Gold-Traum in Madrid geplatzt: Shara Hubrich wird Siebte bei Karate-WM

+
Enttäuschendes Resultat, aber tolle Erfahrung: Shara Hubrich, hier mit Vater und Trainer Roy in Borgeln, wurde Siebte im Einzel bei der Karate-WM.

Madrid - Der Traum von Einzel-Gold bei den Karate-Weltmeisterschaften in Madrid ist für Shara Hubrich vom TV Borgeln geplatzt. Am Ende sprang nur Platz sieben heraus. Sie hatte die Mission Titel in der Damen-Klasse bis 50 Kilogramm Kumite angetreten.

Die Vorzeichen waren am Wettkampftag nicht perfekt, da Hubrich geschwächt durch eine Infektion an den Start ging. In der ersten Runde des Hauptfeldes besiegte sie Amy Luke aus Schottland mit 4:0. Noch deutlicher wurde es gegen Katarina Susac aus Bosnien-Herzogowina, gegen die sie mit 6:0 gewann. 

In der dritten Runde wurde es eng. Nach einem 0:0 setzte sich Shara Hubrich erst nach einem Kampfrichterentscheid durch. Im Pool-Finale ging es gegen die starke Japanerin Miho Miyahara. An ihr biss sich die 21-Jährige die Zähne aus und verlor mit 0:1. Sichtlich gesundheitlich geschwächt, verlor Hubrich auch den nächsten Kampf in der Trostrunde gegen die Kroatin Jelena Pehar mit 0:1.

 „Das ist eine große Enttäuschung. Das Ziel war Gold, Platz sieben ist nicht zufriedenstellend. Durch die Infektion war es schwer, das soll aber keine Ausrede sein. Es war kein optimaler Tag und ich hätte mehr geben können. Miho Miyahara ist aber auch sehr stark“, zog Hubrich ein Zwischenfazit. Immerhin holte sie durch das Erreichen der Trostrunde wertvolle Weltranglistenpunkte für die Olympia-Qualifikation. 

Neben der Einzel-Konkurrenz trat Shara Hubrich im Team für Deutschland an. Hier kam das frühe Aus in der zweiten Runde. In der ersten Runde setzte sich das deutsche Team gegen Finnland durch. Die Borgelerin erreichte in ihrem Kampf ein 0:0-Unentschieden. Bei einem Sieg (3:1) und einer Niederlage (0:1) ihrer Teamkolleginnen, stand es 1:1 nach Punkten. Durch die bessere Einzelstatistik von 3:2 zog Deutschland in die zweite Runde ein. 

Weiter ging es am Freitagnachmittag gegen Serbien. Hier verloren die Deutschen mit 0:2 und mussten somit frühzeitig die Segel streichen. Shara Hubrich verlor dabei ihren Kampf mit 0:2. Nach der Niederlage ihrer Teamkollegin war das Aus besiegelt. „Wir hätten mehr leisten müssen“, sagte Shara Hubrich nach dem Kampf. 

Für die 21-Jährige ist das Turnier nun beendet, sie wird aber noch bis Montag in Madrid bleiben, um ihre Kollegen zu unterstützen. „Es war meine erste Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich und ein geiles Gefühl, dabeigewesen zu sein“, zog Shara Hubrich emotional ein versöhnliches Fazit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare