Für den Soester Hochspringer war mehr drin

Falk Wendrich traurig nach Silber bei der DM im Hochsprung

Leichtathletik: Deutsche Meisterschaft
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Der Soester Hochspringer Falk Wendrich musste sich bei der Leichtathletik-DM in Braunschweig im Hochsprung der Männer mit 2,16 Metern und dem zweiten Platz begnügen.

Braunschweig – Er hatte sich mehr erhofft, daraus machte Falk Wendrich gestern Abend keinen Hehl. Bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft im Braunschweiger Eintracht-Stadion gewann der 25-Jährige aus den Reihen des Leichtathletikzentrums (LAZ) Soest am Sonntagnachmittag die Silbermedaille. Eine Platzierung, die eigentlich kein Grund für Enttäuschung ist, doch es wäre mehr drin gewesen.

„Ich bin schon ziemlich traurig, diesen Wettkampf habe ich aus der Hand gegeben“, sagte Wendrich, nachdem er dreimal an der Höhe von 2,20 Metern gescheitert war. Eine Höhe, die Wendrich in dieser Saison schon gesprungen ist und eine Höhe, die am Sonntag nur der neue Deutsche Meister Tobias Potye (LG Stadtwerke München) überquerte. Dabei sah es zunächst gut aus für Wendrich, der eine persönliche Bestleistung von 2,29 Metern hat. Sowohl seine Einstiegshöhe von 2,12 Metern als auch die folgenden 2,16 Meter schaffte er problemlos im ersten Anlauf. Europameister Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) hingegen schied bei 2,16 Metern bereits aus, sodass früh klar war, dass der Titelverteidiger nicht seine fünfte DM-Goldmedaille hintereinander gewinnen würde.

Ich bin schon ziemlich traurig, diesen Wettkampf habe ich aus der Hand gegeben.

Falk Wendrich

Bei 2,20 Metern kam es so zum Dreikampf zwischen Potye, Wendrich und dem späteren Bronzemedaillen-Gewinner Jonas Wagner (Dresdener SC). Im zweiten Durchgang hatte noch keiner aus dem Trio die Höhe gemeistert. Potye schaffte seine Siegerhöhe schließlich im dritten Anlauf, während Wendrich und Wagner ausschieden. „Es ist verrückt, egal, wie hoch ich springe, es gibt immer Silber“, ärgerte sich Wendrich darüber, dass er schon wieder den Platz ganz oben auf dem Treppchen verpasst hat. Dabei war das Niveau im Hochsprung-Wettbewerb der Männer bei den nationalen Meisterschaften in den vergangenen Jahren schon wesentlich höher. Bei der Hallen-DM vor zwei Jahren etwa musste Wendrich für die Silbermedaille zehn Zentimeter höher springen.

Die Hoffnung auf DM-Gold hat der Soester jedoch noch längst nicht aufgegeben: „Ich werde stoisch weiterarbeiten und mich gedulden, bis mein Durchbruch kommt und ich weiß, dass er kommt – und Gold bei einer Deutschen Meisterschaft wird dabei auch eines Tages herausspringen“, so Wendrich. Den Platz an der Spitze der deutschen Jahresbestenliste teilt sich Wendrich nun mit dem neuen Deutschen Meister Tobias Potye.

Vorbei ist die Saison für die beiden aber noch längst nicht und zumindest der Soester Falk Wendrich geht davon aus, dass er das Zeug hat, sich in diesem Jahr noch weiter zu steigern.

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