Über 90 Kinder an drei Tagen dabei

Fußballcamp beim BV Bad Sassendorf: Kinder strahlen mit Sonne um die Wette

Mit großem Eifer und viel Spaß dabei waren die Kinder beim der Fußballschule des BV Bad Sassendorf.
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Mit großem Eifer und viel Spaß dabei waren die Kinder beim der Fußballschule des BV Bad Sassendorf.

Ein Trainer, der sich vor (gespielter) Verzweiflung auf den Boden schmeißt, Kinder, die mit der Sonne um die Wette strahlen, und Jugendliche, die mit vollem Ehrgeiz versuchen, ins Tor zu köpfen, oder eben ein Gegentor verhindern wollen.

Bad Sassendorf – Das dreitägige Trainingscamp der Fußballschule des Bundesligisten VfL Bochum im Sportzentrum Bad Sassendorf lockte von Freitag bis Sonntag mehr als 90 Kinder auf den Rasen- und Kunstrasenplatz des BVS – und am Sonntag zahlreiche Eltern und Geschwister bei strahlendem Sonnenschein an den Spielfeldrand.

Sebastian Tyrala hatte dabei eine Doppelfunktion inne: Der frühere Profi von Borussia Dortmund, VfL Osnabrück und SpVg Greuther Fürth holte zum einen als Jugendleiter des BVS die Fußballschule zum zweiten Mal in den Kurort. Und er war auch als Trainer der VfL-Fußballschule aktiv.

Er bat am Sonntag seine Gruppe zu einem Kopfballspiel, in dem den Köpfenden der Ball von der Grundlinie zugeworfen wurde – und anschließend musste dieser nach seinem Versuch selber ins Tor und versuchen, den folgenden Ball der gegnerischen Gruppe zu halten.

Es dauerte, bis die Übung zur Reaktions- und Handlungsschnelligkeit einigermaßen reibungslos klappte – und als es zwischenzeitlich chaotisch wurde, schmiss sich Tyrala eben auf den Boden. Aber er erklärte die Übung geduldig immer und immer wieder, bis es einen richtig spannenden Wettkampf untereinander gab.

BVS-Jugendleiter Sebastian Tyrala mit Kerry Baier (l.) und Hannah Brune.

Später mussten die Kinder und Jugendlichen durch einen Stangenparcours laufen und Leibchen in ein Hütchenfeld werfen – als eine Art Tic-Tac-Toe. Nun kannten das Spiel nicht alle und einige wollten auch gerne eine Abkürzung nehmen.

„Da steckt schon richtig was drin. Die Aufgaben sind anspruchsvoll, aber die Kinder sollen Spaß haben und glücklich nach Hause gehen“, sagte Benjamin Adamik, Leiter der VfL-Fußballschule.

Es war die dritte Ausrichtung eines Fußballcamps durch die Bochumer nach der langen Corona-Pause. Die erste gab es Ende Mai in Hattingen. „Aber wir hatten bislang noch nicht so viele Kinder dabei wie hier“, sagte Adamik weiter.

„Trainieren wie die Profis - und mit den Profis“

Die Philosophie, die der Bundesliga-Aufsteiger verfolgt, lautet: „Trainieren wie die Profis – und mit den Profis.“ So waren insgesamt sieben Trainer – darunter auch ein Torwarttrainer – dabei, darunter mit Dariusz Wosz Christian Schreier, Michael Bemben oder Axel Sundermann weitere frühere Bundesliga-Profis. „Die können den Kindern doch noch aus ihrer eigenen Erfahrung andere Sachen beibringen als die Vereinsjugendtrainer“, nennt Adamik einen weiteren Mehrwert der sechs Einheiten an den drei Tagen.

Dazu sollen auch Werte wie Gemeinsinn und Rücksichtnahme vermittelt werden – und das Hauptziel werde auch erreicht: „Die Kinder werden auch ein bisschen besser – mehr geht in drei Tagen ja auch nicht“, sagt Adamik. Zum Abschluss gab es für alle noch Urkunden und Pokale. Und falls ein riesiges Talent dabei ist, wird dieses auch erkannt – so findet quasi nebenbei auch ein Scouting statt.

Es ist sehr abwechslungsreich und es macht Spaß mit den verschiedenen Trainern.

Kerry Baier, Teilnehmerin der Fußballschule.

Zum Abschluss gab es ein Turnier, das spielte etwa Bayern München in blauen Trikots gegen Borussia Dortmund mit gelben Leibchen.

„Es ist sehr abwechslungsreich und es macht Spaß mit den verschiedenen Trainern“, sagte Kerry Baier. Die Elfjährige von der JSG Lippetal war erstmals dabei, aber bestimmt nicht das letzte Mal. „Die Trainer sind gut und die Aufgaben machen Spaß“, sagte auch Jannis Wilkow. So mussten er und die anderen Teilnehmer am Samstag in einem Technikparcours den Ball immer wieder gegen Barrieren schießen und sich anschließend umdrehen, um den Ball gegen andere Wände zu schießen –damit sollte der Doppelpass simuliert werden.

„Es hätte nicht besser laufen können. Wir haben beste Bedingungen und es soll ja auch Spaß machen“, war auch Sebastian Tyrala zufrieden, und: „Wir haben nur positive Resonanz von den Eltern und Kindern bekommen.“

Und nach der langen Corona-Pause waren alle froh, dass die Kinder wieder für längere Zeit auf den Sportplatz durften. „Wir haben alle Corona-Regeln eingehalten. Das war überhaupt kein Problem“, sagt Tyrala, diesmal als verantwortlicher Veranstalter. Ob das Angebot auch im kommenden Jahr wiederholt wird? „Auf jeden Fall. Wir haben mit dem VfL Bochum auch einen coolen Partner“, sagte Tyrala abschließend.

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