FUSSBALL Ostinghausen und Bremen trennten sich 2:2-unentschieden

Gerechtes Remis im Derby

+
Kopfballduell im Mittelfeld zwischen Tim Mattausch und Sivaraj Sivayoganathan – das Derby endete unentschieden.

OSTINGHAUSEN/HILBECK/SOEST - Leistungsgerecht 2:2-unentschieden trennten sich die Bezirksligisten SF Ostinghausen und TuS Bremen im Kreisderby. Ebenfalls zu einem Punkt kam der SV Hilbeck im Topspiel gegen Herringen. Der SVW Soest rutschte dagegen böse aus und verlor bei Aufsteiger Ahlen mit 0:3.

Beim 2:2 im Derby hätten die Husaren aber frühzeitig den Sack zumachen können, vergaben in der ersten Halbzeit die mögliche Vorentscheidung. nach der Pause waren die Hausherren aktiver und erkämpften sich noch den Ausgleich.

Die Sportfreunde gingen forsch in die Partie, doch schnell war erkennbar, dass es noch an der nötigen Feinabstimmung mangelt zwischen den Neuzugängen Gärtner, Averhage und El-Khatib sowie den SFO-Stammkräften. So verzettelten sich die Gastgeber in Einzelaktionen, während die Husaren aus einer gesicherten Abwehr um Gabriel und Di Lecce in der Innenverteidigung in schnellen Kontern ihr Heil suchten.

Und das mit Erfolg. So schnappte sich Allhoff den Ball, als die Sportfreunde ihn im Aus wähnten. Der Pass kam zu Sivayoganathan, der wiederum Wilmes bediente, der mit 0:1 abschloss. Nach einer halben Stunde hatte der Ex-Höinger den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte nach Allhoff-Pass aber am herauseilenden SFO-Keeper Garnatz. Nur drei Minuten parierte der Ostinghauser Zerberus erneut gegen Wilmes prächtig, ehe der Torschütze das Tor knapp verfehlte (36.) – und das jeweils nach Allhoff-Vorarbeit. Schließlich parierte er noch gegen Schumacher nach Gabriel-Freistoß.

Die Schussversuche der Gastgeber verdienen hingegen kaum Erwähnung. Die größten Schwierigkeiten hatte Husaren-Keeper Westhoff mit einer Kern-Ecke, die um ein Haar direkt ins Bremer Tor gesegelt wäre.

Nach dem Seitenwechsel gingen die Sportfreunde forscher zur Sache. Nicht von ungefähr wurde Westhoff bei einem Gärtner-Kopfball nach Kern-Ecke erstmals richtig gefordert (52.). Doch zwei Minuten später zappelte das Leder erneut im Ostinghauser Netz. Nach einer weiten Freistoßflanke köpfte Bittis aufs SFO-Tor, wo Keeper Garnatz, den Ball durch die Hände gleiten ließ.

Der Vorjahres-Aufsteiger aber bewies Moral und bekam acht Minuten später die zweite Luft. Eine Coskunoglu-Flanke köpfte Litzbarski zum Anschlusstreffer ins Netz. In der Folge versandeten die Bremer Konter mehr und mehr, während Ostinghausen nach Litzbarski-Flanke durch El-Khatib zum Ausgleich kam.

In der Schlussphase lieferten sich die Kreisrivalen einen offenen Schlagabtausch. Garnatz lenkte einen Sauer-Schuss über die Latte, auf der Gegenseite parierte Westhoff gegen Gärtner prächtig. In der 84. Minute hatten die Husaren schon den Torjubel auf den Lippen, doch Gabriel traf per Kopfball nach Sauer-Ecke nur die Latte. Schließlich hielt Westhoff einen Schuss von SFO-Joker Mackenbrock.

SF Ostinghausen: Garnatz, Coskunoglu, Hasseler (39. Mattausch), Lörcks, Erdöl, Stegemann, Kern, El-Khatib (77. Mackenbrock), Averhage (64. Linnhoff), Gärtner, Litzbarski.

TuS Bremen: Westhoff, Di Lecce, Degirmencioglu, Feldmann, Sauer, Sivayoganathan, Bittis, Gabriel, Schumacher (84. Steinrücke), Allhoff, Wilmes (66. Dungs).

Schiedsrichter: Özbay (Paderborn).

Tore: 0:1 Wilmes (16.), 0:2 Biottis (54.), 1:2 Litzbarski (62.), 2:2 El-Khatib (74.).

SV Hilbeck – SVF Herringen 1:1 (1:1). Der SV Hilbeck hat den ersten Punkt der Saison eingefahren. Nach einem über weite Strecken spielerisch schwachen Duell zweier Spitzenteams trennten sich der SVH und SVF Herringen leistungsgerecht 1:1.

Was Trainer Alf Dambrowsky allerdings nicht so sah: „Wir hatten in Hälfte zwei ein klares Chancenplus. Vorher wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, jetzt aber nicht mehr.“

Die Schwarz-Gelben erwischten eine perfekten Start und führte schon nach sechs Minuten mit 1:0. Nach einem Handspiel im Strafraum verwandelte Sterthoff den fälligen Elfmeter sicher. Nur drei Minuten später hatte Dominik Busch Pech, als sein 22-Meter-Freistoß vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang.

Im Anschluss konzentrierte sich der SVH nur auf die Defensive, lief sehr tief stehend die Räume zu. So waren die äußerst unsicher und technisch limitiert wirkenden SVF-Innenverteidiger Hulboj und Herkt zum Spielaufbau gezwungen. Beiden fiel zwar nichts ein, aber dennoch stand es zur Halbzeit 1:1.

Nach einem langen Ball wurde Busemann am Kopf getroffen. Der teils überforderte Schiedsrichter Korte ließ das Spiel aber laufen und Kastilan jagte das Leder per Dropkick in die Maschen (30.).

In Abschnitt zwei wurde Hilbeck offensiver. „Von Herringen kam überhaupt nichts, deshalb wollten wir aktiver werden“, sagt Dambrowsky. So verlief das Spiel ausgeglichener, die ersten drei ganz dicken Möglichkeiten besaßen aber die Gäste. Zunächst unterlief Keeper Kotzur eine Flanke, bügelte den Patzer im Nachsetzen aber wieder aus (66.), ehe SVF-Stürmer Doumbia den Ball ins Tor köpfte, der Referee allerdings aus unerfindlichen Gründen auf Abseits entschied (66.). Nach 77 Minuten musste dann auch noch Busch kurz vor der Linie klären, ehe Hilbeck zum Schlussspurt ansetzte.

Der unermüdlich ackernde Eckert scheiterte aus spitzem Winkel am gut reagierenden Keeper Ohlendorf. Dieser war nach einem Schuss von Andreas Neumann bereits geschlagen (84.), aber der Pfosten stand einem späten Hilbecker Sieg im Weg.

Hilbeck: Kotzur, Schmidt, Neumann, Busch (87. Schmitz), Busemann, Koch, Siepmann, Sterthoff (76. Renninghoff), Overmann, Lettmann, Eckert.

Tore: 1:0 Sterthoff (6.), 1:1 Kastilan (30.).

Vorwärts Ahlen – SVW Soest 3:0 (1:0). Fußball-Bezirksligist Spielverein Westfalia Soest ist auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Eine Woche nach dem umjubelten Sieg gegen Hilbeck kassierten die Ardeykicker eine herbe 0:3-Schlappe bei Neuling Vorwärts Ahlen. Wie schon im Vorjahr scheinen den Bördestädtern Aufsteiger nicht zu liegen.

Entsprechend enttäuscht war Coach Klaus Scholz nach den 90 Minuten. „Wir haben keinen Druck aufgebaut, es fehlte einfach die Spannung. Wir haben uns über 90 Minuten keine einzige nennenswerte Torchance erarbeitet“, ließ der Borschel-Stellvertreter kein gutes Haar an der Vorstellung seiner Mannschaft. „Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, doch daraus kein Kapital geschlagen.“

Zudem leiteten die Ardeykicker die Gegentore auch noch weitgehend selber ein. So ging dem 1:0 für den Aufsteiger ein kapitaler Abspielfehler im Mittelkreis voraus, als ein Ball halbhoch zum Mitspieler gebracht werden sollte. Den Konter spielten die Ahlener geschickt aus.

In der Pause schworen sich die Soester ein, wollten unbedingt nach dem Seitenwechsel die fehlende Spannung an den Tag legen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Auf der rechten Seite wurde der Ball verloren. „Beim Einwurf stand der Ahlener Spieler zwar im Feld, das hätte der Schiedsrichter sehen müssen. Doch haben wir auch schlecht verteidigt“, gestand Scholz ein.

Pech hatte der SVW Soest beim dritten Gegentreffer, als Keeper Ruthemeyer den Ball schon in den Händen hatte, ein Ahlener Angreifer ihn aber herausspitzelte und sein Nebenmann zum 3:0 verwertete. „Das war zwar bitter, wir haben uns aber auch dumm angestellt“, so Scholz. Auf der Heimfahrt im Bus sei aber schon Selbstkritik laut geworden.

SVW Soest: Ruthemeyer, L. Brenk, Schürhoff, Kosharnyi, Hinne-Schneider, Tas, Martens, Bücker (77. Dolbisch), Hermstein (62. Buchowiecki), Diasonama (53. Wypyszewski), Werthschulte.

Tore: 1:0 Strupat (22.), 2:0 Strupat (55.), 3:0 Bühler (68.).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare