Fatihspor Werl selbstbewusst: "Aufstieg nicht ausgeschlossen"

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Viele Neuzugänge tummelten sich beim Fatihspor-Training mit Coach Tamer Bektas (oben links) auf dem Höppeplatz.

Werl – Sie hatten sich vor einem Jahr den Durchmarsch als Ziel gesetzt und sie haben es erreicht. Und auch in diesem Sommer sind die Spieler und Verantwortlichen des SC Fatihspor Werl voller Tatendrang. „Wir wollen auf jeden Fall unter die ersten Fünf, halten den erneuten Aufstieg aber nicht für ausgeschlossen“, ist Tamer Bektas, Coach des B-Kreisliga-Aufsteigers sehr zuversichtlich.

Der Neuling, erst vor drei Jahren gegründet, hat als erste Mannschaft den Trainingsbetrieb für die Saison 19/20 gestartet. Nach zwei Waldläufen stand am Mittwochabend die erste Fußballeinheit auf dem Höppe-Kunstrasenplatz im Werler Sportpark auf dem Programm. Bektas wird in der kommenden Saison von Mustafah Degnek als Co-Trainer unterstützt, nachdem Cahittin Ünal aus beruflichen und privaten Gründen kürzer treten musste. 

Fatihspor hat nach dem erfolgreichen Durchmarsch – die C-Liga-Meisterschaft war durch Nachlässigkeiten in den letzten drei Wochen der Vorsaison verspielt worden – einen so enormen Zulauf erhalten, dass künftig zwei Mannschaften gemeldet werden. 

Fast 50 Spieler stehen jetzt auf der Liste, so dass die Meldung einer weiteren Mannschaft unabdingbar war. Um die künftige Reserve werden sich Gökhan Yigit und Yavuz Vakifli kümmern. „Ich denke, die schaffen den Aufstieg“, ist Bektas optimistisch. 

Für seinen Kader – schon in der ersten Juli-Woche sollen die Aufgebote der beiden Mannschaften in etwa eingeteilt sein – setzte Bektas darauf, dass es gelingt, eine spielerische Harmonie zu erzielen zwischen den bisherigen Leistungsträgern und den neuen, zumeist jungen Neuzugängen. Bektas war es gelungen, genau die Spieler zu seiner Mannschaft zu holen, die auf seinem Wunschzettel standen. Andere sind von sich aus auf Fatihspor zugekommen.

Neues Vereinsheim

Der Coach des B-Liga-Aufsteigers hofft neben dem sportlichen Erfolg auch auf ein hohes Maß an Akzeptanz von den Zuschauern der künftigen Gegner. „Ich freue mich auf die tolle Atmosphäre, die bei einigen der Dorfvereine herrscht, auf die wir künftig treffen. Dabei hoffe ich darauf, dass man uns fair begegnet. Ich spreche es vor jedem Spiel bei meiner Mannschaft an, dass sie sich nicht provozieren lassen sollen“, weiß er um das Temperamt vieler seiner Schützlinge. 

Ein Temperament, dass die Fatihspor-Spieler auch bei ihren Zusammenkünften neben dem Platz gern ausleben. So ist Bektas froh, dass es gelungen ist, an der Neheimer Straße Räumlichkeiten für ein Vereinsheim gefunden zu haben, wo keine Nachbarn durch fröhliche Feiern gestört werden. „Das war ein Riesenschritt für uns, jetzt wollen wir Fatihspor auch zu einem Familienverein ausbauen, mit Sport für Frauen und Kinder“, skizziert er Pläne für die Zukunft und betont die Unterschiede zum einstigen Verein Türkgücü Werl, dem der Unterbau fehlte. 

Kurzfristig wünscht sich Bektas, dass es gelingt, die Bedingungen an der Höppe zu verbessern. „Wir haben nicht einmal Toiletten, brauchen auch ein Gerätehaus“, macht er auf die Defizite aufmerksam, die auch für Gästezuschauer nahezu unzumutbar sind. Mit den Umkleideräumen im hinteren Bereich des Freibadgeländes können sie derweil ganz gut leben.

Zugänge

Tufan Kabakci (SuS Scheidingen), Sezgin Bektas (TuS Wickede), Hayrettin Bostanci (TuS Wickede), Batu Ates (TuS Wickede), Ahmet Toy (TV Borgeln), Selim Öztürk (SuS Scheidingen), Cagatay Vakifli (Preußen TV Werl), Cagatay Sahin (SVW Soest Jugend), Tolga Taskiran (SVW Soest Jugend), Kerim Günes (Türkiyemspor Neheim) und noch einige Jugendliche aus dem Werler Umkreis.

Testspiele

7. Juli – TSC Kamen II (H) 14.7. – Preußen TV Werl (A) 21.7. – SV Neubeckum III (A) 28.7. – SpVg Möhnesee II (H) Vatanspor Hemer noch ohne Termin

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