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Für einen Verein zählen nur noch Siege für den Klassenerhalt - Soest will 93 Punkte

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Von: Frank Zöllner, Michael Rusche

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Diskutieren hilft dem SC Sönnern nicht mehr, im Saisonendspurt muss vielmehr in jedem Spiel ein Sieg her; am Sonntag gegen Liesborn soll es losgehen.
Diskutieren hilft dem SC Sönnern nicht mehr, im Saisonendspurt muss vielmehr in jedem Spiel ein Sieg her; am Sonntag gegen Liesborn soll es losgehen. © Zöllner, Frank

Sönnern – Es ist die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Die Gastgeber müssen alle ihre drei noch ausstehenden Partien gewinnen und darauf hoffen, dass die Konkurrenten Drensteinfurt (sechs Punkte Vorsprung) und Cappel (acht) am rettenden Ufer in der Zeit patzen.

Bezirksliga 7: SC Sönnern – Westfalen Liesborn, So, 15 Uhr, Türkenplatz. „Wir liegen 0:2 Sätze hinten, haben zwei Breaks gegen uns und müssen noch 3:2 gewinnen“, nimmt SCS-Spielertrainer Frank Vollenberg eine Anleihe beim Tennis, um die Dramatik zu verdeutlichen. Nach dem 0:5 in Freckenhorst war der Stürmer wenig optimistisch, dass sein Team den Klassenerhalt schaffen könnte. Zu chancenlos war der SCS, dazu saßen nur Verletzte auf der Bank. Im Laufe der Woche haben sich die Vorzeichen gewandelt. „Das Training Dienstag war gut, die Spieler lassen die Köpfe nicht hängen“, sagt Vollenberg.

Auch die personelle Situation hat sich gebessert, auch wenn der treffsichere Julius Lohmann weiter ausfällt.

Und nun soll alles versucht werden, um den ersten von drei Schritten zu gehen. „Wir werden in Sönnern alle zusammen alles versuchen. Die Zuschauer werden Stimmung machen“, hofft der Coach auf Unterstützung.

Dabei hat sich Liesborn trotz des Abstieges noch nicht hängen gelassen, zuletzt gegen Meister Soest 3:0 geführt (aber noch 3:5) verloren und auch gegen Oestinghausen gut mitgehalten.

Aber Vollenberg weiß auch: „Wir bauchen nicht über die nächsten Spiele sprechen. Am Sonntag kann alles vorbei sein oder die Hoffnung lebt weiter.“

Personal: SCS: J. Lohmann (Fußverletzung), Schüngel (verletzt), Lettmann (fraglich); Hinspiel: 3:2 für Liesborn.

SW Hultrop erwartet am Sonntag schon um 13.30 Uhr die SF Ostinghausen zum Derby
SW Hultrop erwartet am Sonntag schon um 13.30 Uhr die SF Ostinghausen zum Derby © Hoffmann, Thorsten

SW Hultrop ohne Druck vor Derby gegen SF Ostinghausen

Bezirksliga 7: SW Hultrop – SF Ostinghausen, So, 13.30 Uhr, Heintroper Mühle. Morgens gibt es in Hultrop einen Frühschoppen und ein gemeinsames Frühstück mit den treuen Fans, daher wurde das Derby vorverlegt. Hultrops Spielertrainer Tobias Edler hofft, dass dann viele Anhänger am Platz bleiben, um die Mannschaft in der gewohnten Art und Weise zu unterstützen. Denn gegen Ostinghausen steht sein Team noch einmal vor einer ganz schweren Aufgabe.

Die personelle Lage an der Heintroper Mühle hat sich nicht verbessert, da weitere Spieler gegenüber der Vorwoche fehlen – auch, wenn andere Spieler zurückkehren. „Mit Manuel Rofalski und Björn Pleßer haben wir elf, zwölf Mann im Kader“, sagt Edler. Das 1:6 in Telgte zuletzt sei schwer zu verdauen gewesen, aber auch zu erklären. „Da hatten wir nach einer Verletzung keine gelernten Innenverteidiger und Sechser“, so Edler.

Für das Derby haben sich die Voraussetzungen auf diesen Positionen nicht geändert. „Wir müssen schauen, dass wir dennoch defensiv gut stehen. Und vorne werden Shekh Bzeni und Simon Bonk, unsere schnellen Leute, wirbeln“, verspricht der Spielertrainer dem Gast jede Menge Gegenwehr. Auch wenn dank Schützenhilfe aus Freckenhorst der Klassenerhalt am vergangenen Wochenende gelungen und die Anspannung abgefallen ist, wollen die Hultroper den starken Sportfreunden einen guten Kampf liefern und den treuen Fans noch einmal eine gute Leistung zeigen. „Vielleicht geben die uns auch noch einmal einen Push“, hofft Edler.

„Hultrop ist gerettet, daher haben wir selbstverständlich der Bitte um Vorverlegung zugestimmt“, sagt Ostinghausens Trainer Rüdiger Hötte. „Tobias Edler hat das super hinbekommen, Hultrop hat eine tolle Serie hingelegt. Das ist ein ähnlich dörflicher Verein wie wir, ich freue mich, dass sie das gepackt haben.“ Geschenke will er aber nicht verteilen; gleichwohl rechnet er mit einem schweren Spiel. Denn mit Friedrich Bömer Schulte fehlt den Sportfreunden ein ganz wichtiger Spieler. „Ich hoffe, dass er zum Pokalendspiel gegen Westönnen wieder fit ist“, denkt Hötte schon an das Spiel Mittwoch in Oestinghausen gegen RWW (19 Uhr).

Am Sonntag soll aber die ganze Konzentration dem Gastgeber aus Hultrop gelten. Corona und dem kleinen Kader geschuldet, haben die Kicker aus der Gemeinde Bad Sassendorf große personelle Probleme. „Wir fahren auf der letzten Rille“, so der Trainer, der vielleicht wieder Anleihen bei der zweiten Mannschaft nehmen muss. Die Trainingsbeteiligung sei zuletzt wegen der vielen Ausfälle mager gewesen. „Ich hoffe auf ein faires Spiel und dass sich keiner verletzt“, sagt Hötte deshalb.

Personal: SWH: Gottwich, Tüselmann, Marco Rofalski und Flecke fehlen, Kux und Fröhlich sind wieder dabei; SFO: Die Rajsowskis, Kourouma, Kimmel, Bömer Schulte fehlen, Nachtegaal ist fraglich. Hinspiel: 3:1 für Ostinghausen.

Anstoß in Oestinghausen schon um 13 Uhr

Fußball, Bezirksliga 7: SG Oestinghausen – VfL Wolbeck, So, 13 Uhr, Gemeinschaftshalle. Aus verschiedenen Gründen haben die Lippetaler das Spiel vorverlegt. Unter anderem fährt Trainer Dierk Meincke anschließend zu einem internationalen Trainerkongress nach Freiburg. Und die Spieler wollen gerne das Spitzenspiel der A-Liga in Herzfeld besuchen. „Wolbeck konnte Freitag nicht“, haben sich die Vereine schließlich auf Sonntag 13 Uhr geeinigt.

„Wir wollen an die zweite Halbzeit aus dem Cappel-Spiel anknüpfen“, sagt Meincke, als sein Team das Spiel drehte, den Gegner stark unter Druck setzte und mit vielen Flanken gefährlich wurde. „Wolbeck war in der Hinrunde spielerisch mega-stark, es ist mir unerklärlich, warum die in der Rückrunde so abgebaut haben. Das wird aber auf jeden Fall schwerer als gegen Cappel“ so der SGO-Übungsleiter. „Dennoch wollen wir unser Spiel durchboxen“, soll wieder früh und hoch angelaufen werden, um zu Ballgewinnen zu kommen. „Wir dürfen denen keine Luft geben, ihre spielerische Klasse zum Tragen zu bringen.“ Von seiner eigenen Mannschaft hofft er, dass sie gute spielerische Lösungen findet und erneut mit Flanken für Gefahr sorgen kann.

Zwar sei es mit der Motivation am Ende der schweren Saison nicht so einfach. „Aber wir hatten vor der Saison Platz vier bis sechs als Ziel ausgegeben und wollen jetzt noch Richtung Platz sechs“, sagt Meincke.

Personal: Scholz und Vogel sind fraglich, Scholle ist wohl wieder dabei. Sonst keine Änderung. Hinspiel: 2:1 für Wolbeck.

Meister SV Westfalia Soest will auf 93 Punkte kommen

Fußball, Bezirksliga 7: SVW Soest – SuS Cappel, So, 15 Uhr, Rasen Jahnstadion. Der Meister hat noch zwei Ziele: „Die restlichen Spiele gewinnen und unter 20 Gegentoren bleiben“, sagt Trainer Ibou Mbaye. Dann hätte sein Team am Saisonende 93 von 96 Punkten geholt. „Ich weiß nicht, ob es das schon gab“, ist es für den Meistertrainer ein lohnendes Ziel.

Die Stimmung beim Training sei gut, „die Spannung ist noch da“, hat Mbaye erkannt. So zeigte sein Team in der Vorwoche nach dem 0:3-Rückstand beim Absteiger Liesborn eine starke Reaktion und siegte noch 5:3. Auch für Cappel geht es im Abstiegskampf um einiges, auch deswegen will sich Soest keinen Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung einhandeln.

Personal: T. Hinne-Schneider steht im Tor, Stemmerich, S. Hinne-Schneider, Vierus und Geisthövel fehlen; Hinspiel: 6:0 für Soest.

RW Westönnen zu Gast bei Absteiger Sünninghausen

Fußball, Bezirksliga 7: BW Sünninghausen – RW Westönnen, So, 15 Uhr, Rasen Suerkamp, Oelde. Beim Absteiger geht es für den Gast im Saisonfinale um nicht mehr viel – Platz fünf in der Abschlusstabelle scheint zementiert. Deswegen geht der Blick schon in Richtung Kreispokalfinale am kommenden Mittwoch in Oestinghausen gegen SF Ostinghausen (19 Uhr). „Wir werden die Spieler schonen, die zuletzt angeschlagen spielen mussten, auch mit Blick auf das Endspiel“, sagt RWW-Trainer Christoph Linstaedt.

Westönnens Trainer will die Saison vernünftig beenden, der Fokus liegt erst auf der Partie am Sonntag, bevor der Blick komplett in Richtung Pokal geht.

Personal: RWW: Schwarze (Urlaub), Kersting (fraglich), ansonsten wie in der Vorwoche; Hinspiel: 4:1 für Sünninghausen.

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