Integrationsprojekt braucht Ausstattung

Integration durch Cricket: Team will endlich am Ligabetrieb teilnehmen - und startet Crowdfunding

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Beim Cricket muss der Batsman, das ist der Schlagmann, den Ball des Werfers (Bowler) wegschlagen, um Punkte zu erzielen.

Soest – Das vornehmlich aus Flüchtlingen bestehende Cricket-Team rund um Michael Hay geht einen Schritt weiter und will ab Mai aktiv am Ligabetrieb des Deutschen Cricket Bundes teilnehmen. Ermöglicht wird es ihm dadurch, dass das Projekt seit August 2019 unter dem Dach der Sportfreunde Müllingsen läuft.

So weit, so gut, die Sache mit dem sportlichen Ehrgeiz hat nur einen Haken: Sie kostet Geld. Das soll nun über ein Crowdfunding der Volksbank Hellweg erwirtschaftet werden. 

„Wir brauchen dafür entsprechendes Equipment, wie zum Beispiel eine Cricket-Matte von 25 mal drei Metern für den Außenbereich“, erklärt Hay. „Diese Matte wird auf dem Rasen verlegt, sodass ein ebener Untergrund für das Spiel entsteht.“ Ferner werden benötigt Trikots, Schläger, Bälle und Schutzkleidung. 

1000 Euro sollen gesammelt werden 

In Absprache mit der Volksbank wurde die Latte erst einmal tief gelegt, auf 1000 Euro will man am Ende kommen. Beim Doppelten oder Dreifachen dieses Betrages wäre auch die Gefahr, das Spendenziel nicht zu erreichen, um ein entsprechend Vielfaches höher – und alles, was gespendet wurde, müsste zurückgezahlt werden. So lauten die Spielregeln beim Crowdfunding. 

Zu denen zählt aber auch, dass der Spender ein Dankeschön erhält, je nach Höhe des Betrages. Ab 15 Euro winkt ein Familien-Schnuppertraining, ab 30 Euro kommt noch ein Geschenk der Volksbank hinzu, und wer das Team mit mindestens 50 Euro unterstützt, wird persönlich zu einem Heimspiel in Soest eingeladen. Der Name, sofern gewünscht, erscheint dann auf der Spendentafel. All dies natürlich ebenfalls nur bei Finanzierungserfolg. 

Hay, 1951 in Nordirland geboren und seit 1979 in Soest lebend, gründete die Mannschaft im Herbst 2018, denn wie in Großbritannien ist Cricket, von US-Komiker Robin Williams einst als „Baseball auf Valium“ verballhornt, in den Herkunftsländern vieler Flüchtlinge ebenfalls zumindest inoffizieller Nationalsport Nummer 1, zum Beispiel in Afghanistan. Mittlerweile, so Hay weiter, trainiere er mehr als 20 Personen. 

Erfahrungsaustausch bei Ligaspielen

 „Das Projekt hilft vor allem jungen Menschen, hier in Deutschland soziale Kontakte aufzubauen. Zudem gibt es ihnen die Möglichkeit, „ihre“ Sportart, weiter zu spielen“, wirbt Hay um Unterstützung. „Die Teilnahme am Ligabetrieb gibt den Spielern zudem eine Struktur und zusätzliche Motivation. Der Wettkampf mit anderen Mannschaften aus NRW wird ganz sicher für den Erfahrungsaustausch mit anderen Spielern sehr hilfreich sein.“

Der Link zum Projekt
Gespendet werden kann ab sofort und noch bis einschließlich 16. April, 12 Uhr, unter dieser Adresse: http://bit.ly/cricket-soest.

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