Fußball-Nachwuchs zeigt Müttern und Vätern die Grüne Karte

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Am Buchenwald zeigten die Welveraner und Westönner E-Junioren ihren Vätern und Müttern die Grüne Karte.

Kreis Soest – In der Regel sind Eltern dazu da, ihren Kindern etwas beizubringen. Am Samstag wurde auf vielen Sportplätzen landauf, landab dieses Prinzip umgekehrt. Denn die Nachwuchskicker aus den Altersklassen der E- und F-Junioren verdeutlichten ihren Müttern und Vätern, wie sie sich am Rande des Fußballplatzes zu verhalten haben.

Sie zeigten vor dem Anpfiff des ersten Spieltages ihren Eltern die Grüne Karte mit dem Tenor „Fair bleiben, liebe Eltern“. Die fußballbegeisterten Erwachsenen werden bei dieser landesweiten Aktion dazu aufgerufen, sich an fünf Gebote zu halten, wenn sie bei den Spielen ihrer Sprösslinge zuschauen: 

1. Danken statt zanken: Zeige Respekt gegenüber allen Beteiligten. 

2. Vergnügen statt Rügen: Stelle den Spaß in den Vordergrund. 

3. Loben statt Toben: Ermutige durch positive Rückmeldungen. 

4. Erlebnis statt Ergebnis: Lass das sportliche Resultat nicht über allem stehen. 

5. Vorbild statt fuchsteufelswild: Sei Dir Deiner Vorbildfunktion bewusst. 

Erich Kreyenbrink, Vorsitzender Kreisjugendfußballausschusses, sprach auf Nachfrage von einem positiven Feedback, das er und seine Staffelleiter am Wochenende bekommen haben: „Bei den meisten Vereinen ist es gut gelaufen, wir haben uns vor Ort auch einen Überblick verschafft.“ Wo in einigen Ausnahmefällen die Aktion nicht durchgeführt wurde, werden die Vereine um Stellungnahmen gebeten. 

Ähnliche Fair-play-Regeln stellt der FLVW-Kreis Soest schon seit vielen Jahren in den Vordergrund. So haben zwischen Möhne und Lippe Eltern nichts am Spielfeldrand zu suchen, sondern haben sich hinter der Bande aufzuhalten. Auch wird im Kreis Soest bei den beiden jüngsten Altersklassen (G- und F-Junioren) ohne Wertung gespielt. 

Ein wichtiges Anliegen ist den Verantwortlichen in Soest, Werl und Umgebung zudem, dass Trainer und Betreuer überlegener Mannschaften bei zu hohen Ergebnis- und Leistungsunterschieden ein wenig auf den Spielverlauf eingewirken. „Wir wünschen uns, keine Ergebnisse im zweistelligen Bereich zu sehen, bei denen die gegnerische Mannschaft massiv unterlegen ist“, macht Luca Bahne vom Kreisjugendfußballausschuss in einem Schreiben an alle Vereine deutlich. 

Bei Ergebnisdifferenzen von mehr als zehn Toren erfolgt eine Mail an den Verein, mit dem oben genannten Hinweis. Diese Hinweise werden nach der Findungsrunde und der Saison vom Kreisjugendfußballausschuss ausgewertet und in Zusammenarbeit mit dem Verband unter dem Gesichtspunkt der Philosophie Kinderfußball besprochen.

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