Sebastian Tyrala nach Blitzeinschlag: „Das war beängstigend“

+
Sebastian Tyrala flog mit RW Erfurt ins Trainingslager in die Türkei.

Soest - Eine mehr als unruhige Anreise ins Trainingslager erlebten der Sassendorfer Fußballer Sebastian Tyrala und seine Teamkollegen von RW Erfurt.

 Eine ruhige Vorbereitung auf die Rückrunde unter der türkischen Sonne – so hatten sich der Sassendorfer Sebastian Tyrala und seine Mitspieler vom Fußball-Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt ihr Trainingslager in der Türkei vorgestellt. Aber Mannschaft und Betreuer müssen nun erst einmal einen großen Schock verdauen. Das Flugzeug der Erfurter wurde am Dienstag beim Landeanflug auf den Flughafen Antalya von einem Blitz getroffen. Alle Passagiere sind aber wohlauf.

„Es fällt mir schwer, darüber zu sprechen. Das war keine alltägliche Situation. Aber soweit geht es uns allen gut“, berichtete Tyrala einige Stunden nach dem Vorfall dem Anzeiger. Am frühen Dienstagmorgen war der Mittelfeldspieler mit seinen Teamkollegen in Erfurt in die Boeing-737 der Airline Germania gestiegen. Der Flug Richtung Antalya verlief zunächst ruhig, bevor die Maschine kurz vor der Landung in ein schweres Unwetter geriet. „Es gab starke Turbulenzen. Das ging bestimmt zehn Minuten lang. Aber das hat man beim Fliegen ja häufiger“, war Tyrala zunächst nicht beunruhigt. Dann habe es aber einen lauten Knall gegeben. „Ich saß genau in der Mitte des Flugzeugs und draußen waren Funken zu sehen, als würde es brennen. Das war schon erschreckend und beängstigend“, schilderte der ehemalige BVB-Spieler die bangen Minuten. Sein erster Griff ging gleich ans Handy, um seine Frau zu informieren. Glücklicherweise konnte der Kapitän des Flugzeugs nach einigen Minuten Entwarnung geben und informierte die Passagiere, dass man nun einen anderen Flughafen anfliegen werde. Der Pilot habe die Situation auch jederzeit im Griff gehabt, heißt es auf der Internetseite des Vereins. In Dalaman, etwa 250 Kilometer vom eigentlichen Zielort entfernt, landete die Maschine schließlich sicher.

Die Erfurter hatten dann noch eine stundenlange Busfahrt durch sehr bergiges Gelände zum Hotel vor sich. „Der Tag ist natürlich verschenkt. Aber wir sind erst einmal alle froh, dass wir heil angekommen sind“, so Tyrala. Eine Woche will der Drittligist nun in der Türkei trainieren. Tyrala kann die Gedanken an den kommenden Rückflug aber nicht ganz verdrängen: „Ich bin schon so häufig geflogen und habe auch keine Flugangst. Aber nach so einem Erlebnis kommt man natürlich schon ins Grübeln.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare