Fünf Platzverweise und "Nicht-Angriffspakt" beim Möhnesee-Derby

Hier fiel die Vorentscheidung: Gabriel Moor schiebt das Leder zum 2:0 für die SpVg. Möhnesee in die Maschen. Günne war nach zwei Treffern un einer Roten Karte zu diesem Zeitpunkt geschlagen.

Körbecke – Viermal Rot, ein mal Gelb-Rot, drei gewertete Tore, ein nicht gewertetes Tor. Die gut 200 Zuschauer am Kunstrasenplatz in Körbecke bekamen so einiges geboten. 3:0 (0:0) endete das erste Möhnesee-Derby seit Jahren. Großen Anteil am Spielausgang hatte Schiedsrichter Giesen, der viele umstrittene Entscheidungen traf.

Die Mannschaften reagierten, ließen den Ball in der Schlussphase ruhen und die Uhr runterlaufen. Da wurde ein beidseitiges Zeichen gesetzt... Zum Spiel, das in der ersten Halbzeit richtig gut war: Die erste halbe Stunde ging ganz klar an den Aufsteiger aus Günne. Viktor Müller, Trainer der Gastgeber, stellte schon nach einer Viertelstunde taktisch um, weil er merkte, dass sein Team nicht ins Spiel fand. 

Doch es nutzte nichts. Marco Laenen hatte nach 18 Minuten das 0:1 vor dem Fuß, traf aber den Ball nicht richtig. In der 23. Minute fiel zwar ein Treffer für die Gäste durch einen satten Schuss von Augustyn. Der Ball sprang von der Unterlatte ins Tor, doch durch den Drall wieder ins Feld. Der Treffer wurde nicht gegeben. Das gab einen kleinen Bruch im zuvor guten Günner Spiel. Jetzt fand Möhnesee ins Spiel, hatte auch erste Chancen, so bei einem Lattenschuss von Schröder. 

Zur Pause schmeichelte das torlose Remis den Gastgebern, die aber hellwach aus der Kabine kamen. Trainer Müller hatte doppelt gewechselt und alles richtig gemacht. Gleich beim ersten Angriff war Aljoscha de Smet zur Stelle, köpfte das 1:0.

Fußball: A-Kreisliga Soest

 Kurz danach sah Mika Laenen Rot und Günnes Gegenwehr war gebrochen. Möhnesee bekam die Partie in den Griff und erhöhte durch den jungen Gabriel Moor und erneut de Smet auf 3:0. So war die Partie eigentlich nach 70 Minuten gelaufen, doch es wurde noch hektisch.

 Vier Platzverweise sorgten auch für Unruhe auf den Rängen. Jede Mannschaft fühlte sich benachteiligt. Doch als sich die Gemüter, besonders auch außerhalb des Feldes, wieder beruhigt hatten, schlossen die Spieler einen „Nicht-Angriffspakt“, ließen die Uhr herunterlaufen... 

SpVg. Möhnesee: Sprenger, Markus (61. Eickelmann), Mbye (46. Schulte), Moor, Heimbring, Müller, Janus (70. Behle), Eickhoff, Rohde (46. de Smet), T. Schröder, J. Schröder. 

SuS Günne: Flegler, Bajrami (65. Döring), Köhler, Augustyn, Onyedinma (80. Wisotzki), Ut, Ma. Laenen (65. Coskunoglu), Mi. Laenen, Arabaci, Schlund (69. Geisthövel), Schönmeier. 

Tore: 1:0 de Smet (47.), 2:0 G. Moor (60.), 3:0 de Smet (70.). 

Gelb-Rot: Schröder (SpVg. 78.) 

Rot: Mi. Laenen (SuS 50.), Müller (SpVg 73.), Knoblich (Trainer SuS 76.), Schönmeier (SuS 81.).

Es sagten

Viktor Müller (SpVg. Möhnesee): „Der Schiedsrichter war mit dieser Partie überfordert. Er hat für beide Seiten nicht gut gepfiffen. Zudem war unser Spiel in der ersten Halbzeit schlecht. Günne hat das gut gemacht. Aber wir haben in der Halbzeit die richtige Antwort gefunden und dann am Ende verdient gewonnen. Auch wenn der Sieg einen faden Beigeschmack hat.“

Michael Knobloch (SuS Günne): „Ich bin jetzt 21 Jahre im Geschäft, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich will mich hier nicht weiter äußern, doch fühlen wir uns benachteiligt. Sportlich haben meine Jungs heute eine richtig gute erste halbe Stunde hingelegt, haben alles richtig gemacht, sind nur nicht belohnt worden. Die zweite Halbzeit ging dann an Möhnesee, aber wir haben nicht aufgesteckt.“

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