Doreen Glomb „stolz und zufrieden“ nach ihrem WM-Debüt

„Es wird schwer“, wusste Doreen Glomb am Start, doch sie hielt ihre Positon unter den besten 30 Läuferinnen locker, wurde 27. bei der OCR-Weltmeisterschaft der Extremsportler in Kanada.

Blue Mountains - „Stolz und zufrieden!“ So beschreibt Doreen Glomb, Ausdauersportlerin aus Soest, ihre Gefühle nach dem Start bei der OCR-Weltmeisterschaft in Kanada. Beim großen Hindernislauf in der Nähe von Toronto (eineinhalb Stunden mit dem Auto) belegte die 41-Jährige im Einzelwettbewerb den 27. Platz in ihrer Altersklasse.

„Am Start war ich überwältigt von den vielen topfiten, durchtrainierten Frauen in meinem Alter – übrigens auch die Männer – und ich wusste es wird schwer, konnte meine Position unter den Top 30 aber gut halten die ganze Strecke über. Fast alle Hindernisse habe ich auf Anhieb geschafft und das war mehr als ich erwartet habe. Denn so einige hatte ich noch nie gemacht und das ist technisch deshalb oft sehr schwer. Ich bin absolut an meine Kraftgrenze gegangen, beim zirka zehn Meter hohen Seil bin ich kurz vorm Ziel abgerutscht, weil die Muskeln einfach nicht mehr konnten“, beschrieb Doreen Glomb einen extrem anstrengenden Lauf. „Zum Glück haben mich die Handschuhe geschützt, sie sind dabei geschmolzen. Es war absolutes WM-Niveau, extrem bergig auf unwegsamem Terrain; jedes Hindernis erforderte maximale Kraft sowie Konzentration auf die richtige Technik“, schilderte sie weiter das Abenteuer, sprach von einer Mountainbike-Downhill-Strecke. „25-Kilogramm-Sandsäcke bergauf schleppen, da wird kein Unterschied zwischen Frauen und Männern gemacht“, berichtete sie von den Schwierigkeiten.

Am zweiten Tag in Kanada bei den World-Championships wurde der Teamwettbewerb ausgetragen. „Es regnete in Strömen und es war lebensgefährlich, deshalb wurden die Hindernisse für die Läufer gesperrt. Ich war für den Technikteil zuständig – Laufen und Kraft waren die anderen Parts –, das heißt: Ich musste die Hindernisse erneut und bei strömendem Regen bewältigen, was nach der Anstrengung und den Verletzungen des Vortages eine echte Herausforderung darstellte. Durch die mangelnde Griffigkeit war es diesmal sehr gefährlich und es gab viele Verletzte, zum Beispiel Stürze auf den Rücken sowie Arm- und Knieverletzungen. Unser deutsches Frauen-Trio biss sich durch, wir wurden extrem gut von unseren männlichen Kollegen angefeuert und begleitet und so schafften wir immerhin Platz 16 aller Teams unter den Weltelitefrauen“, berichtete die Soesterin vom zweiten Teil des Hindernislauf-Spektakels. „Stefanie Pflitsch hat den Sandsack geschleppt, Christiane Noth ist gelaufen und ich hab die Hindernisse gerockt. Zum Schluss mussten wir zu dritt mit Spezialtechnik eine ungefähr fünf Meter hohe Wand erklimmen.“

„Für mich eine sehr wertvolle Erfahrung und ich bin unverletzt – das gilt in jedem Rennen als Hauptziel. Blaue Flecken überall und ein wenig Muskelschmerzen am ganzen Körper gehören mehr oder weniger dazu“, schloss sie ihren Bericht. „Ich danke allen, die mich mental mit Daumendrücken und finanziell unterstützt haben.“ Die Deutschen hätten insgesamt super Leistungen gezeigt.

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