Erst Leichtathlet, dann zum Fußball
Sportlich aktiv war er bis zu seinem Tod. Mit seinem Hund drehte er täglich Runden und er gehörte jeden Morgen zu den Frühschwimmern im Werler Freizeitbad. Doch sein großes Streckenpferd waren die Werler Preußen. Eigentlich wollte Lothar Rüther sich schon als Jugendlicher den Preußen anschließen. Doch seine Eltern fanden, dass er als Jugendlicher bei den Leichtathleten der DJK GW Werl besser aufgehoben war. Dort feierte er im Speerwerfen, 100-Meter Lauf und Kugelstoßen große Erfolge.
Seine Fußballkarriere bei Preußen Werl begann erst mit 26 Jahren im März 1968. Zuvor spielte er erfolgreich in der Universitätsmannschaft. Er war ein Vollblutsstürmer, hatte Hans Lipiensky im Interview mit dem Verstorbenen im Preußen-Echo geschrieben. Doch wie Mannschaftskollege Horst Schütt weiß, war Lothar Rüther auf dem Platz wie im richtigen Leben ein Allrounder, den man überall einsetzen konnte. Der Fußball und die Preußen waren wichtiger Bestandteil seines Lebens. Nach seiner aktiven Laufbahn als Seniorenspieler schloss er sich den Altherren der Preußen an. Hier war er nicht nur erfolgreicher Spieler. Mehr als 30 Jahre wirkte er im Abteilungsvorstand mit.
Drei Jahre Vorsitzender
Im Gesamtvorstand der Preußen fungierte er drei Jahre als erster Vorsitzender. Als Geschäftsführer war Lothar Rüther ebenfalls im Hauptvorstand aktiv. Am Bau des Vereinsheims war er maßgeblich beteiligt. Er war bei den Preußen das „wandelnde“ Lexikon. Er konnte sich genau an viele Begebenheiten aus den 70er und 80er Jahren erinnern und gab diese geschichtlichen Erinnerungen gerne weiter.
Vielen Werlern ist Lothar Rüther noch als Lehrer bekannt. Bis zu seiner Pensionierung vor 14 Jahren war er fast 30 Jahre als Pädagoge an der Petri-Hauptschule. Er unterrichtete in den Fächern Mathematik, Physik und Technik.
Lothar Rüther hinterlässt seine Frau, zwei Kinder und ein Enkelkind.
Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 2. Juni, ab 9.30 in der Kapelle des Werler Parkfriedhofs statt.