Fußball

SC Sönnern plant für eine weitere Saison in der Bezirksliga

Lange ist es her: Zuletzt spielte der SC Sönnern am 25. Oktober – gegen den VfL Wolbeck.
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Lange ist es her: Zuletzt spielte der SC Sönnern am 25. Oktober – gegen den VfL Wolbeck.

Anfang Februar war es zumindest der Plan der Verantwortlichen beim SC Sönnern, die Zusammenarbeit mit Fußballtrainer Achim Hering in der Saison 2021/22 fortzusetzen. Mittlerweile ist aus der vorläufigen eine endgültige Entscheidung geworden.

Sönnern – „Wir machen weiter mit Achim“, sagte der 1. Vorsitzende Tobias Raschke auf Anfrage des Anzeigers. Der Verein geht davon aus, dass die erste Mannschaft Bezirksligist bleiben wird – und plant dementsprechend. Allerdings sei es aktuell nicht leicht, neue Spieler zu bekommen.

Vor zwei Monaten war die Situation für den SCS völlig ungewiss. „Es gab große Fragezeichen“, sagt Raschke. Außerdem habe die Möglichkeit bestanden, dass die Saison fortgesetzt wird, das Team absteigt und die Stimmung kippt. Von daher wollte sich der Verein Optionen offen lassen. Für Hering war das Vorgehen kein Problem. „Wir wollten nicht lügen und sagen, wir machen auf jeden Fall weiter“, sagt der Coach.

Zwar gibt es trotz der anhaltenden Pandemie weiterhin keinen Entschluss seitens des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), doch Raschke geht davon aus, „dass wir in der Liga bleiben, weil die Saison nicht zu Ende gespielt wird“. Für ihn ist es „erschreckend, dass der FLVW keine Entscheidung trifft“.

Es ist erschreckend, dass der FLVW keine Entscheidung trifft.

Tobias Raschke

Auch für Sven Langenhorst, Sportlicher Leiter und Spieler der ersten Mannschaft, „macht es keinen Sinn mehr“. Hering sieht das genauso. „Es ist eine Hängepartie. Wir warten dringend auf ein Signal, aber es gibt Leute, die es nicht einsehen wollen“, sagt der Coach, der seit 2019 im Amt ist und im Sommer in seine dritte Saison gehen wird. „Einmal waren wir überm Soll, jetzt sind wir unterm Soll. Es wäre schön, mal eine ganze Saison zu absolvieren“, sagt der 49-Jährige.

Auch wenn es in der Meisterschaft mit nur einem Sieg aus sieben Spielen alles andere als optimal lief und das Mannschaftstraining seit fünfeinhalb Monaten verboten ist – „die Stimmung bei uns ist super“, betont Hering. „Das ist ein Bonus: Wir brechen in der Krise nicht auseinander.“ Allerdings sei das tägliche Miteinander verloren gegangen. Weil sportlich nichts geht, sei es momentan das prioritäre Ziel, „mit begrenzten Mitteln den Kader zusammenzustellen“.

Kader bleibt größtenteils zusammen

Und das ist keine einfache Aufgabe. „Es ist sehr schwer, Spieler zu akquirieren“, sagt der 1. Vorsitzende. Zwar wechseln – wie berichtet – in Jan Junker und Marius Apel zwei Spieler zum B-Kreisligist SG Oberense, doch weitere Abgänge gibt es laut Langenhorst nicht. Das bestätigt Raschke: „Der Kern bleibt. Zwei, drei Fragezeichen gibt es aber noch.“ Eins ist Raschke zufolge auch klar: „Wir brauchen Qualität.“ Die besitzt Angreifer Frank Vollenberg zwar zweifelsohne. Doch als selbstständiger Dachdecker werde er schon beruflich körperlich stark beansprucht. Sönnerns Grundsatz sei es, junge Leute mit gehobenem A-Liga-Niveau zu verpflichten, „die nicht aufs Geld schauen“, so Raschke.

Langenhorst beschreibt das Anforderungsprofil so: „Wir suchen junge, hungrige, wilde Spieler, die Lust haben, sich in der Bezirksliga zu beweisen.“ 15, 16 Spieler hat Hering auf dem Zettel für die nächste Saison. Drei, vier Neuzugänge wären „nicht verkehrt“, sagt der Sportliche Leiter. Die Verantwortlichen halten Ausschau nach Verstärkungen für jeden Mannschaftsteil. „Tendenziell suchen wir Spieler auf allen Positionen. Wir haben gelernt: Alles ist unberechenbar“, sagt Langenhorst. Aus verschiedenen Gründen habe Hering „immer wieder eine andere Elf“ aufstellen müssen. „Der Trainer kann nicht viel für so eine Misere.“

Aller guten Dinge sind drei

Optimistisch stimmt den Bezirksligisten aus Sönnern der 3:2-Last-Minute-Sieg gegen den VfL Wolbeck im letzten Spiel vor der Unterbrechung. „Wir waren auf einem guten Weg, hätten den Schwung mitnehmen können“, sagt Langenhorst, der damals zur Anfangsformation gehörte. In der nächsten Saison will der SCS einen besseren Start hinlegen. „Aller guten Dinge sind drei“, sagt Langenhorst vor der dritten Spielzeit mit Achim Hering.

--- Die Bezirksliga 7 ---

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