Fußball

Pahl löst Sellemerten als Trainer von SW Hultrop ab

Alexander Pahl wird Trainer bei SW Hultrop.
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Alexander Pahl wird Trainer bei SW Hultrop.

Schwarz-Weiß Hultrop wechselt zur neuen Saison den Cheftrainer. Der Vertrag mit Dirk Sellemerten wird nicht verlängert, Alexander Pahl kehrt nach einem Jahr beim SV Bad Waldliesborn zurück an seine alte Wirkungsstätte und übernimmt das Amt beim derzeitigen Fußball-Bezirksligisten.

Hultrop – Er war A-Jugend-Spieler des Vereins, lief für die Seniorenteams auf, engagierte sich als Trainer und Geschäftsführer der Jugendabteilung, unter Alex Ninkovic als Co-Trainer der ersten Mannschaft und drei Jahre als Sportlicher Leiter – und kehrt zur Saison 2021/22 an die alte Wirkungsstätte zurück. Alexander Pahl wird Chefcoach der Fußballer von SW Hultrop. Das gab der Verein am Montag offiziell bekannt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Alex einen jungen, aufstrebenden Trainer gewinnen konnten. Er soll die erfolgreiche Arbeit von Dirk weiterführen und mit eigenen Ideen weiterentwickeln“, teilten die beiden Sportlichen Leiter Sascha Roreger und Alexander Brede mit. Pahl sei eine „absolute Identifikationsfigur unseres Vereins“ und verfüge über „hervorragende Kontakte“ in der Region. „Das hat ihn für uns hochinteressant gemacht.“ Auf Nachfrage des Anzeigers sagte Brede, der selbst mit Pahl zusammen spielte: „Alex kennt jeden im Verein. Wir sehen die Chance, mit ihm etwas aufzubauen.“ Einen befristeten Vertrag gibt es nicht.

Nachfolger verpflichten 33-Jährigen

Im Dezember 2019 hatte Pahl das Amt des Sportlichen Leiters an Roreger und Brede übergeben, im Februar 2020 stand sein Wechsel zum SV Bad Waldliesborn fest. Beim Team aus der Kreisliga B Lippstadt, das in der Tabelle aktuell nur Drittletzter ist, startete der 33-Jährige im Sommer seine Laufbahn als Seniorentrainer.

Dass es mit der Rückkehr zu SW Hultrop so schnell geht, ist für Pahl „verwunderlich“. Die Zusammenarbeit komme früher zustande als es geplant war. „Die Kontaktaufnahme von Sascha und Alex kam für mich total überraschend“, sagt Pahl. „Jedoch war mir nach den ersten Gesprächen schnell klar, dass ich den Job annehmen muss. Der Verein ist eine absolute Herzensangelegenheit für mich.“ Der Lippborger, der in der Jugend zunächst beim VfJ spielte und dort auch Nachwuchstrainer war, ehe er im zweiten U19-Jahr das Hultrup-Trikot trug, ist sich sicher, dass er „eine unglaubliche Unterstützung von allen Beteiligten“ erhalte. „Es ist für mich wie ein Nachhausekommen“, sagt der Arbeitsvermittler.

Neue Impulse setzen

Alexander Pahl sieht seine Aufgabe vorrangig darin, der Mannschaft neue Impulse zu geben. „Ich bin sehr froh darüber, dass ich hier eine völlig intakte Mannschaft vorfinde“, sagt er. „Fox“ Sellemerten habe in seinen vier Jahren als SWH-Coach „eine erfolgreiche Arbeit geleistet, an die gilt es anzuknüpfen“.

Ein Funktionsteam, bestehend aus Co-Trainer, Torwarttrainer, Physiotherapeut und Teammanager soll Pahl bei seiner Arbeit unterstützen. „Es wird alles neu aufgebaut“, sagt Brede. Es soll ein „neues, junges Team“ werden. „Wir sind in Gesprächen.“ Tobias Edler, zurzeit spielender Co-Trainer, will kürzertreten, aber Spieler bleiben. „Wir suchen einen neuen Co-Trainer“, so Brede.

Schluss nach vier Jahren

Sollte die aktuelle Saison sportlich beendet werden – vor April wird der Spielbetrieb nicht fortgesetzt –, wollen die Schwarz-Weißen zusammen mit Sellemerten den Abstieg verhindern. „Der Klassenerhalt wäre der perfekte Abschluss der erfolgreichen vierjährigen Amtszeit. Wir werden zusammen alle Kräfte bündeln“, sagen Roreger und Brede und wollen Sellemerten den Rücken stärken. SWH steht mit sieben Punkten aus acht Partien in der Bezirksliga 7 auf Rang 13 – und damit auf dem ersten von vier Abstiegsplätzen. „Wir hoffen auf einen sportlichen Abschluss“, sagt der 31-jährige Brede.

Sellemerten ist seit 2017 Trainer in Hultrop. Nachdem er mit dem Team in seiner ersten Saison abgestiegen war, folgte 2019 als Meister der Kreisliga A der direkte Wiederaufstieg. Pahl war damals Sportlicher Leiter. In der vergangenen, abgebrochenen Saison profitierte der Verein davon, dass es keine Absteiger gab.

Ich hätte gerne weitergemacht.

Dirk Sellemerten

Die Entscheidung, die Zusammenarbeit mit Sellemerten im Sommer zu beenden, sei in den vergangenen Monaten gereift, sagt Brede und betont, dass es keinen Groll gebe: „Wir gehen im Guten auseinander.“ Das bestätigt Sellemerten – auch wenn er im ersten Moment enttäuscht gewesen sei. „Natürlich war ich überrascht, als die Entscheidung gefallen ist. Ich hätte gerne weitergemacht“, sagt der Coach und spricht von einer „neuen Situation für mich“. Alles in allem habe er „vier wunderschöne Jahre“ gehabt, sagt Sellemerten, der in Mastholte wohnt und die Saison ordentlich zu Ende bringen möchte. „Es ist ein super Verein, der Zusammenhalt wird großgeschrieben.“

Aktuell hält sich die Mannschaft zweimal wöchentlich per Cybertraining fit. Zudem werden Laufwettbewerbe über eine App veranstaltet.

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