Fußballer, Trainer, Veranstaltungskaufmann - Christopher Risse ist ein sportlicher Tausendsassa

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Christopher Risse

Soest – Der 23-jährige Christopher Risse ist in der Soester Sport-Szene aus verschiedenen Gründen bestens bekannt.

 Zuletzt stand seine Abschlussprüfung zum Veranstaltungskaufmann an, nun wartet er auf die Ergebnisse. Sein Ausbilder war „Mr. Hellweg-Solution“ Ingo Schaffranka, und so erlebte der Azubi spannende Monate zwischen Lake Run, Silvesterlauf und vielen Events mehr und stand hier oft in der ersten Reihe.

 Außerdem ist der junge Fußballtrainer bereits B-Lizenz-Inhaber und momentan in der Talentförderung beim MFFC Soest tätig. Selbst tritt er seit 14 Jahren im Großraum Soest vor das runde Leder. „Zum Fußball bin ich nach dem deutschen WM-Sommermärchen 2006 zunächst bei der DJK Westfalia Soest gekommen“, berichtet Risse, der die Soester Fußballvereins-Fusion mitmachte und erst 2016 zum TV Borgeln wechselte.

 Hier erlebte er sein erstes Seniorenjahr, wechselte dann allerdings zu den Sportfreunden Soest-Müllingsen. Damit verbindet er eine oft „aufgewärmte“ Anekdote: „Nach meinem Wechsel nach Müllingsen hatten wir gleich ein Spiel gegen Borgeln und ich saß zunächst auf der Bank und weiß noch wie mir ein ‘Auf geht’s, TV Borgeln!’ herausgerutscht ist.“ Da hatten alle Beteiligten ihren Spaß. 

Ansonsten ist der angehende Veranstaltungskaufmann aber bestens sortiert und schaffte in der abgebrochenen Saison 19/20 mit den B-Mädchen des MFFC das Minimalziel Klassenerhalt ungefährdet. Von seinen 14 Spielerinnen waren zwölf Altjahrgang-Spielerinnen, die nun in den Frauenbereich wechseln. So bleiben für die neu zu formierende Bezirksliga-Mannschaft 20/21 ganze zwei Aktive: „Das wird eine spannende Spielzeit mit einer ganz jungen Mannschaft der Jahrgänge 2004 bis 2007, in der wir erneut die Liga halten wollen und inbesondere die vielen jungen Talente fördern und fordern wollen, die auch durch zusätzliche Testspiele wertvolle Erfahrungen sammeln sollen.“ 

Trainer wurde Risse 2013, als ihn seine Lehrerin Andrea Gefeke an der Christian-Rohlfs-Realschule ansprach, ob er sich vorstellen könne bei Westfalia Soest eine F-Jugend zu trainieren, in der seinerzeit ihr Sohn spielte. Das Interesse am Trainer-Dasein war beim damals 16-Jährigen geweckt und bereits 2014 entschloss er sich, die Trainer-C-Lizenz des Deutschen Fußball-Verbandes (DFB) zu erwerben. Schon 2018 folgte die erfolgreiche Prüfung zur DFB-B-Lizenz, die „Chrissi“ Risse beim Hessischen Fußball-Verband erwarb, weil in Nordrhein-Westfalen alle Lehrgänge ausgebucht waren. 

Im Rahmen seines B-Lehrgangs lernte er unter anderem Profi Baris Özbek kennen, der für Union Berlin und den MSV Duisburg aktiv war. Mit seinen Soester Mädchen trainert er aktuell unter Corona-Auflagen im technischen und koordinativen Grundlagen-Bereich und verschafft sich einen ersten Eindruck seiner neu zusammengestellten Mannschaft. Nach seinen Anfängen bei der Westfalia hatte Risse ab 2015 dreieinhalb sehr gute Trainer-Jahre in einem „tollen Umfeld“ bei der TuS Wickede, kam aber 2019 zum MFFC, auch weil zwei Minuten Fußweg zum Platz einen Unterschied zu einer fast halbstündigen An- und Abreise mit dem Auto bilden. 

Mittelfristig überlegt der engagierte B-Lizenz-Inhaber auch in der Trainer-Aus- und Fortbildung – einem absolut „spannenden Spielfeld“ – tätig zu werden. Selbstverständlich ist Risse traurig, dass in diesem Jahr die „Hellweg Solution“-Events der Corona-Pandemie „zum Opfer fielen“ und antwortet auf die Frage zur momentanen Masken-Pflicht: „Die finde ich grundsätzlich wichtig, aber sie hätte von Anfang an von Bedeutung sein müssen. 

Der späte Zeitpunkt der Vorschrift ist nicht nachvollziehbar.“ Der vielseitige 23-Jährige arbeitet gelegentlich in der Gastronomie in den Betrieben seines Vaters Manfred Wieners und ist in der „Zwiebel“, „Aloisius“ und Co. permanent mit den empfindlichen Nebenwirkungen von Covid 19 konfrontiert.

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