Erleichterung nach erstem Sieg: STV schlägt Gevelsberg-Silschede 29:25

Julian Vukoja stellte zusammen mit Axel Loer einen starken Innenblock und glänzte auch als Kreisläufer durch gute Aktionen, traf selbst einmal und holte einige Siebenmeter heraus.
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Julian Vukoja stellte zusammen mit Axel Loer einen starken Innenblock und glänzte auch als Kreisläufer durch gute Aktionen, traf selbst einmal und holte einige Siebenmeter heraus.

Soest - Die Erleichterung war zu spüren. Strahlende Gesichter, jubelnde Soester, Spieler und Zuschauer. Dem Soester TV ist mit dem 29:25 (15:11) gegen die HSG Gevelsberg der erste Saisonsieg gelungen. Der angestrebte Neustart nach der Herbstpause ist geglückt – auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war und auch am Sonntag noch längst nicht alles rund lief.

Zur Erinnerung: Den letzten Sieg hatte der STV, der diesmal auf die angeschlagenen Schönle und Brauckmann ganz verzichten musste, bei dem Max Loer und Kim Voss-Fels angeschlagen nur wenig oder dosiert eingesetzt wurden, vor über einem halben Jahr gefeiert. Mit 29:25 schlugen die Soester am 6. März die SG Schalksmühle-Halver im Abstiegskampf der 3. Liga. Dass es eine Etage tiefer nicht unbedingt wieder zum Abstiegskampf kommen muss, dafür sorgte der STV jetzt mit einer beherzten Leistung. Der Sieg war ohne Zweifel verdient, die Leistung besser als in den vier Spielen vor der Herbstpause. Aber noch steckt der STV ganz unten in der Tabelle.

Grund zur Freude gab es natürlich dennoch. „Wir sind natürlich froh über den Sieg. Die Jungs haben alle gut gearbeitet. Und als es knapp wurde, haben wir nicht nachgelassen“, freute sich Coach Dirk Lohse. „Auf eine schwächere Phase folgte auch immer wieder eine gute Phase.“

Eine gute Phase wie in der ersten Halbzeit, als der STV nach guten Start (4:1) zwar die Gäste wieder herankommen lassen musste (4:3), dann aber mit Einsatz, Spielwitz und Tempo einen 10:4-Vorsprung herausschoss. Ob Jan Franke, der Leihgabe aus der zweiten Mannschaft, mit einem guten Schuss von Rechtsaußen, im Eins-gegen-Eins wie Axel Loer oder Schnorfeil und Bekel nach Ballgewinnen im Gegenstoß. In dieser Phase passte alles. Als Krönung traf der in der ersten Hälfte richtig gut haltende Keeper Birk Muhr dann auch noch aus dem eigenen Kreis ins verwaiste Gevelsberger Tor – da schien Soest auf dem richtigen Weg.

Doch folgten nun fünf Minuten ohne eigenen Treffer, aber mit fünf Gegentoren. Beim 10:9 war die HSG wieder dran, aber Soest stabilisierte sich. Wieder war Jan Franke zur Stelle, der ohnehin mit fünf Treffern zum besten Feldtorschützen avancierte, und hauchte dem STV mit dem 11:9 wieder Leben ein. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung wieder auf vier Tore an.

„Wir haben nach vorne schon gute Aktionen gehabt, aber im schnellen Spiel nach vorne auch noch viel liegen lassen“, sieht Lohse noch einige Arbeit auf sich zukommen. Denn auch die zweite Hälfte verlief relativ schwankend. Schon nach drei Minuten hatte Gevelsberg wieder den Kontakt hergestellt (15:14), ließ sich auch nicht so schnell wieder abschütteln, weil Tobias Fleischhauer und Björn Wohlgemut mit ihrer individuellen Klasse die Gäste im Spiel hielten (20:18).

Handball-Oberliga: Soester TV - HSG Gevelsberg-Silschede 29:25

Handball-Oberliga: Soester TV - HSG Gevelsberg-Silschede 29:25
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Handball-Oberliga: Soester TV - HSG Gevelsberg-Silschede 29:25
Handball-Oberliga: Soester TV - HSG Gevelsberg-Silschede 29:25

Erst Manndeckungen gegen die beiden durch Bekel und Franke bremsten sie aus – und beschleunigten wiederum den STV, der beim 24:19 per Siebenmeter durch Luis Gran wieder davongezogen war. Eine weitere kurze Schwächephase (24:22) beendete schließlich „Abwehrspezialist“ Benni Haake, der erstmals auch wieder im Rückraum spielte, mit seinem Treffer zum 25:22. Jan Franke machte nach einem weiteren Ballgewinn durch Max Loer per Gegenstoß den „Deckel“ mehr oder weniger „drauf“: 26:22 (54.). Die HSG versuchte alles, aber der STV behielt in den etwas chaotischen letzten Minuten die Ruhe.

Statistik

Soester TV: Muhr (1.-60.), Lichtenegger (1 7m); Gran (5/5), Schnorfeil (3), Wolff (n.e.), A. Loer (4), Picht (1), Vukoja (1), Schönle (n.e.), Haake (4), R. Bekel (1), K. Voss-Fels (2), M. Loer (3/1), Franke (5).

HSG Gevelsberg-Silschede: Scholz, Olschinka; Temp, Lindemann (1), Wohlgemut (3), Stippel (1), Kliche (3), Dudczak (2), Fleischhauer (8/1), Schmitz, Breuker, Schrouven, Rauhaus (6), Pavlov.

Spielfilm: 3:0 (6.), 4:3 (8.), 5:4 (13.), 10:4 (17.), 10:9 (23.), 13:9 (25.), 15:11 (30.) – 16:15 (34.), 19:16 (38.), 20:18 (41.), 24:19 (48.), 24:22 (52.), 26:22 (54.), 28:24 (57.), 29:25 (60.).

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