Handball

Oberliga-Herren des STV gewinnen beim Drittligisten Ahlener SG

Torben Voss-Fels setzte in Ahlen auch im Rückraum Akzente.
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Torben Voss-Fels setzte in Ahlen auch im Rückraum Akzente.

Ahlen – Das hat ihnen richtig Spaß gemacht. Mit einem 33:28 (15:10)-Sieg beim Drittligisten Ahlener SG haben die Oberliga-Handballer des Soester TV ein Zeichen gesetzt.

„Wir sollten so ein Testspiel nicht überbewerten, doch hat schon vieles richtig gut geklappt“, freute sich Max Loer mit seinem Trainerkollegen Michael Jankowski über den gelungenen Auftritt.

An der Stätte, wo sie vor sechs Jahren letztmals auf der Platte standen und sich damals nach dem bereits feststehenden Aufstieg aus der Oberliga verabschiedeten, traten die Schlüsselträger in einer Art und Weise auf, als könnte die Saison schon morgen und nicht erst in gut einem Monat beginnen. „Die Jungs brennen“, weiß Loer um den Tatendrang seiner Schützlinge.

In der Friedrich-Ebert-Halle hatte der STV zunächst Startschwierigkeiten. So bekam die 6:0-Deckung David Wiencek, den flinken und zugleich wurfgewaltigen Bruder des Nationalspielers Patrick Wiencek, nicht in den Griff. Nach einem 4:6-Rückstand aber stellten Loer und Jankowski die Abwehr um, beorderten Robin Bekel in einer 5:1-Formation auf die Spitze. Mit schnellen Beinen störte er den Spielfluss der klassenhöheren Hausherren sehr effektiv.

Soester Oberliga-Handballer im Test in Ahlen

Die Folge waren einige unvorbereitete Abschlüsse der Gastgeber, die zur sicheren Beute von Schlussmann Birk Muhr wurden, der in der ersten Halbzeit neun Paraden zu verzeichnen hatte. „Da hat die Absprache zwischen Torwart und Abwehr mit zunehmender Spielzeit immer besser geklappt“, lobte Loer die Defensivarbeit. Sie ermöglichte auch einige Tempogegenstöße, die von flinken Akteuren wie Lars Wiggeshoff ausgenutzt wurden. Nach der Pause stand Routinier Veit Lichtenegger zwischen den Pfosten und machte seine Sache mit acht Paraden ebenfalls gut.

Im Aufbauspiel passten zunächst einige Kreuzungen nicht, wie Loer bemängelte. „Da wurde noch zu viel getippt“, fehlte ihm die Entschlossenheit. Spätestens nach einer Viertelstunde aber hatten sich die Bördestädter auch in der Offensive gefunden, die Laufwege stimmten nunmehr, dadurch kamen auch bessere Abschlüsse zustande. So traf Anton Schönle vom Kreis oder Torben Voss-Fels aus dem Rückraum.

Keine Knieprobleme mehr

Der Routinier machte dem Trainer ohnehin Freude: „Er bringt richtig Wucht hinein“, ist Loer begeistert, dass Voss-Fels erstmals seit gefühlt ewigen Zeiten keine Knieprobleme mehr hat. Dass zudem Luis Gran als genialer Anspieler brillierte und von der Marke aus sicher sieben Siebenmeter verwandelte, spricht ebenfalls für die gute Frühform der Schlüsselträger.

Dabei war der STV noch nicht einmal vollzählig in Ahlen angetreten. Axel Loer ist noch zurückhaltend, will sein im November operiertes Knie noch nicht zu sehr auf die Probe stellen. „Das muss er ganz nach eigener Gefühlslage entscheiden“, macht Trainer Loer seinem Bruder keinerlei Druck. Nicht an Bord waren in Ahlen zudem der erkrankte Neuzugang Nilas Praest sowie die privat verhinderten Max Picht, Björn Danz und Benni Haake.

Kurz-Trainingslager

Für das kommende Wochenende haben die STV-Herren ein Kurz-Trainingslager auf dem Programm. Eingebettet sind ein Spiel beim Drittliga-Topfavoriten Eintracht Hagen am Freitagabend (4. September) sowie ein Gastspiel in Ratingen am Samstagabend. Danach übernachtet die Mannschaft zusammen in Düsseldorf, wird die Gelegenheit nutzen, zum Beispiel einen Kapitän zu wählen.

STV: Muhr, Lichtenegger; Wiggeshoff (5), Schönle (6), Wolff (1), Tischer (1), Schnorfeil (3), Bekel, Vukoja (1), Falkenberg, Zülsdorf (4), Voss-Fels (3), Gran (9/7).

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