„Einzigartig“ – Thomas Hinze nach 23 Jahren als SHC-Chef verabschiedet

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Thomas Hinze (links) erhielt die silberne Ehrennadel des Westdeutschen Hockey-Verbands von Hans-Jürgen Becker, dem Vorsitzenden des Bezirks Westfalen im WHV.

Soest – 23 Jahre lang hat er an der Spitze des Soester Hockclubs gestanden, gehörte 1996 zu den Mitbegründern des Vereins nach der Loslösung vom Soester SV. Jetzt legte Thomas Hinze das Amt in jüngere Hände, gab die Verantwortung weiter an Tim Gosewinkel. Seine Mitstreiter beim SHC wollten ihren langjährigen Chef aber nicht so einfach in den Ruhestand verabschieden.

Vielmehr fanden sie Gehör beim Westdeutschen Hockey-Verband. Hans-Jürgen Becker, Vorsitzender des Bezirks Westfalen im WHV, machte sich daher auf den Weg aus Iserlohn nach Soest, um Hinze eine besondere Ehre zukommen zu lassen. Vor dem Meisterschaftsspiel der Herren des SHC gegen Eintracht Dortmund – der Anzeiger berichtete – verlieh Becker dem 60-Jährigen die Ehrennadel des WHV in Silber.

„23 Jahre an der Spitze eines Vereins zu stehen, ist in unserem Verband schon einzigartig“, lobte der Bezirksvorsitzende das Engagement des bisherigen SHC-Vorsitzenden. Die Regel seien maximal zehn Jahre an der Spitze eines Vereins, wusste Becker aus seinen Erfahrungen zu berichten.

Hinze kam als Zwölfjähriger zum Hockey, durchlief den Nachwuchs beim damaligen SSV, spielte bis 1990 bei den Herren, ehe er eine Auszeit nehmen musste, stand doch der Umbau seines Hauses an der Kleinen Osthofe ganz oben auf der Agenda. Als dies weitgehend geschafft war, gehörte er neben Ralf Gebel und anderen zu den treibenden Kräften, die einen eigenständigen Verein anstrebten.

Dieses Unterfangen gelang damals mit 37 Mitgliedern bei der Gründungsversammlung. „Wir sind schnell auf hundert Mitglieder gewachsen“, erinnert sich Hinze, der überaus stolz ist, dass der SHC inzwischen über 200 Mitglieder hat. „Das ist für eine Sparten-Sportart schon bemerkenswert, zumal wir nur etwa fünf Prozent Passive haben“, hebt er hervor.

Großprojekt Sportheim

Größtes Projekt in seiner Amtszeit war der Bau des Sportheims am Ardey zusammen mit der damaligen DJK Westfalia und dem dazu gehörenden Kunstrasen. Die Zusammenarbeit mit Hans Rensmann, dem damaligen Westfalia-Vorsitzenden, bezeichnet Hinze rückblickend als überaus angenehm.

„Das läuft gut“, ist er zufrieden mit der aktuellen Situation, wenngleich der Kunstrasenplatz bei aller vorbildlichen Pflege in die Jahre gekommen ist. „Mein Wunschtraum für den Verein wäre ein bewässerter Kunstrasen, wie es ihn in Oelde gibt“, hat Hinze Vorstellungen davon, wie es weitergehen soll mit dem Hockeysport am Ardey.

Seinen Nachfolgern im Vorstand mit Tim Gosewinkel an der Spitze hat er jedenfalls ein gut bestelltes Haus übergeben. „Wir haben auch Täler durchschritten, doch dank der Initiative vor allem einiger Eltern die Kurve gekriegt“, weiß er, dass es in jedem Verein Höhen und Tiefen geben kann. Höhen, die rein sportlich betrachtet, der SHC am nächsten Wochenende erklimmen kann. Für die Damen ist der Aufstieg in die Oberliga nur noch Formsache, für die Herren zumindest noch denkbar.

Und wenn es die Mitspieler erlauben, würde Hinze dabei auch mit seinen 60 Jahren noch ein wenig den Schläger schwingen ...

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