Warsteiner Masters geht in entscheidende Phase

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RW Westönnen gewann die Vorrunde in der Werler Halle. Schneider, Rupp, Toy und Schwarze (v.l.) werden auch am Sonntag wieder die Turnschuhe schnüren, um eine gute Platzierung zu erreichen.

Kreis Soest – Die 23. Auflage des Warsteiner Masters geht am Wochenende in die entscheidende Phase. Am Sonntag ab 11.30 Uhr wetteifern 16 Mannschaften um die begehrten Preise.

Schon am Samstag bewerben sich 20 Mannschaften um die letzten sieben freien Plätze in der Endrunde, wenn ab 13 Uhr die Lucky-Loser-Runde in vier Gruppen zu je fünf Mannschaften in der Werler Dreifachhalle über die Bühne geht. 

Als einzige heimische Mannschaft steht RW Westönnen als Teilnehmer an der Finalrunde fest. Der Bezirksligist setzte sich in der Werler Halle in der Vorrunde durch und hat eine erfahrene, spielstarke Hallenmannschaft. Im Vorjahr landete Westönnen in der Finalrunde auf dem achten Platz. 2014 gewannen die Rot-Weißen das Masters, standen ein Jahr davor im Finale. Verzichten müssen die Westönner auf den gesperrten Kevin Nicolai, ansonsten sind alle an Bord. „Wir wollen so weit kommen wie möglich, um unsere Mannschaftkasse aufzubessern“, geht Co-Trainer Marvin Baum mit dem nötigen Ehrgeiz in die Finalrunde. 

RWW hat mit allen Trainern verlängert

Dabei richtet das Trainergespann Christoph Linstaedt und Marvin Baum den Fokus natürlich auch schon auf die Rückrunde, absolvierte gestern Abend bereits einen ersten Test beim SC Lippetal und steckt mitten in der Vorbereitung. Dabei kann das Trainerduo schon für die neue Saison planen, denn RWW Westönnen verlängerte den Vertrag mit seinen Trainern in der letzten Woche. Auch Tobias Walter wird Coach der Reserve bleiben, egal ob als Aufsteiger in der A-Liga oder weiter in der B-Liga. Der nächste Test für den Sechsten der Bezirksliga steht am Sonntag, 3. Februar, beim TuS Bremen auf dem Programm. In der Rückrunde wollen die Rot-Weißen noch einmal Gas geben. 

Tobi Boschert coacht Sassendorfer Team

Als erste heimische Mannschaft greift der BV Bad Sassendorf am Samstag in das Geschehen ein. Gleich das erste Spiel um 13 Uhr bestreitet der ambitionierte A-Ligist. Entgegen der Turniere zuvor mit ihrem Trainer Tobias Boschert, der sich auf die Bank setzt. „Pajonk und Weindorf können nicht, da stehe ich in der Pflicht, kann die Jungs nicht allein lassen“, sagt Boschert mit einem Grinsen. 

Dabei steht die Hallenmannschaft, wird das Team spielen, das zuletzt in Bremen beim Wintercup am Start war und die Endrunde erreichte. Der Fokus des Trainers liegt jedoch eindeutig in der Meisterschaft. Er hat das Masters jedoch in die Vorbereitung eingeflochten und reagiert flexibel auf die jeweilige sportliche Situation. Zwei Einheiten wurden draußen bereits absolviert und spätestens am Dienstag geht es mit der geplanten Vorbereitung ganz normal weiter. In Werl soll die Mannschaftskasse jedoch noch einen kleinen Bonus mitnehmen. 

Gastgeber SV Hilbeck will in der Gruppe Warsteiner Radler Zitrone seiner Favoritenrolle gerecht werden. Als Landesligist sind die Schwarz-Gelben in der Pflicht, nachdem sie in den beiden vergangenen Jahren schon in der Zwischenrunde gescheitert waren. Gleichwohl warnt Co-Trainer Andy Neumann: „Die richtige Einstellung ist das A und O. Du kannst gegen jeden verlieren, wenn nur einer einen Moment pennt. Dann liegst Du hinten und der Gegner rührt Beton an.“ Er ist aber überzeugt, dass es an der Einstellung seiner Truppe nicht hapern wird. Kai Niggemann, Trainer der zweiten Mannschaft, wird als Coach das bestmögliche Team auf die Platte bringen. 

Gastgeber Hilbeck will die Chance nutzen

„Es ist für den Verein schon wichtig, in der Endrunde dabei zu sein und für die Spieler macht das ja auch richtig Bock“, weiß Neumann aus eigener Erfahrung als Gesamtsieger 2016, welchen Reiz der Hallenkick ausübt. „Der Weg dahin ist mühselig, doch die Endrunde ist schon cool“, weiß der langjährige Spielmacher, dessen Knieprobleme eine Fortsetzung der aktiven Karriere unmöglich machen.

Draußen läuft beim klassenhöchsten Team aus dem Fußballkreis Soest derweil noch nicht viel. Training auf dem Werler Kunstrasen ist nicht mehr möglich, seit die Temperaturen so tief unter den Gefrierpunkt gesunken sind. Die Hilbecker hoffen, dass das für Dienstag geplante Testspiel beim Oberligisten Hammer SpVg über die Bühne gehen kann, damit wenigstens einmal vor dem Start in die Landesliga draußen gekickt werden kann. Schon am 3. Februar soll das Nachholspiel in Günnigfeld stattfinden, wobei die Gastgeber bemüht sind, einen bespielbaren Platz zu finden. Denn der Rasen im Bochumer Stadtteil ist gesperrt. 

SV Westfalia Soest tritt mit der Reserve an

Einer der Konkurrenten des SV Hilbeck ist Kreisrivale SV Westfalia Soest. Der Bezirksligist, zuletzt vor drei Jahren in der Endrunde und dabei Sechster in der Endabrechnung, entsendet aber nur die zweite Mannschaft nach Werl. Trainer Michael Bilke schickt die Truppe ins Rennen, die zuletzt auch beim Volksbanken-Wintercup im Einsatz war. 

„Christian Klotz ist kein Freund des Hallenfußballs“, weiß Bilke von der Abneigung des Trainers des Bezirksliga-Kaders gegenüber dem Indoor-Kick. So wird mit Mo Al Nasir nur ein Spieler aus dem Kader der Ersten in Werl dabei sein, nachdem er wochenland außer Gefecht war. „Wir werden bis auf Oti Kastrijot mit vollem Kader antreten“, so Bilke, der sein Team aber in der Außenseiterrolle sieht. „Wir werden unser Möglichstes tun. Hauptsache, dass sich keiner verletzt.“ 

Bilke sieht Hilbeck in der Favoritenrolle, während ein Gegner wie der TuS Hannibal ein unbeschriebenes Blatt für ihn ist. Er bittet seine Schützlinge am Montag nächster Woche zum ersten Outdoor-Training, hat fünf Wochen für die Vorbereitung. Denn das erste Punktspiel in der A-Kreisliga ist erst auf den 3. März terminiert. Die erste Mannschaft sollte am Wochenende ein Testspiel in Brilon bestreiten, das aber abgesagt worden ist. Jetzt ist der nächste Test erst für Mittwoch um 19.30 Uhr gegen den Werner SC angesetzt. 

SC Sönnern ist ein erprobter Lucky-Loser

Guter Dinge ist Sascha Eckert, Spielertrainer des SC Sönnern. „Wir sind ja erprobt“, kennt er die Lucky-Loser-Runde aus dem Eff-Eff. Denn die „Türken“ haben in den beiden vergangenen Jahren jeweils als Gruppensieger samstags den Sprung in die Endrunde sonntags geschafft. Dabei brachten sie es 2017 sogar auf den dritten, im Vorjahr auf den achten Platz. 

„Die Gegner sind schwer einzuschätzen“, sind die Namen der Rivalen für Eckert Schall und Rauch. Er setzt auf die Qualitäten seiner Truppe, die wie in der Vorrunde vor zwei Wochen auflaufen wird. Zusätzlich kommt Lino Köhler zum Kader. Nicht zur Verfügung stehen Fabian Schulte (verletzt) und Marcel Busemann (privat). Vorbereitet haben sie sich in den beiden vergangenen Wochen mit Trainingseinheiten auf dem Kunstrasen in Scheidingen und, seit das witterungsbedingt nicht mehr geht, in den Soccerhallen im Maifeld und in Lohauserholz. 

Nächste Woche soll es mit Testspielen losgehen, am Mittwoch ist ein Auftritt in Heessen geplant, weitere am 3. Februar beim VfL Mark und am 5. Februar in Bockum-Hövel. Ob das für den 10. Februar angesetzte Nachholspiel in der Bezirksliga gegen Geseke auf dem Sönneraner Rasen stattfinden kann, erscheint, Stand heute, mehr als fraglich. 

Derweil sind die Verantwortlichen des SCS intensiv auf der Suche nach einem Nachfolger des scheidenden Spielertrainers Eckert. „Wir haben erste Gespräche geführt, sowohl mit einem potenziellen Spielertrainer als auch mit einem reinen Trainer. Weitere Gespräche folgen“, so Tobias Raschke, der 2. Vorsitzende. Bis Mitte, spätestens bis Ende Februar soll diese Personalie jedoch geklärt sein. 

SG Eickelborn II rückt für Westernkotten nach

Zwei heimische Teams greifen in der vierten Gruppe ins Geschehen ein. Die SG Eickelborn/Benninghausen II rutschte nach, da sich der SuS Bad Westernkotten wegen eines Trauerfalls abgemeldet und der SV Welver auf sein Startrecht als erster potenzieller Nachrücker verzichtet hat. Zudem ist das A-Liga Spitzenteam SW Hultrop am Start. 

Die Eickelborner Spielgemeinschaft wurde von der Nachnominierung überrascht, will aber versuchen, das Beste aus der Chance zu machen. Das Team hat als bester C/D-Ligist 250 Euro Preisgeld bereits sicher. „Die Spieler, die sich die Qualifikation erspielt haben, werden auch antreten. Sie haben es sich verdient. Wir werden nicht mit der ersten Truppe anreisen“, sagt Coach Ali Ghazi, der anführt, dass viele seiner Spieler schon die Endrunde in der Marienstadt gespielt haben. Insgesamt legt der Verein aber klar den Fokus auf die Meisterschaft, in der das Ziel der Aufstieg in die A-Liga ist.

SW Hultrop will auch am Sonntag starten

Eine gute Hallensaison spielte SW Hultrop bislang. In Herzfeld wurde das Team nur von der starken U21-Truppe des SC Verl geschlagen. So geht Trainer Dirk Sellemerten auch zuversichtlich in die Lucky-Loser-Runde. „Wir wollen uns gut verkaufen und haben nichts dagegen, am Sonntag noch einmal anzutreten“, will der Trainer die Hallensaison möglichst erfolgreich abschließen. „Klar hat die Vorbereitung auf die Meisterschaft Priorität, doch die Spieler, die in der Halle dabei sind, wollen auch etwas erreichen. Hauptsache, es verletzt sich niemand“, steht die Gesundheit der Spieler vor dem Erfolg. Denn die Schwarz-Weißen haben gleich in den ersten drei Pflichtspielen der Rückrunde wegweisende Spiele gegen Bremen, Bad Sassendorf und Ostinghausen. Doch zunächst möchte Sellemerten am Sonntag mit seiner Mannschaft noch die Endrunde spielen. 

Am Sonntag berichtet der Anzeiger online live.

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