Alternative Saisonenden - Teil 3

Dann fällt die Sommerpause flach... - wie die Fußball-Saison weiterlaufen könnte

Das letzte Spiel vor der Zwangspause bestritt Bezirksligist SG Oestinghausen beim SuS Cappel.
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Das letzte Spiel vor der Zwangspause bestritt Bezirksligist SG Oestinghausen beim SuS Cappel.

Die Meisterschaft in den Soester Kreisligen wird ganz normal zu Ende gespielt – nehmen wir in diesem Text einfach mal an.

Kreis Soest – Das ist übrigens auch ein Szenario, das der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) in einer Umfrage den Vereinen vorschlägt. Drei alternative Vorschläge stehen dort noch zur Auswahl (siehe Infokasten). Doch wie könnte das laufen? 

Na gut, zugegeben: Normal kann diese Saison nicht mehr enden. Die Frühjahrspause wird die Fußballsaison 19/20 einzigartig machen. So schnell wird die niemand vergessen, dabei sind die Gründe noch viel wichtiger – dennoch kann der Betrieb eigentlich ganz einfach wieder aufgenommen werden, sobald Experten Entwarnung geben. Sollten die ausstehenden Spiele – also noch ein gutes Drittel aller Spiele – noch ausgetragen werden, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder wird die alte Saison möglichst schnell abgespult – oder die neue startet später, was wiederum zu einer Kettenreaktion führen würde. 

Keine Sommerpause 

Szenario 1 – die schnelle Nummer ohne Sommerpause. Der Spielbetrieb kann noch im Sommer wieder aufgenommen werden. Mit englischen Wochen könnte das fehlende Drittel der Spielzeit innerhalb von sechs bis acht Wochen inklusive ausstehender Nachholspiele bewältigt werden. 

Klar, zum offiziellen Saisonende am 30. Juni werden nicht alle Entscheidungen gefallen sein. Aber das ist doch auch überhaupt nicht schlimm. Gespielt wird eben dann, wenn sonst Pause wäre. Denn diese sogenannte Pause besteht normalerweise zu großen Teilen aus Vorbereitung und Testspielen – ist also ebenfalls keine komplett spielfreie Zeit. 

Sollte die Kugel früh wieder rollen, könnte sogar die neue Saison halbwegs pünktlich starten. Vielleicht nicht am ersten August-Wochenende, aber zumindest im Spätsommer oder frühen Herbst. Dann würde man die Sommerpause einfach ausfallen lassen. 

Das Transferfenster auf westfälischer Ebene müsste verschoben werden, der Stichtag für einen Vereinswechsel würde auf einen Zeitpunkt zwischen Abschluss der laufenden und Beginn der neuen Saison verlegt. Wenn das alles ist... Danach wäre alles wieder in der Spur. 

Neue Saison startet im Frühling 

Szenario 2 – ganz gemütlich. Der Spielbetrieb beginnt im Verlaufe des Sommers, wann immer es das Go aus Wissenschaft und Politik gibt. Gespielt wird im normalen Rhythmus – immer mit dem Hintergedanken: Wir haben Zeit, denn die neue Saison startet erst im kommenden Frühjahr. Sobald es die Freigabe von Experten gibt, können die Funktionäre den Ball freigeben. Stichtag könnte der 31. August sein, ab dem auch Großveranstaltungen wieder möglich sein könnten. 

Um nicht unnötig viel Stress zu verursachen, läuft dann ab Zeitpunkt X die Saison. Gespielt wird im Wochenrhythmus – und der Meister steht im Spätherbst fest – es muss ja nicht unbedingt an Kirmessonntag der letzte Spieltag laufen. 

Die Funktionäre hätten anschließend genug Zeit, die neue Spielzeit vorzubereiten. Sie wird so besonders sein, wie die aktuelle zuendegehen wird. Es gibt zwei Möglichkeiten: Nach und nach pendeln sich die Spielpläne wieder auf das alte Format mit einer langen Sommerpause ein – auch wenn die Winter-Weltmeisterschaft für weiteren Terminstau sorgen könnte. 

Kalenderjahr-Spielplan 

Oder: Szenario 3 – Paradigmenwechsel. Die Amateur-Verbände – der Kreis Soest allein wird das nicht machen können – wechseln auf den Spielplan, der an das Kalenderjahr – und vor allem an das Wetter angepasst ist. Die Saison 20/21 würde zur Saison 2021: Los geht es im Februar/März. 

Es würde gespielt im Frühling, Sommer und Herbst, wo gerne Zeit draußen verbracht wird. Die Sportler nutzen die schönsten Monate des Jahres, um ihre Meisterschaft auszuspielen – und sind im Herbst fertig, bevor das Wetter die Rasenplätze unbespielbar machen kann.

Die Serie: Szenarien für die Fußballsaison

Noch hat sich der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) nicht entschieden: Wie soll die begonnene Saison in den Fußballligen beendet werden? Bis zum 21. April sollen sich jetzt die Vereine für eines von vier möglichen Szenarien entscheiden. Zur Auswahl stehen die Annullierung der Saison, die Fortsetzung im Herbst oder zwei Abbruch-Szenarien. Während die Verantwortlichen hinter verschlossen Türen weiter beratschlagen, wie es in den Landes-, Bezirks- und Kreisligen im Kreis Soest weitergeht, überlegen die Anzeiger-Redakteure in einer Serie munter mit – auch abseits der Vorgaben des Verbands – mit allen Vor- und Nachteilen, die eine entsprechende Entscheidung nach sich zieht. 

1. Teil: Der Meister wird in Play-off-Spielen ermittelt.

2. Teil: Die Spielzeit wird abgebrochen. 

3. Teil: Die Saison wird zu Ende gespielt. 

4. Teil: Es gibt eine Meister- und eine Abstiegsrunde. 

5. Teil: Die Saison wird annulliert.

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