Fußball

Aufbruchstimmung in Ostinghausen nach Rückkehr in die Bezirksliga

Beim Training in Ostinghausen: (oben von links) Co-Trainer Julian Bober, Yacine Moktri, Maik Bußmann, Trainer Rüdiger Hötte, (unten von links) Mustafah Daoud, Jean-Marc Kadima, Christian Kielhorn und Daniel Kimmel.
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Beim Training in Ostinghausen: (oben von links) Co-Trainer Julian Bober, Yacine Moktri, Maik Bußmann, Trainer Rüdiger Hötte, (unten von links) Mustafah Daoud, Jean-Marc Kadima, Christian Kielhorn und Daniel Kimmel.

Ostinghausen – Sechs Jahre sind ins Land gezogen, seit im Schatten der St. Christophorus-Kirche zuletzt Bezirksliga-Fußball gespielt wurde. Jetzt aber freuen sich die Kicker der Sportfreunde Ostinghausen, dass am Ufer der Ahse alsbald wieder um Punkte in der Bezirksliga gespielt wird.

Dass das Unterfangen in der Abbruch-Saison 19/20 gelungen ist, grenzt an ein Fußball-Wunder. Wer hätte noch einen Pfifferling für die Schützlinge von Trainer Rüdiger Hötte gegeben, als am zweiten Saison-Spieltag im August mit Friedrich Bömer Schulte, Nihat Erdöl und Serdar Yildirim gleich drei SFO-Akteure so schwer verletzt wurden, dass sie für den weiteren Saisonverlauf außer Gefecht gesetzt waren.

„Das war der Worst Case“, erinnert sich Rüdiger Hötte an jenen Sonntag. „Da haben wir uns gesagt, dass wir die Saison vernünftig zu Ende spielen wollen“, verschwendeten die Sportfreunde keinen Gedanken an mehr an die Rückkehr in die Bezirksliga, die 2015, ein Jahr nach dem Abstieg, mit den beiden dramatischen Unentschieden gegen Warburg nur so denkbar knapp verpasst wurde. Damals mussten die Ostinghauser als Soester Kreismeister in die Relegation, ein Jahr später durfte der Soester Meister wieder direkt aufsteigen.

„Die Jungs brennen“

Dass nun nach der Corona-Saison die Entscheidung gefällt wurde, dass Herbstmeister und Tabellenführer nach der Fairness-Tabelle aufsteigen, obwohl nicht einmal zwei Drittel der Saison gespielt waren, mögen die Sportfreunde als späte Genugtuung empfinden. Den Ehrgeiz, sich im neuen Umfeld zu behaupten, haben sie jedenfalls entwickelt. Der Tatendrang ist beim Training spürbar, wo Hötte und sein Co Julian Bober seit einer Woche stets volles Haus haben.

„Die Jungs brennen“, freut sich das Trainerduo über das Engagement seiner Schützlinge. „Hier herrscht Aufbruchstimmung“, freuen sich Hötte und Bober darüber, dass in ihrem Kader nun jede Position doppelt besetzt ist, somit auch genügend Konkurrenz um die Stammplätze entsteht. „Jetzt müssen die Etablierten richtig anpacken.“

Dass der Kader nun wunschgemäß aufgestellt ist, hängt nur zum Teil damit zusammen, dass vier Neuzugänge verpflichtet wurden. Ein ganz wesentlicher Faktor ist auch, dass die drei vor einem Jahr verletzten Spieler wieder an Bord sind. Für Hötte ist es besonders wichtig, Friedrich Bömer Schulte wieder in seinen Reihen zu wissen. „Wenn Fritz auf dem Platz was sagt, saugen die jungen Spieler das auf wie ein Schwamm“, sieht Hötte den ehemaligen Regionalliga-Spieler als seinen verlängerten Arm auf dem Spielfeld.

Gärtner packt mit an

Neben den Rekonvaleszenten und dem reaktivierten Achim Gärtner, der nach einer beruflich bedingten Pause wieder voll anpackt, sind aus Eickelborn gekommen Torwart Christoph Kielhorn als Back-up für Stammtorwart Max Koch und der frühere Lippetaler Mustafah Daoud, aus Weslarn Yacine Moktri und der reaktivierte Jean-Marc Kadima. Der Soester hat vor drei Jahren noch in der Lippstädter Jugend gespielt, aber noch kein Seniorenspiel bestritten.

Mit diesem Kader wollen die Sportfreunde sich in der Bezirksliga fernhalten von den Abstiegsplätzen. „Wir haben die Qualität, wollen uns aber nicht vergleichen mit Soest, Westönnen und Oestinghausen“, schätzt Hötte die Kreisrivalen sehr stark ein. „Das ganze Dorf ist gespannt“, rechnet er mit einer auch durch Corona nicht gebremsten Euphorie – im Gegenteil. Künftig können die Zuschauer in Ostinghausen auch bei Regen trockenen Fußes die Spiele sehen, wurde doch in der Zwangspause ein großes Vordach vor das noch taufrische Sportheim gezimmert.

Zugänge: Christoph Kielhorn (Eickelborn, Torwart), Mustafah Daoud (Eickelborn, Angriff), Yacine Moktri (Weslarn, Mittelfeld), Jean-Marc Kadima (Lippstadt, Mittelfeld), Daniel Kimmel (im Winter aus Soest, Abwehr), Maik Bußmann (im Winter aus Möhnesee, Angriff)

Abgänge: Maxi Ade (nach Hovestadt)

Weiter im Kader: Torwart: Maximilian Koch Abwehr: Moussa Kourouma, Lars Tschorn, Lucas Meuter, Matthias Lörcks, Simon Stegemann, Serdar Yildirim Mittelfeld: Michael Kutzera, Kevin Salido Cobas, Lars Schröder, Adam Nouhi, Michael Frerich, Marcel Meuter, Friedrich Bömer Schulte, Nihat Erdöl, Achim Gärtner Sturm: Francesco Galeano, Patrick Fekollari, Maik Bußmann, Mustafa Daoud

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