Ex-Werler arbeitet als Co-Trainer bei einem Zweitligisten

Co-Trainer Danilo Fernando Evangelista de Souza feierte am 21. April 2018 mit dem Aufstieg in die Zweite Liga einen von vielen Erfolgen beim Achterbahnfahren durch die Profiligen mit dem SC Paderborn. Ein Jahr später ging es sogar in die Bundesliga hoch, ein weiteres Jahr später im Sommer 2020 wieder zurück in die 2. Bundesliga für de Souza und dem SC Paderborn 07.
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Co-Trainer Danilo Fernando Evangelista de Souza feierte am 21. April 2018 mit dem Aufstieg in die Zweite Liga einen von vielen Erfolgen beim Achterbahnfahren durch die Profiligen mit dem SC Paderborn. Ein Jahr später ging es sogar in die Bundesliga hoch, ein weiteres Jahr später im Sommer 2020 wieder zurück in die 2. Bundesliga für de Souza und dem SC Paderborn 07.

Vor 17 Jahren kam Danilo de Souza aus Brasilien zu den Werler Preußen. Er war einer der Spieler vom Zuckerhut, die bei den Adlerträgern anheuerten. Heute ist der 37-Jährige Co-Trainer beim Zweitligisten SC Paderborn und gehört zum Trainerstab vom Chef-Coach Steffen Baumgart.

Paderborn/Werl – Beim damaligen Projekt der Preußen war geplant, dass sich junge talentierte brasilianische Fußballer das Trikot der Preußen überstreifen und sich gleichzeitig für höher spielende Vereine präsentieren können. Das Projekt machte bundesweit Schlagzeilen. Neben zahlreichen Tageszeitungen waren auch Fernsehsender an dem Projekt interessiert und sie schickten Kamerateams in den Werler Sportpark. Sechs Spieler aus Brasilien waren bei den Preußen angemeldet. Am Ende scheiterte das Projekt aber an behördlichen Auflagen.

Die meisten der Fußballer aus dem südamerikanischen Land kehrten in ihre Heimat zurück. Allerdings nicht Danilo de Souza, der seine Laufbahn im Nordosten Brasilien bei Forza Esporte Clube begann und später beim SC Corinthians Alagoano fortsetzte, mit dem er brasilianischer Jugendmeister wurde.

Sportliche Reise durch Deutschland und Schweden

Denn Danilo glaubte weiter an eine Karriere in Deutschland. Und der heute 37-Jährige heuerte nach dem Engagement bei Preußen TV Werl beim damaligen Verbandsligisten Westfalia Rhynern an. Danilo überzeugte in der Elf vom Werler Teammanager Andreas Kersting. Ein Angebot vom Regionalligisten LR Ahlen folgte nur ein Jahr später. Nach Stationen beim SV Wehen Wiesbaden, Bonner SC und nochmals Westfalia Rhynern bekam der ehemalige Preußen-Spieler ein Angebot aus Skandinavien. Er schloss sich 2011 dem schwedischen Zweitligisten Assyriska FF aus Södertälje an, für den er fast drei Jahre kickte.

Danach kehrte Danilo in den Kreis Soest zurück. Er unterschrieb einen Vertrag beim SV Lippstadt. Seine sportliche Karriere endete 2017 beim DSC Arminia Bielefeld. Er lernte Markus Krösche kennen, der zu dem Zeitpunkt noch Geschäftsführer beim SC Paderborn war. „Mit ihm habe ich mich über meine Idee vom Fußball unterhalten. Daraus haben sich zahlreiche Gemeinsamkeiten ergeben, sodass ich ein Angebot als Co-Trainer bekam. Ich fand das damals sehr mutig, da ich keine Erfahrung in dieser Position hatte“, erzählt der 37-Jährige.

Danilo de Souza (links) bei der Trainingsarbeit als Unterstützer von Chefcoach Steffen Baumgart (2. von rechts).

In diese Funktion ist er seit nun fast vier Jahren an der Seite vom Coach Steffen Baumgart. Wie Danilo berichtet, sind seine Aufgaben im Trainerstab von vielfältiger Natur. „Ein wesentlicher Faktor war zu Beginn die Videoanalyse, die seit einiger Zeit schwerpunktmäßig von einem zusätzlichen Kollegen im Trainerteam übernommen wird“, teilt SCP-Pressesprecher Matthias Hack mit.

 „Ich habe damals meine ersten und guten Freundschaften in Deutschland aufgebaut, die ich bis heute pflege.“

Danilo de Souza

Er erzählt weiter, dass das Team um Chef-Trainer Steffen Baumgart sich durch eine enge Kooperation auszeichnet, ohne dass einzelne Aufgaben nur einer Person zugeordnet werden. „Die Vorbereitung der Trainingsarbeit und der Spiele nimmt dabei naturgemäß breiten Raum an“, erklärt Hack.

Abenteuer 1. Bundesliga

Danilo de Souza erinnert sich bei seiner Zeit bei den Preußen besonders an die Derbys gegen Rot-Weiß Westönnen und SV Welver. Die Zeit, als er noch in Werl gewohnt und gespielt hat, ist aus seiner Sicht zwar ganz weit weg, aber die Erinnerungen sind absolut positiv. „Ich habe damals meine ersten und guten Freundschaften in Deutschland aufgebaut, die ich bis heute pflege“, erzählt de Souza.

Der 37-jährige Co-Trainer informiert sich im Internet über die Ergebnisse und Tabellenstände der Mannschaften aus dem Kreis Soest. „Mein letzter Besuch vor Ort ist allerdings schon einige Zeit her“, erzählt Danilo. Das vergangene Jahr bezeichnet er als ein „Abenteuer“, als er mit dem SC Paderborn in der ersten Bundesliga unterwegs war. Für den ehemaligen Preußen-Spieler war die Saison kurz gesagt: „Wunderschön, anspruchsvoll und sehr lehrreich.“

Vertragsgespräche im März

Die Verträge des Trainergespanns laufen zum Ende der Saison aus. „Mit Steffen Baumgart werden wir uns im März über eine weitere Zusammenarbeit unterhalten. In diesem Umfeld laufen auch weitergehende Gespräche mit den Co-Trainern“, sagt Pressesprecher Hack. Danilo sieht sich am Anfang seiner Laufbahn und er will noch viel Erfahrung sammeln. „Als Chef-Trainer zu arbeiten, kann ich mir zu einem späteren Zeitpunkt grundsätzlich vorstellen“, teilt er im Gespräch mit.

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