Großer Abend für den Soester Sport in Düsseldorf

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Die frühere NRW-Sportministerin Ute Schäfer überreichte Falk Wendrich den Newcomer-Felix-Award.

Soest - Welch ein Abend für den Soester Sport – nicht nur Comedian Johann König, bekanntlich aus der Bördemetropole stammend, trat auf die Bühne der Düsseldorfer Halle. Vielmehr spielten zwei junge Sportler aus der „heimlichen Hauptstadt Westfalens“ die Hauptrollen bei der Verleihung des Felix-Awards, bei der Ehrung der besten Sportler des Landes Nordrhein-Westfalen: Gina Lückenkemper und Falk Wendrich.

Wie der Anzeiger am Samstag berichtete, glänzten die beiden Soester Leichtathleten im Sprint und Hochsprung mit hervorragenden Leistungen und eroberten damit die Herzen der Sport-Fans in NRW. So zog Moderator Claus Lufen einen Vergleich zu Schwimmstar Franziska von Almsick im Interview mit Gina Lückenkemper und fragte, was sich in ihrem Leben durch diesen hohen Grad an Aufmerksamkeit geändert habe.

„Nicht viel, ich mache meinen Sport gern. Ich habe Spaß an der Freude, an allem, was ich so tue. Diesen Spaß will ich weiterhin behalten. Solange ich das schaffe, werden da auch ordentliche Leistungen bei herauskommen“, kündigte Lückenkemper an und erzählte, dass sich ihre Staffelkollegin Rebecca Hase gut gemacht habe während der Reiterferien auf dem Rücken ihres Pferdes Picasso.

Dass sie in der mit Abstand umkämpftesten Kategorie des Votings mit den über hunderttausend Teilnehmern gewonnen hat, obwohl sie, so Lufen, keine Welt- oder Europameisterschaft gewonnen hat, schmeichelt Lückenkemper. Die Soester Sprinterin: „Ich bin schon überrascht, vor allem, wenn man sich anguckt, was da für eine Konkurrenz ist. Das sind alles herausragende Sportlerinnen, die da nominiert waren. Es ehrt mich besonders, dass ich mich da durchsetzen konnte mit meinen Leistungen in diesem Jahr.“

Während Comedian Johann König eingestand, dass seine beste Sportart das Liegen ist, während er Yoga und Tennis nur ausübe, indem er seiner Frau dabei zuschaue, begeisterte bei den Newcomern Falk Wendrich die Online-Voter am meisten. „Damit wäre man bei der Erwachsenen-Weltmeisterschaft Bronzemedaillengewinner geworden“, hob Moderator Claus Lufen hervor, als er die übersprungenen 2,29 Meter des Soesters bei der Universiade erwähnte, um zugleich darauf zu verweisen, dass Wendrich schon vor einigen Jahren ganz hoch hinaus gekommen war.

Der Soester Hochspringer bestätigte: „Ich bin gar nicht richtiger Newcomer, sondern eher Recomer. Dazwischen, das sage ich ganz offen, habe ich an Depressionen gelitten. Aber jetzt habe ich wieder Freude am Leben. Der Erfolg ist aus Freude passiert und aus Spaß am Training, ohne Wille.“

Er betonte, dass die Experten der Robert-Enke-Stiftung ihn wieder auf den richtigen Weg gebracht hätten. „Der Knackpunkt war Südafrika. 2015 bin da schon rumgerannt, habe mich wie ein Geist gefühlt, hatte kein Interesse an sozialen Kontakten. Dieses Jahr hingegen war einfach phantastisch. Ich freue mich schon auf 2018 in Südafrika“, verwies der Soester auf das Trainingslager.

Auf die Frage nach den Zielen sprach Falk Wendrich von einem Traum beim Blick auf 2018: „Der Deutsche Rekord liegt bei 2,37 Metern. Davon träume ich. Erst einmal will ich aber zur EM. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, wozu ich fähig bin.“

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