Im ersten Heimspiel 2011 trifft VfS auf Angstgegner

WARSTEIN ▪ Es gibt nicht viele Teams, die sich als „Angstgegner“ des VfS Warstein bezeichnen dürfen, also in der Landesliga tabellarisch niedriger eingestuft werden, aber trotzdem eine positive Bilanz aufweisen. Von Bernd Großmann

Die SG TuRa Halden-Herbeck jedoch, morgiger erster Gast des Jahres 2011 in der Dreifachturnhalle, hat sich diese ehrenvolle Bezeichnung verdient, denn seit ihrem Aufstieg in die Landesliga konnte sie vier der bisherigen fünf Begegnungen für sich entscheiden. Bislang nur einmal, nämlich im Vorjahr, als die Warsteiner auf dem Weg zum Vizetitel ihr Heimspiel mit 36:31 gewannen, endete der Vergleich mit einem Sieg des Favoriten.

„Mir ist unverständlich, warum diese Mannschaft nicht zur Spitzengruppe gehört. Sie spielt einen technisch sauberen Handball und ist individuell stark besetzt“, sagte gestern VfS-Trainer Heinz Thomanek. Fakt aber ist: Der Hagener Fusionsclub schwebt in Abstiegsgefahr, hat sich von seinem Coach Günter Meckel getrennt und unter seinem Nachfolger Rainer Woyck erst durch die jüngsten Erfolge (Arbeitssieg in Letmathe, Remis gegen Soest II) ein kleines Polster von zwei Zählern auf den drittletzten Platz verschafft.

Diese zwei Bonuspunkte holte sich Halden beim 33:26-Hinspielerfolg über einen am zweiten Spieltag personell arg gebeutelten VfS, der mehrere Leistungsträger mit hohem Trainingsrückstand einsetzen musste und dementsprechend chancenlos war. „Diesmal stehen die Vorzeichen anders. Wir sind zwar nur noch ein kleiner Haufen, aber die Trainingsbeteiligung ist hoch“, strahlt Thomanek Zuversicht aus.

Erfolge in Wetter (33:32) und Letmathe (36:28) haben gezeigt, dass Warstein auch ohne Björn Kanning ins obere Drittel der Landesliga gehört, vor allem aber, dass der sportliche Ehrgeiz da ist, die letzte Saison unter Thomanek so erfolgreich wie möglich abzuschließen. Bei mittlerweile nur noch drei Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten RE Schwelm geht der Blick allemal nach oben.

Gerade wegen der Negativbilanz gegen Halden-Herbeck besteht keine Gefahr der Unterschätzung. „Meine Jungs sind, wie man den Gesprächen der letzten Tage entnehmen konnte, stark fokussiert auf dieses Match und brennen darauf, sich zu revanchieren“, sagt Thomanek. Trotzdem flößte er seinen Schützlingen besondere Konzentration in der Abwehr ein, damit Haldens Hauptschützen Homberger, Pelka und Goebels nicht wieder leichtes Spiel haben.

Am Dienstag fehlten Jonas Bittern (Studium in Münster) und Benedikt Furmaniak (Magenverstimmung) beim Training, aber Thomanek geht fest davon aus, morgen (19.45 Uhr) seine derzeit stärkste Formation plus ein oder zwei Akteure aus der Reserve aufbieten zu können.

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