Fußball

Landesligist Hilbeck startet mit Neuzugängen aus dem Ruhrgebiet

Trainingsauftakt beim SV Hilbeck: (oben von links) Trainer Heiko Hofmann, Dennis Idczak, Rafael Kovac, Kai Hartmann, Co-Trainer Kai Niggemann, (unten von links) Umut Algan, Maurice Kutzka, Ahmad Alhassan, Ömer Güvenci, Noel Scholz. Es fehlen die Urlauber Bünyamin Tas, Finn Baetzel und Semih Karaca. Foto: Wilms
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Trainingsauftakt beim SV Hilbeck: (oben von links) Trainer Heiko Hofmann, Dennis Idczak, Rafael Kovac, Kai Hartmann, Co-Trainer Kai Niggemann, (unten von links) Umut Algan, Maurice Kutzka, Ahmad Alhassan, Ömer Güvenci, Noel Scholz. Es fehlen die Urlauber Bünyamin Tas, Finn Baetzel und Semih Karaca.

Hilbeck – „Es ist schon erstaunlich. Aber die Jungs kommen von selber auf uns zu, dann laden wir sie selbstverständlich zum Probetraining ein!“ Heiko Hofmann, Trainer beim Landesligisten SV Hilbeck, ist ganz begeistert, dass der Name seines Vereins im Ruhrgebiet offenbar einen guten Klang hat.

„Da wir nun schon seit Jahren in der Staffel 3 spielen, werden Spieler aus dem Dortmunder Umfeld auf uns aufmerksam“, scheinen die Schwarz-Gelben sich zu einer Anlaufstelle für Talente aus dem schier unerschöpflichen Reservoire von Nachwuchsspielern aus dem Ruhrgebiet zu entwickeln.

Das wollen die Werler Vorstädter nutzen, um sich weiter in der Landesliga zu etablieren, wie dies trotz so mancher enger Abstiegskämpfe in den vergangenen Jahren immer wieder gelungen ist. Seit 2014 gehören die Schwarz-Gelben der Landesliga an, wollen in der kommenden Saison von Anfang an keine Zweifel aufkommen lassen, dass sie mit dem Kampf um den Klassenerhalt nichts zu tun haben wollen.

Eine Einheit formen

Dabei kommt auf Trainer Heiko Hofmann und seinen Co Kai Niggemann die Aufgabe zu, aus den zahlreichen Neuzugängen und dem vorhandenen Kader eine Einheit zu formen. „Das ist jedes Jahr eine Herausforderung, egal ob es zwei oder zehn Leute sind“, geht Heiko Hofmann gelassen, aber auch voller Tatendrang an die Arbeit. „Wir mussten einerseits viele Leute holen, nachdem uns einige Spieler verlassen haben. Andererseits machen wir den Umbruch aber auch bewusst, haben bei der Auswahl der Neuzugänge darauf geachtet, dass sie charakterlich zu uns passen. Denn der Zusammenhalt ist uns wichtig“, betont Hofmann.

Dass es nun an die zwei Dutzend Spieler geworden sind, ist Abteilungsleiter Lukas Dörholt zufolge durchaus gewollt. Denn nur auf diese Art und Weise könne gewährleistet werden, dass es personell nicht eng wird, wie es dem SVH in den vergangenen Jahren immer wieder mal passiert ist, wenn eine Serie von Verletzungen für zahlreiche Ausfälle gesorgt hatte.

Spielpraxis in der Reserve sammeln

Die ganz jungen Spieler, die Hilbeck ganz bewusst als mögliches Sprungbrett nutzen wollen, müssen aber auch damit rechnen, dass sie Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln müssen. „Wir haben sie im Probetraining getestet, da ist Potenzial für die Erste“, haben für Hofmann alle Akteure die Chance. Doch ist eben auch mehr als wahrscheinlich, dass nicht alle Spieler aus dem Kader sofort in der Landesliga zum Einsatz kommen können. Insofern ist es für den SVH gut, dass die Reserve in der A-Liga spielt.

Dass seine Mannschaft weiterhin der Staffel 3 angehört, sieht Hofmann mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits verpasst der SVH mögliche Derbys gegen direkte Nachbarn wie Bönen, Wiescherhöfen und Bockum-Hövel. Andererseits kennt sich die Mannschaft in der Staffel 3 aus. „Wir wissen, was auf uns zukommt“, so Hofmann, der aber ohnehin in den Vordergrund rückt, die eigene Spielphilosophie auf dem Platz umzusetzen.

Auf dem Weg dahin werden die Hilbecker fünf Testspiele absolvieren, dazu das mit Spannung erwartete Pokal-Halbfinale in Westönnen. Abzuwarten bleibt bei einem Sieg im Halbfinale, für wann das Endspiel terminiert wird. Mit dem Punktspielstart ist laut Verband am 6. September zu rechnen.

Neuzugänge: Noel Scholz (Preußen Werl), Bünyamin Tas (SVW Soest), Dennis Idczak (SV Herbern), Kai Hartmann (W. Rhynern), Finn Baetzel (Wiescherhöfen), Semih Karaca (Eintr. Werne), Ahmad Alhassan (Schüren), Ömer Güverci (Erkenschwick), Rafael Kovac (SC Weitmar), Maurice Kutzka (Hammer SV), Umut Algan (TSC Hamm)

Vom alten Kader bleiben:

Tor: Christopher Sander, Silas Wiehoff

Feld: Nico Danne, Daniel Freitag, Nils Rosenkranz, Aaron Siepmann, Philipp Schnettker, Yasin Toy, Sezer Tütüncüoglu, Florian Hünnies, Ben Peppersack, Felix Pannewig, Nazim Hadzibulic, Ricardo Puppe

Abgänge: Mo Jabri, Serge Mugisha, Ahmet Acar (alle TSC Kamen) Anil Saraman (Hammer SpVg) Mergim Deljiu (FC Kray), Jannik Schriek (SV Hüsten)

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