Auswahl durch den Verband

Dieser Vorsitzende eines Fußballvereins ist ein „Corona-Held“

Tobias Raschke
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Tobias Raschke

„Da standen mir die Tränen in den Augen!“ Tobias Raschke war ganz gerührt, als ihn die Nachricht vom Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) erreichte.

Sönnern – Hatte ihn doch sein Vorstandskollege vom SC Sönnern, Tommy Reinhard, zusammen mit Sebastian Kadlec beim FLVW für den Sonderpreis „Ehrenamt in der Corona-Pandemie“ vorgeschlagen. Und der 37-Jährige bekam den Zuschlag.

Der FLVW hatte den Sonderpreis in allen 29 Kreisen ausgeschrieben in Anbetracht der Situation, dass in vielen Vereinen die Pandemie alle Menschen vor große Herausforderungen stellt. In den Vereinen waren kreative Lösungen und viel Engagement gefragt, um die eigenen Mitglieder in Bewegung zu halten und darüber hinaus auch gesellschaftlich zu unterstützen. Es sind zahlreiche Bewerbungen eingegangen mit vielen großartigen Ideen und Beispielen, wie sich Vereine auch unter schwierigen Bedingungen engagieren.

Wir sind froh, so viel Einsatz und Herzblut in unseren Vereinen erleben zu dürfen.“

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski.

„Wir sind froh, so viel Einsatz und Herzblut in unseren Vereinen erleben zu dürfen“, sagt FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski. Und auch der Ehrenamtsbeauftragte Gottfried Dennebier weiß so viel Engagement zu schätzen: „Die Vereine sollen wissen, dass sie auch ohne aktiven Spielbetrieb von uns wahrgenommen werden und wir ihre herausragenden Leistungen mehr als zu schätzen wissen.“

Als Lohn winkt den bislang 23 gemeldeten Corona-Helden eine Ehrungsveranstaltung und Präsentübergabe im Sportzentrum Kamen-Kaiserau. „Sobald es möglich ist, möchten wir in einem würdigen und passenden Rahmen die Ehrenamtler bei uns gebührend feiern“, versichert Marianne Finke-Holtz.

Von der Nachricht völlig überrascht

Tobias Raschke war völlig überrascht von der Nachricht, dass er für den Kreis Soest den Zuschlag bekommen hat. „Als Vorsitzender engagiert er sich über sein Amt hinaus außerordentlich für den Verein“, begründete der FLVW. So organisierte Raschke bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr einen Getränkeservice für Vereinsmitglieder und die älteren und nicht mobilen Bewohner des Dorfes.

„Wir hatten so viele Getränke im Kühlraum, da bin ich auf die Idee gekommen. Das Angebot wurde von vielen Leuten angenommen. So habe ich mir nach Feierabend den Kofferraum voll geladen und die Getränke ausgeliefert“, erläuterte der SCS-Vorsitzende. „Das ging natürlich kontaktlos“, wurden ihm zufolge die Corona-Regeln natürlich eingehalten.

Des Weiteren trieb Raschke etliche Projekte und Sanierungs- sowie Renovierungsarbeiten voran, wobei er nicht nur an deren Planung und Finanzierung beteiligt war, sondern auch bei der Arbeit selbst.

Zudem arbeitete er am Hygienekonzept mit. Passend dazu beteiligte er sich auch in wesentlicher Form an dem Verkauf von Gesichtsmasken und Halstüchern, welche mit Vereinssymbolen bedruckt wurden. „Besonders vor Weihnachten haben Kurzentschlossene noch einige Sachen gekauft“, freute sich der SCS-Vorsitzende über den reißenden Absatz.

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