das Risiko ein, bei Ballbesitz ohne Torwart zu spielen. Er wurde belohnt. Mit 28:25 gewann der STV, meldete sich zurück im Kampf um Platz drei.

Geprägt war die Partie nach der vorherigen Ehrung der auf Kreisebene so erfolgreichen Soester Jugendmannschaften durch eine Vielzahl von Siebenmeter-Entscheidungen der Unparteiischen Himmelreich und Hooge. Das nutzte STV-Kapitän Max Loer weidlich aus. Am vergangenen Wochenende noch zweimal von der Marke gescheitert, bewies er diesmal Nervenstärke und verwandelte alle elf Strafwürfe – ein wesentlicher Faktor in der Endabrechnung.

Denn auf der Gegenseite wehrte Keeper Birk Muhr beim Stand von 25:25 einen Siebenmeter des Ferndorfers Sorg ab. Ohnehin war auch der Soester Torwart einer der entscheidenden Akteure, gelangen ihm doch nach dem 16:20-Rückstand sechs weitere Paraden. „Der hat das Soester Tor zugenagelt“, war Ferndorfs Trainer Michael Feldmann nach dem Schlusspfiff völlig frustriert.

Dabei sah er seine Farben nach einem anfänglichen 7:4 für Soest auf einem guten Weg, da den Schlüsselträgern mit zunehmender Spielzeit immer weniger einfiel im Spielaufbau. Schon die drei Tore zum 7:7 zeigten, dass es schwere Arbeit für die Hausherren werden würde. Ungewöhnlich dabei, dass die Schiedsrichter einen Konter der Gäste laufen ließen, nachdem die Soester den Ball bei einem Freiwurf auf den Boden gelegt hatten, der prompt vom Ferndorfer Michel stibitzt wurde.

Der Kreisläufer der Gäste bereitete dem STV ohnehin die größten Schwierigkeiten. Der Junioren-Nationalspieler war am Kreis nicht zu bremsen, machte elf Tore aus dem Spiel heraus. Dass der STV dennoch zwischendurch wieder mit drei Toren vorne lag, war auch den Wurfkünsten des Youngsters Luke Tischer auf der rechten Außenbahn zu verdanken.

Der Vorsprung schmolz schon vor der Pause auf 16:15, danach setzte es noch fünf Gegentore in Folge, ehe Lohse handelte und Julian Vukoja als zweiten Kreisläufer und damit siebten Feldspieler brachte. Darauf hatte Ferndorf keine Antwort. Der STV kam Tor um Tor heran, beim 24:24 zum Ausgleich und nach Muhrs Siebenmeter-Parade durch zwei Kreistore von Vukoja und Anton Schönle zur vorentscheidenden Führung. Robin Bekel machte den Deckel drauf.

Soester TV: Muhr, Ihssen; Schnorfeil, A. Loer, Vukoja (2), Schönle (3), Haake (1), Wiggeshoff (n.e.), Bekel (2), M. Loer (13/11), Tischer (3), Zülsdorf, Picht (4), Falkenberg.

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