SV Hilbeck schießt sich auf Platz zwei – Auch SVW Soest siegt – Ostinghausen und Bremen ohne Punkte

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Dominik Koch stellte mit diesem Kopfball zum 1:0 die Weichen auf Sieg für den SV Hilbeck im Spitzenspiel der Bezirksliga 7 gegen Westfalen Liesborn. Am Ende gewann das Dambrowsky-Team klar mit 4:0.

KREIS SOEST - Durch ein 4:0 im Spitenspiel gegen Liesborn kletterte der SV Hilbeck auf Rang zwei. Der SVW Soest setzte sich in einem turbulenten Spiel gegen Neubeckum mit 5:3 durch, während Ostinghausen (0:3 in Ahlen) und Bremen (0:4) in Herringen) keinen guten Tag erwischten.

SV Hilbeck – Westfalen Liesborn 4:0. Der SV Hilbeck ist auf den zweiten Platz der Bezirksliga 7 geklettert. Im Spitzenspiel gegen Westfalen Liesborn gab es einen 4:0-Sieg; damit überholte der SVH den Gegner und auch den SuS Bad Westernkotten, der im zweiten Topspiel 0:0 beim Tabellenführer TuS Wiescherhöfen spielte.

Das Spiel der Hilbecker gegen Liesborn war aber bei weitem nicht so klar, wie es das Endresultat erscheinen lässt. „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen, das war für uns ein hartes Stück Arbeit“, meinte denn auch Trainer Alf Dambrowsky nach dem Spiel. Er lobte seine Mannschaft für ein erstklassiges Auftreten, auch wenn sie nicht wie in anderen Spielen dominiert habe. Gegner Liesborn war aber auch nicht von Pappe, zeigte sich als zweikampfstarke Mannschaft, die defensiv gut stand. Gleiches galt für den Gastgeber, der im ganzen Spiel kaum Chancen für die Elf von Trainer Markus Klingen zuließ. So hatte Torwart-Oldie Werner Kaiser kaum etwas zu tun. Insgesamt war die ganze erste Halbzeit arm an Höhepunkten, da sich auch der SVH offensiv nicht wie gewohnt in Szene setzen konnte.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Schrecken für den Gastgeber, als der Schiedsrichter – für Dambrowsky völlig unverständlich – auf Rückpass entschied; der Freistoß im Strafraum wurde aber vom SVH abgewehrt. Wenige Minuten danach köpfte Dominik Koch eine Siepmann-Ecke zum 1:0 ein. Etwas später schoss Sascha Eckert knapp vorbei. In der 59. Minute pfiff der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Hilbecker Strafraum einen Elfmeter; Werner Kaiser hielt den Schuss von Jürgen Fahnenstiel fest. Sekunden später die Vorentscheidung: Praktisch im Gegenangriff legte Andreas Neumann den Ball an den Fünfmeterraum zurück auf Daniel Diers, der locker zum 2:0 einschob. Wenig später eroberte Diers in toller Manier den Ball, seinen Rückpass setzte Leon Schmitz aber knapp am Tor vorbei.

In der Folge brachte Liesborn das Hilbecker Tor nicht ernsthaft in Bedrängnis; der Gastgeber hielt hinten dicht, bei hohen Bällen war Kaiser auf dem Posten. Auf der Gegenseite verpasste Dominik Koch den Ball nur knapp. Wenig später machte es Timo Hilse bei seinem Comeback besser. Bei einem Konter schickte er Philipp Sterthoff auf der linken Seite, bekam von seinem Mitspieler den Ball zurück und erhöhte auf 3:0.

Den Schlusspunkt setzte Sterthoff persönlich. Nach einem missglückten Schlag des Liesborner Keepers bekam er den Ball und schoss aus gut 35, 40 Metern über den weit vor seinem Tor stehenden Hronek zum Endstand ins Netz. Sekunden später pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. „Ich bin stolz auf meine Jungs“, so Dambrowsky.

SV Hilbeck: Kaiser, Schmidt, Neumann, Busemann, Koch, Siepmann, Schmitz (77. Hilse), Eckert, Diers (74. Busch), Renninghoff (64. Overmann), Sterthoff.

Westfalen Liesborn: Hronek, Nölle, Westerschulte, D. Pejic (73. Gaubatz), M. Pejic, D. Fahnenstiel, J. Fahnenstiel, Holtmann (71. Jelden-Thurm), Nitsche (62. Drees), Knüwer, Große Wenker.

Schiedsrichter: Fink (Lüdinghausen).

Tore: 1:0 Koch (52.), 2:0 Diers (60.), 3:0 Hilse (84.), 4:0 Sterthoff (90.).

Soest drehte nach der Pause auf

SVW Soest – SV Neubeckum 5:3. Der SV Westfalia Soest hat mit einem 5:3 gegen Kellerkind SV Neubeckum den dritten Bezirksliga-Sieg in Folge eingefahren.

Sekunden vor der Pause war dieser aber in ganz weite Ferne gerückt, denn die Soester hatten sich in einem verrückten Spiel gerade das 1:3 gefangen. Dabei hatten die Gastgeber gegen sehr tief stehende Beckumer zwar sicherlich Ballbesitzzahlen wie zuletzt der FC Bayern München in der Bundesliga häufig, ließen aber jeden Druck nach vorne vermissen.

„Wir haben den Ball immer wieder von links nach rechts geschoben, es aber kaum einmal geschafft unsere Offensiven in den Halbräumen vor dem Strafraum anzuspielen“, ärgerte sich Trainer Klaus Borschel. So blieb das frühe 1:0 durch Hinne-Schneider (13.) nach starker Dolbisch-Vorarbeit auch die einzige richtig gute Möglichkeit.

Neubeckum schoss in der 34. Minute erstmals auf das SVW-Tor und traf durch Zwoll sofort zum Ausgleich. Allerdings war dieser Treffer irregulär, hatte Passgeber Özdemir zuvor klar im Abseits gestanden. Nun waren die Soester aber plötzlich völlig von der Rolle und leisteten sich noch zwei folgenschwere Blackouts. In der 40. Minute stand Innenverteidiger Schuerhoff völlig falsch und Gurtsching hatte so keine Mühe die Gäste in Führung zu bringen. Sekunden später hieß es sogar 1:3, nachdem Zwoll aus 25 Metern einfach mal abgezogen hatte und der deutlich zu weit vor dem Tor stehende Rupp nicht mehr eingreifen konnte.

Soest hatte dann Glück, dass Neubeckum die Gastgeber noch vor dem Pausenpfiff ins Spiel zurückholte, als Diasonama im Strafraum umgestoßen wurde und Werthschulte den Elfmeter sicher verwandelte.

Zu Hälfte zwei kam die zuvor so schläfrige Westfalia wie verwandelt zurück auf den Kunstrasen, schnürte die Gäste pausenlos und mit extrem viel Pauer in der eigenen Hälfte ein. „Die Tore waren dann nur noch eine Frage der Zeit. Von Neubeckum kam dann ja gar nichts mehr, die waren schon nach einer Stunde völlig platt“, so Klaus Borschel.

Nachdem Werthschulte, Fernandez und Diasonama zuvor schon drei Hochkaräter vergeben hatten, nutzte Tas einen unberechtigten Handelfmeter zum längst überfälligen Ausgleich (66.). Nur fünf Minuten später lag Soest wieder vorne. Der zusammen mit Kapitän Maxi Brenk im Zentrum nun überragend aufspielende Hinne-Schneider schlenzte den Ball aus 17 Metern genau in den linken Winkel.

Neubeckum stemmte sich jetzt zwar noch einmal gegen die drohende Niederlage, wurde wieder etwas offensiver, aber den Gästen fehlte einfach die Klasse um noch einmal zu treffen. Stattdessen machte Werthschulte mit einem Konter endgültig alles klar (90.).

SVW Soest: Rupp, L. Brenk, Schuerhoff, M. Brenk, Hinne-Schneider, Tas, Martens (54. Nicolai), Dolbisch, Bücker (66. Kosharnyi), Diasonama (54. Paya Fernandez), Werthschulte.

SV Neubeckum: Gerdhenrich, Mense, Walmann, Plugge, Meier, Basarir, Caterisano (14. Gurtsching), Wiemann, Özdemir, Zwoll, Kunz.

Tore: 1:0 Hinne-Schneider (13.), 1:1 Zwoll (34.), 1:2 Gurtsching (40.), 1:3 Zwoll (45.), 2:3 Werthschulte (45./FE), 3:3 Tas (66./HE), 4:3 Hinne-Schneider (71.), 5:3 Werthschulte (90.).

„Kein Kommentar“ von Gabriel

SVF Herringen – TuS BRemen 4:0. „Es gibt Momente, da verkneift man sich besser einen Kommentar. Sonst sage ich etwas, was ich später bereue. Darüber muss ich erst einmal eine Nacht schlafen!“ Oliver Gabriel, Spielertrainer des TuS Bremen, war nach der 0:4-Schlappe seiner Mannschaft beim SVF Herringen offensichtlich bedient, wollte die Leistung seiner Spieler nicht kommentieren. Die Niederlage sei auf jeden Fall verdient und entspreche auch in der Höhe dem Spielverlauf, sagte er nur. Seine Mannschaft rutschte damit hinter den gestrigen Gegner ab, der mit dem klaren Sieg die Husaren in der Tabelle überholte. Drei Punkte beträgt der Bremer Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Gastgeber Herringen, mit großen Erwartungen in die Saison gegangen, war von Anfang an die bessere Mannschaft und ging durch Marius Michler bereits in der siebten Minute in Führung. Grzesch erhöhte in der 29. Minute auf 2:0 – das war auch der Pausenstand.

Nach einer Beleidigung eines Gegenspielers sah der Herringer Nico Schiller zwar die rote Karte (49. Minute), aber das änderte praktisch nichts am Spiel. Zwar hatten die Gäste nur vier Minuten später ihre erste Torchance. Nach Vorarbeit von Tobias Schumacher verfehlte Daniel Borucki aus elf Metern knapp. Nach dem kurzen Schock fand der SVF Herringen aber zurück ins Spiel, und der TuS Bremen lief dem Ball trotz Überzahl nur hinterher. „Ich glaube, wir haben nur ein- oder zweimal auf das Tor geschossen“, so Gabriel. Herringen war klar gefährlicher, blieb trotz Unterzahl die bessere Mannschaft. Grzesch traf in der 75. Minute zum 3:0, Kastilan in der 82. Minute zum 4:0-Endstand.

SVF Herringen: Zielinski, Hulboj, Hrubesch, Faros, Herkt, Schiller, Nuß, Doumbia (69. Markandesar), Grzesch, Hesse (78. Kastilan), Michler (79. Düser).

TuS Bremen: Michel, Borucki, Russo, Cramer, Sauer (46. Feldmann), Sivayoganathan, Steinrücke (46. Krishnapillai), Gabriel, Schumacher, Di Lecce, Wilmes (23. Müller).

Tore: 1:0 Michler (7.), 2:0 Grzesch (29.), 3:0 Grzesch (75.), 4:0 Kastilan (82.).

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Schiller (Herringen, 49.), wegen Beleidigung eines Gegenspielers.

Ostinghausen mit zu vielen Fehlern

Vorwärts Ahlen – SF Ostinghausen 3:0. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga mussten die SF Ostinghausen am Sonntag einen weiteren Rückschlag hinnehmen, verloren bei Vorwärts Ahlen unnötig mit 0:3 (0:1).

„Es gelingt uns einfach immer noch nicht die Fehler abzustellen. Wir müssen jetzt weiterarbeiten, aber allmählich erwarte ich jetzt mal, dass ein Lernprozess zu erkennen ist“, sagte Trainer Alex Cirivello angefressen.

Ostinghausen erwischte zunächst den besseren Start, aber Litzbarski scheiterte mit einer guten Schussgelegenheit am Vorwärts-Keeper (7.). Im Anschluss entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem Ahlen die beste Chance hatte, mit einem Kopfball aber an der Querlatte scheiterte. „Insgesamt waren wir aber trotzdem gut im Spiel, geraten dann aber völlig unnötig in Rückstand“, schimpfte Cirivello.

Bei einem Ahlener Freistoß von der Mittellinie spielten die Sportfreunde auf Abseits. Die Falle schnappte jedoch nicht zu und so gingen die Platzherren durch eine Kopfballbogenlampe über Keeper Garnatz hinweg in Führung (27.). „Die Jungs wissen genau, wie sie sich bei einem Freistoß verhalten sollen, machen es dann im Spiel aber doch wieder ganz anders“, ärgerte sich Cirivello.

Schon kurz nach der Pause riskierte Ostinghausen dann deutlich mehr, stellte in der Abwehr von einer Vierer- auf Dreierkette um und versuchte nun Druck aufzubauen. Die Gäste hatten auch deutlich mehr vom Spiel, drängten Ahlen in die Defensive, entwickelten vorne aber zu wenig Durchschlagskraft. Die wenigen Chancen ließen Kern und Litzbarski ungenutzt. Als Ahlen dann in der 75. Minute einen Konter gewinnbringend mit dem 2:0 abschloss, war der Widerstand der Gäste gebrochen.

„Unsere Moral war dann am Boden und das Spiel entschieden“, sagte Cirivello. In der Schlussphase erhöhte Vorwärts durch einen zweifelhaften Foulelfmeter sogar noch auf 3:0. - wm

SF Ostinghausen: Garnatz, Lörcks (52. Coskunoglu), Gärtner, Cräsing, Litzbarski (70. El-Khatib), Kern, Stegemann, Haag, Mackenbrock, Erdöl (65. Mattausch), Averhage.

Tore: 1:0 (27.), 2:0 (75.), 3:0 (80./FE).

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