1. Soester Anzeiger
  2. Sport
  3. Lokalsport

Im Oster-Gipfel treffen die zwei heißesten Eisen der Kreisliga aufeinander

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Müller, Michael Rusche, Sebastian Heinke

Kommentare

Fußball, SC Lippetal, BV Bad Sassendorf
Nachdem das erste Hinspiel Anfang Oktober abgebrochen worden war, trennten sich Lippetal und Bad Sassendorf im zweiten Versuch Ende November 1:1. © Thorsten Hoffmann

Oster-Zeit ist Fußball-Zeit. Wo kein regulärer Spieltag ansteht, wird nachgeholt: In der Kreisliga kommt es an Ostern zum echten Kracher: Sassendorf und Lippetal sind derzeit die erfolgreichsten Mannschaften, wollen die Chance auf die Meisterschaft wahren. Außerdem spielt Spitzenreiter Bremen gegen Hovestadt und Scheidingen gegen Wickede.

Kreis Soest - Während Spitzenreiter Bremen von einem Topteam der Rückrunde, nämlich Germania Hovestadt, gefordert wird und zwischen Scheidingen und Wickede ein Abstiegsendspiel ansteht, steigt das Topspiel des Nachholspieltags in Bad Sassendorf.

Bereits am Donnerstag standen zwei spektakuläre Spiele in Günne (gegen Büderich) und Niederense (gegen Möhnesee) an.


BV Bad Sassendorf - SC Lippetal, Montag, 15 Uhr, Kunstrasen Bad Sassendorf.

Spielt beim Oster-Spitzenspiel in der Soester Fußball-Kreisliga A ein künftiger Bezirksligist? „Dafür sind es noch zu viele Spiele“, sagen die Verantwortlichen aus den Lagern von Gastgeber BV Bad Sassendorf und dem Gast SC Lippetal. Das Nachholspiel verspricht eine Menge Brisanz. Wir haben die wichtigsten Fakten zum Spiel zusammengetragen. Los geht es am Montag um 15 Uhr auf dem Sassendorfer Kunstrasen.

Ausgangslage: Der SC Lippetal hat von den vier Aufstiegskandidaten die wenigsten Spiele (21) und kann als Dritter mit einem Sieg punktetechnisch wieder mit dem aktuellen Tabellenführer Bremen gleichziehen. Sassendorf lauert auf Rang vier, mit einem Spiel mehr als Lippetal und auch schon drei Punkten Rückstand.

Trainer: Sassendorfs Björn Polzin wird wie gewohnt an der Seitenlinie coachen, aber auch als Ergänzungsspieler bereit stehen.

SCL-Coach Alex Ninkovic verpasst das Topspiel, weilt im Urlaub. Ihn wird Co-Trainer Sebastian Bitter vertreten. „Für mich keine neue Erfahrung“, betont Bitter.

Form: Die ist bei beiden herausragend. Sassendorf ist seit 13 Liga-Spielen ungeschlagen, holte dabei elf Siege und zwei Remis. Die letzte Niederlage gab es Ende Oktober in Soest (1:3). Lippetal ist sogar 16 Spiele ohne Niederlage, dabei gelangen 15 Siege und ein Remis (Hinspiel gegen Sassendorf). Kurios: Auch Lippetal verlor zuletzt gegen Soest (0:1).

Favoritenrolle: „Die sehe ich schon leicht bei Sassendorf. Sie sind mehr im Rhythmus. Wir haben ja zuletzt vor vier Wochen gespielt und einen Testspielgegner konnten wir auch nicht finden“, so Lippetals Sebastian Bitter.

„Ich sehe es sehr ausgeglichen und daher keinen eindeutigen Favoriten“, entgegnet Björn Polzin.

Taktik: „Wir sind gut gerüstet, spielen zu Hause. Wir sind eine Kunstrasenmannschaft, das könnte uns helfen“, setzt Polzin auf die Karte „Heimstärke“.

„Björn hat einen klaren Plan und den sieht man auf dem Platz. Wir haben großen Respekt. Die Tagesform wird entscheiden“, schwärmt Bitter vom Gegner.

Aufstiegsrennen: Bitter sagt dazu: „Der Aufstieg geht nur über Bremen. Wenn wir uns bis zu diesem Duell schadlos halten, dann haben wir gute Chancen. Ich würde aber auch Sassendorf – selbst bei einer Niederlage gegen uns – noch nicht abschreiben.“

Polzin: „Wir dürfen natürlich nicht verlieren. Wie aber mehrfach betont, haben wir keinen Aufstiegsdruck und können frei aufspielen.“

TuS Bremen – Germ. Hovestadt, Mo, 15 Uhr, Kunstrasen, Husaren-Sportplatz.

Eren Temiz, Trainer des Tabellenführers aus Bremen, geht die Aufgabe gegen Hovestadt durchaus mit Respekt an. „Ich finde, die waren schon in der Hinrunde nicht schlecht. Die haben ein gutes Team, sind eingespielt und haben einen guten Trainer draußen. Eigentlich gehören die weiter nach oben“, sagt er zur Mannschaft von Trainer Christian Klotz. „Die sind unangenehm für jeden Gegner“, weiß er. Dennoch will er im Kampf um den Aufstieg natürlich einen weiteren Sieg einfahren. Wie im Hinspiel, als Stanley Ndubuisi, der beide Tore erzielte, in der letzten Minute den Siegtreffer erzielte. Am Montag fehlt der aber.

„In der Hinrunde haben wir viele Spiele durch späte Gegentore unglücklich verloren“, sagt Klotz unter anderem zu besagtem 1:2 gegen Bremen. Nun könne seine Mannschaft mit breiter Brust zu den Husaren fahren, die er zuletzt beim Sieg in Büderich beobachtet hat. „Ich denke mal, dass unsere letzten Spiele einen guten Eindruck vermittelt haben“, sagt er zu den guten Ergebnissen in der Meisterschaft, „Die müssen uns erst einmal schlagen, ich wüsste nicht, warum wir verlieren sollten.“

SuS Scheidingen – TuS Wickede, Mo, 15 Uhr, Kunstrasen am Bispingwald.

Verlieren verboten, heißt es in diesem wichtigen Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Denn für den Fall, dass es in der Bezirksliga Hultrop und Sönnern erwischt, muss auch der 14. der Kreisliga A absteigen. Das ist aktuell Scheidingen, das drei Punkte hinter Wickede (13.) rangiert. Wickede kann im Falle eines Erfolgs Scheidingen auf sechs Punkte distanzieren; Scheidingen kann mit einem Sieg gleichziehen.

„Wir wollen und dürfen nicht verlieren“, sagt SuS-Trainer Sriram Sivaraj. Natürlich weiß er auch um die individuelle Klasse des Gegners, aber auch um die Abwärtsspirale, in der sich der einstige Meisterschaftskandidat befindet: „Wickede steckt einfach in der Misere. Und wir sind gut drauf, haben Selbstvertrauen. Jetzt wollen wir versuchen, Wickede auch unten reinzuziehen.“

Das will Andreas Bücker verhindern. Der Wickeder Trainer verfolgt gegenteilige Ziele: „Das ist ein verdammt wichtiges Spiel. Wir wollen Scheidingen mindestens auf Distanz halten, am liebsten gewinnen.“ Die Bedeutung des Spiels sei auch den Spielern bewusst, ist er sich sicher. Zuversichtlich stimmt ihn die Leistung vom Spiel gegen Soest: „Eine Halbzeit war sehr in Ordnung. So müssen wir weitermachen.“

Auch interessant

Kommentare