Werl ehrt Sportler und Funktionäre des Jahres

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Kreisliga-Meister, und das als gemischtes Team: Ein geschlechtsübergreifender Erfolg gelang der Handball-D-Jugend des Werler TV.

Werl - Deutsche Meister, erfolgreiche Teams und viele engagierte Helfer: Die diesjährige Sportlerehrung der Stadt Werl zeigte einmal mehr die erfolgreiche Vielfalt des Sports in der Sälzerstadt.

Einzelsportler, Mannschaften und Funktionäre durften dabei ihre verdienten Ehrungen entgegen nehmen, ein gelungenes Rahmenprogramm rundete die Veranstaltung, die erstmals gemeinsam von Stadtverwaltung und Stadtsportverband organisiert wurde, ab.

8753 organisierte Sportler in über 30 Vereinen: Eindrucksvoll mit Zahlen belegen konnten Bürgermeister Michael Grossmann und Moderator Ulrich Canisius, welch wichtige Rolle der Sport in Werl spielt. „Jeder vierte Werler treibt Sport im Verein“, rechneten sie vor und freuten sich gleichzeitig, dass dabei nicht nur die Breite, sondern auch die Spitze stimmt: „Vize-Weltmeister, EM-Sieger und mehrere deutsche Meister – das ist für eine Gemeinde im ländlichen Raum sicher nicht gewöhnlich.“

Internationale Erfolge im Motorsport

International erfolgreich ist Werl vor allem im Motorsport: Mit Mark Risse und Ina Wilde hat der ortsansässige MSC gleich zwei heiße Eisen in den Motorrad-Disziplinen Enduro und Trial im Feuer, die auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurückblicken konnten. Wilde landete bei der Weltmeisterschaft im Trial auf dem vierten Platz in der Einzelwertung und schrammte mit der Mannschaft auf Platz zwei sogar nur knapp am WM-Titel vorbei. Europameister darf sich Risse nennen, der zusammen mit der deutschen Nationalmannschaft die Enduro-EM für sich entscheiden konnte. 

Sportlerehrung 2016 in Werl

Hinzu kam ein vierter Platz bei der WM in der Slowakei. Die erfolgreiche Bilanz komplett machten Steve Brown als Vize-Westdeutscher Meister im Trialpokal und Manfred Schulte mit einem sechsten Platz bei der Deutschen Berg-Meisterschaft für Tourenwagen. Mit Hilfe von Video-Einspielern konnten die Motorsportler dem Publikum zudem ihre Disziplinen näherbringen – und brachten die Zuschauer dabei das ein oder andere Mal zum Staunen, so zum Beispiel mit der Leistungsfähigkeit von Schultes Gefährt: „Der schafft es in sechs Sekunden von 0 auf 200.“

Mattensport eine Werler Disziplin

Höchste nationale Ehren erarbeiteten sich 2015 Alessio Murrone sowie Lorena Bode und Lukas Gerlitz – allesamt im weitesten Sinne im „Mattensport“: Während der eine seine Gegner als Judoka auf selbige schickte, vollführte das Sportakrobatik-Duo des Werler TV darauf atemberaubende Kunststücke und gab im Anschluss an die Auszeichnung auch gleich eine Kostprobe seines Könnens. Für alle drei soll die deutsche Meisterschaft noch nicht das Ende der Fahnenstange sein: „Die Teilnahme an einer WM oder den olympischen Spielen wäre mein Traum“, so Murrone. Ebenfalls Deutsche Meisterin wurde Anna-Lena Potthoff, die mit dem Team Westfalen auf Rang eins im Vierkampf des Pferdesports landete. Bei dieser Mehrkampf-Variante müssen sowohl Pferd als auch Reiter Höchstleistung bringen: Neben einer Dressur und einem Springen stehen für die zweibeinigen Teilnehmer auch Laufen und Schwimmen auf dem Programm. Patric Disselhoff als Dritter der Landesmeisterschaft im Taekwondo rundete das erfolgreiche Bild bei den Werler Einzelsportlern ab.

Auch die Mannschaften glänzen

Auch bei den Mannschaften gab es manch schöne Erfolgsgeschichte zu erzählen. So zum Beispiel die der routinierten Volleyballerinnen der DJK, die in der Bezirksliga den wesentlich jüngeren Gegnerinnen zeigten, was eine Harke ist: „Die sind zum Teil 20 Jahre jünger als wir“, schmunzelten die Damen um Trainer Christian Jatzek. Oder die der Handball-D-Jugend des Werler TV, die als einziges gemischtes Team in einem spannenden Entscheidungsspiel den Kreismeister-Titel errangen.

„Am Anfang haben uns manche Gegner belächelt, dass wir Mädchen in der Mannschaft haben. Aber denen haben wir ganz schnell gezeigt, wie gut wir sind“, erzählte Trainerin Carina Grossmann. Auszeichnungen gab es zudem für die Leichtathletik-Allrounder Jan Grote, Niels Jesse und Janis Farendla von der DJK Werl, die Herren 30- und Damen-Tennismannschaft des Ski-Clubs, die U13-Kicker der DJK BW Büderich und die Kangaroos, die mit einem kunterbunten Auftritt für einen der Höhepunkte des Abends sorgten.

Abschließend wurden zudem diejenigen geehrt, die die sportlichen Erfolge durch ihr Engagement im Hintergrund erst möglich machen: Zwölf Funktionäre von Werler TV hin zu Schachclub und Kegelfreunden hatten sich die Auszeichnung verdient, ob durch Vorstandsarbeit, langjährige ehrenamtliche Vereinstätigkeit oder zupackendenden Einsatz bei Baumaßnahmen. „Höchstleistungen gelingen nur dort, wo das Umfeld stimmt“, hob Bürgermeister Grossmann hervor und dankte den Ehrenämtlern für ihr Engagement. Ein Lob richtete er zudem an die Arbeit der Vereine bei der Integration von Flüchtlingen: „Als wir die Sportler anstupsen wollten, etwas zu unternehmen, waren sie schon lange auf dem Weg.“

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