Fitness

"Treppentraining und Seilchenspringen gehen immer"

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Fit durch die Zwangspause: Doreen Glomb hat dafür viele Tipps parat. 

Soest – Covid 19 hat Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft. Ein Bereich, der für die Eindämmung des Virus zurückgefahren werden musste, ist der Sport. Vereine trainieren nicht, Fitnessstudios bleiben geschlossen. Doch wie schafft man es, fit zu bleiben, wenn diese Möglichkeiten wegfallen?

Maximilian Zienau vom Anzeiger sprach mit Personal-Trainerin Doreen Glomb über verschiedene Wege, in den eigenen vier Wänden fit zu bleiben, bis die Ausnahmesituation vorüber ist.

Es sind harte Zeiten für Sportler und Trainer. Wie sind die Vorgaben, an die Sie sich halten müssen?
Alle Sportstätten und privaten Sportangebote müssen eingestellt werden. Ursprünglich dachte ich, dass ich Personal Training anbieten könnte, aber auch das ist nicht möglich, da ich in Kundenkontakt getreten wäre, was man ja vermeiden soll. Daher habe ich bis auf Telefonate und Emails keinen Kundenkontakt mehr. Meine Trainingsgruppen habe ich dabei schon länger gecancelt. Man weiß nicht, was bei den Menschen los ist, und wenn ich von Kunde zu Kunde fahren würde, verbreite ich es vielleicht auch. Daher gilt es Hände zu waschen und Abstand zu halten.

Wie setzt sich Ihre Kundengruppe zusammen?
Ich trainiere Menschen aus allen Altersgruppen von Jugendlichen bis Menschen über 70. Auch alle Berufsgruppen. Man lernt viel über das Berufs- und das Familienleben der Menschen kennen. Mein Beruf ist in dieser Hinsicht sehr spannend.

Bei Krankheiten auf sich aufpassen

Dadurch hat man in diesen Zeiten aber auch eine große Verantwortung, oder?
Auf jeden Fall. Es ist ja nicht nur das Coronavirus, auch Magen-Darm-Krankheiten und die Grippe gehen um, das alles belastet den Körper. Daher muss man auf sich aufpassen. Ich würde nicht empfehlen, sich jetzt hoch zu belasten. Ich würde auf entspanntes Training in der Natur, wie Walken oder lockeres Joggen setzen. Außerdem sollte man alleine trainieren.

Was ist mit den Menschen, die keinen guten Zugang zur Natur haben oder ihre Wohnung nicht verlassen möchten?
Es droht ja auch eine Ausgangssperre. Damit wären dann alle Menschen betroffen. Kondition kann man immer trainieren. Um seine Ausdauer nicht zu verlieren, bietet sich zum Beispiel Treppentraining an. Seilchenspringen geht immer, es gibt Übungen, die lassen sich am Schreibtisch oder vor dem Fernseher durchführen. Kniebeuge, SitUps und Liegestütze sind immer gut. Meine Kunden sind da schon sehr kreativ und tauschen sich untereinander aus. Wer nicht genau weiß, wie diese Übungen funktionieren, sollte auf Trainingsmethoden zurückgreifen, die derjenige kennt oder Trainer fragen, bevor es zu Verletzungen kommt.

Welche Auswirkungen hat es auf den Körper, wenn man sein gewohntes Training auf längere Zeit unterbrechen muss?
Ich glaube, dass es gerade in der Viruszeit nicht so verkehrt ist, wenn man mal eine Pause macht. Gerade wenn man in Quarantäne ist. Ich finde es nur wichtig, dass man danach wieder loslegt. Trotzdem muss man aktiv bleiben. Wenn man einfach seine Wohnung ausmistet, und einen Frühjahrsputz macht, da hat man auch viel zu tun, auch körperlich. Solche Sachen lassen sich gut integrieren, damit man nicht nur herumsitzt. Wer Sporteinheiten machen will, kann das natürlich auch machen. Ich habe eine Trainingsgruppe, der habe ich einen Trainingsplan geschrieben, die können mich auch anschreiben, damit der Plan angepasst werden kann. Wenn man zwei oder vier Wochen eine Sportpause macht, dürfte das kein großes Problem sein. Für Leistungssportler wird es allerdings hart werden, wenn im Sommer Wettkämpfe anstehen, wie bei mir ein Lauf über 130 Kilometer bei 13000 Höhenmetern. Das wird eine besondere Herausforderung.

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