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Dominik Schäfers vorne dabei beim Sommerturnier des RV Ostönnen

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Von: Meike Lauterjung

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Eine Nullrunde im Normalparcours und ein schneller Vier-Fehler-Ritt in der Siegerrunde bescherten Dominik Schäfers und Chakido Platz drei im S*-Springen - alle Fotos: Lauterjung
Eine Nullrunde im Normalparcours und ein schneller Vier-Fehler-Ritt in der Siegerrunde bescherten Dominik Schäfers und Chakido Platz drei im S*-Springen - alle Fotos: Lauterjung

Ostönnen - Auch am zweiten Tag des großen Sommerturniers des Reitverein Ostönnen wurde den Zuschauern interessanter Dressur- und Springsport bei bestem Spätsommerwetter geboten und auch für die Reiter gab es Prüfungen auf verschiedenen Niveaus.

Die ganz jungen Nachwuchsreiter erwarteten Reiterwettbewerbe für Jungen und Mädchen. Finn Villbusch vom RV Ostönnen erritt sich mit Renegade Platz zwei bei den Jungen, in den Abteilungen extra für Mädchen holten Sanja Müller mit Billy und Maja Katzenbauer mit Leybuchts Ellyna goldene Schleifen für Ostönnen. Im Stilspringwettbewerb platzierten sich die Ostönner Vereinskolleginnen Luisa Wilmerding mit New Moon und Gina Müller mit Casanova auf Rang vier und fünf.

Für die fortgeschrittenen Reiter hielt der Turniersamstag Dressur- und Springprüfungen auf L-Niveau bereit. In der Stilspringprüfung ging die Siegerschleife an Rebecca Urban vom RV Lippborg-Unterberg, die mit Casablanca eine außerordentliche Note von 8,2 erhielt. In der Zeitspringprüfung war Dominik Schäfers aus Ostönnen mit Lenox-W ganz vorne: fehlerfrei und knapp vier Sekunden schneller als das restliche Starterfeld. In der Dressurreiterprüfung platzierte sich Vereinskollege Thomas Kaiser mit Souvenir auf Rang drei, nur 0,1 Punkte vor Luisa Hoff mit Vauxhall vom RV Lippborg-Unterberg auf Platz vier.

Eine neue Prüfung des Sommerturniers war der erste Ostönner Mannschafts-Spring-Cup. Drei Reiter bilden dabei eine Mannschaft, bei der jeder in einer anderen Wertungsprüfung startet: ein E-Springen, ein A-Springen und ein L-Springen. Alle Fehler und Zeiten der Einzelreiter werden dabei zur Mannschaftswertung addiert. Mit nur 9,75 Strafpunkten landete das Ostönner Team mit Gina Müller auf Braveheart, Lotta Behrens auf Curuba und Paula-Marie Hengst auf Cooper mit Abstand auf Platz eins.

„Wir haben diese Prüfung ins Leben gerufen, um den Zusammenhalt zwischen den Reitern zu stärken“, erklärt Ingrid Schmidt, Mitglied des geschäftsführenden Gremiums des RV Ostönnen, die Hintergründe der neuen Prüfungsform. „Wir möchten, dass die Reiter wegkommen vom Einzelreiterdasein, deshalb bieten wir auf unserem Turnier auch so viele verschiedene Mannschaftsprüfungen an. Und die Team-Wettbewerbe werden auch sehr gut angenommen.“

Den spannenden Tagesabschluss bildete das M*-Springen mit Siegerrunde. Das beste Drittel der Starter muss dabei in einer Siegerrunde erneut gegeneinander um den Sieg reiten. Dominik Schäfers gelang es mit seinem zweiten Pferd Chapaleufu in beiden Umläufen fehlerfrei zu bleiben und landete nur fünf Hunderstel hinter dem Sieger Daniel Oppermann (Nordbögge-Lerche) auf Rang zwei. Ebenfalls mit Doppelnull und in der Siegerrunde nur etwas langsamer waren Friederike Junker und ihr Cornflakes auf Platz drei.

Höhepunkt des dreitätigen Turnierwochenendes war das Abschlussspringen am Sonntag: eine Springprüfung der Klasse S* mit Siegerrunde.

In dieser Prüfung muss das beste Drittel der Starter aus dem Normalparcours erneut in einer verkürzten Siegerrunde gegeneinander antreten, um den Sieger zu ermitteln. Schon der Normalparcours hielt dabei die ein oder andere Schwierigkeit bereit. Neben einer dreifachen Kombination mit zwei Oxern war das Zeitlimit, um den Parcours zu meistern, auf knappe 71 Sekunden angesetzt. Die Starter mussten also von Anfang an ein hohes Grundtempo an Tag legen, um ohne Zeitfehler ins Ziel zu kommen und somit noch in die Siegerrunde einziehen zu können.

Sechs der 22 angetretenen Starter schafften es mit Nullrunden und Zeiten von unter 65 Sekunden in die Siegerrunde. Doch auch der folgende Parcours hatte es in sich, nur zwei der sechs Starter schafften eine weitere fehlerfreie Runde, darunter auch der Sieger Daniel Oppermann mit Lorielle aus Nordbögge-Lerche.

Als einziger Soester schaffte es Dominik Schäfers vom RV Ostönnen mit seinem Pferd Chakido in die Siegerrunde. Hier verzeichnete er leider einen Abwurf und somit vier Fehlerpunkte, war aber schneller als seine Konkurrenten, was mit dem dritten Rang belohnt wurde.

Schäfers betreibt den Reitsport als Hobby neben seinem Beruf als Fachvertreter einer Reitsportfirma, anders als Sieger und Pferdewirt Daniel Oppermann. Schäfers Steckenpferd ist eigentlich die Ausbildung junger Pferde.

Dass er mit Chakido und Chapeleufu, mit der er bereits am Samstag Platz zwei im M*-Springen belegte, zwei Pferde für schwere Prüfungen im Stall habe, sei eine Ausnahme, sagt Schäfers: „Ich habe häufig nur junge Pferde, mit älteren und erfahrenen kann man natürlich noch erfolgreicher reiten. Chakido und Chapeleufu sind dabei tolle Ausnahmen für mich. Mit ihren jungen sieben und acht Jahren sind sie bereits sehr erfolgreich. Mit Chakido konnte ich mich sogar bereits in S** platzieren.“ Beheimatet ist er mit seinen Pferden in Sieveringen. So war das Ostönner Sommerturnier für ihn sozusagen ein Heimspiel.

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