Laufen und Schwimmen für den Wald

Arnsberger Extremsportler tun Gutes auch am Möhnesee

Die Extremsportler Claus und Wibke Unkel freuen sich auf die Herausforderung beim Swimrun – und hoffen auf heimische Mitstreiter.	Foto: dahm
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Die Extremsportler Claus und Wibke Unkel freuen sich auf die Herausforderung beim Swimrun – und hoffen auf heimische Mitstreiter.

Ziemlich anspruchsvolle Herausforderungen sind für die beiden Arnsberger Extremsportler Claus und Wibke Unkel besonders reizvoll – aber was sie am letzten Juli-Wochenende vor haben, ist auch für sie neu. Lohn der physischen Anstrengungen dabei soll aber mehr sein als die Freude über die eigene Leistung: Auch der heimische Wald soll etwas davon haben.

Möhnesee – „Wir trainieren sehr viel in Wäldern und bekommen dabei natürlich sehr intensiv mit, wie schlimm die Zerstörungen im Baumbestand sind“, erklärt Claus Unkel, wie er mit seiner Frau auf die Idee zum „Sauerland Swimrun“ am 30. und 31. Juli kam – und steht dabei am Südufer des Möhnesees mittendrin: Großflächig gerodete Flächen sind im Arnsberger Wald an vielen Stellen alles, was von einstigen ausgedehnten Fichtenwäldern übrig geblieben ist.

Sie wieder aufzuforsten, am besten mit robusten Mischwäldern, das ist eine finanzielle Mammutaufgabe.

Mit einem Benefiz-Swimrun (einfach gesagt: ein Triathlon ohne Radfahren) will das sportlich ambitionierte Ehepaar Geld sammeln, das direkt in die Wiederaufforstung investiert wird. Dafür soll eine Laufstrecke die drei Stauseen Henne, Sorpe und Möhne miteinander „verbinden“ – und dann sollen alle drei Gewässer auch noch in ganzer Länge durchschwommen werden. Macht rund 80 Kilometer laufen an Land (und rund 2000 Höhenmeter) und 25 Kilometer schwimmen im Wasser.

Soweit die Idee. Fehlten noch Partner, die das Projekt unterstützen können, jeweils mit den ihnen dafür zur Verfügung stehenden Mitteln. Gefunden wurden sie unter anderem in den Kommunen Arnsberg, Meschede und Möhnesee, die eine gemeinsame Internetplattform für das Projekt entwickelten (https://kurzelinks.de/sauerlandswimrun), sowie der Arnsberger WEPA-Stiftung, die pro Starter und Kilometer jeweils 100 Euro für die Wiederaufforstung der Wälder in den beteiligten Kommunen zahlen.

Bedacht wird damit die „WaldLokal GmbH“, ein gemeinnütziges Projekt der Soester Firma Piel. Im Rahmen dieses Projektes sind bereits erste Bäume unweit des Südufers gepflanzt worden, viele weitere sollen noch folgen – Einnahmen aus dem ersten „Sauerland Swimrun“ (der nicht unbedingt auch der letzte sein soll), können dabei einen wertvollen Beitrag leisten.

Über die Webseite www.sauerland-seen.de gelangen Interessierte auf die Spendenseite (www.waldlokal.com/swimrun) mit mehr Informationen.

Mitstreiter gesucht

Auch Privatpersonen und Unternehmen können das Projekt unterstützen: Unter dem Motto „Zusammen für den Wald“ sind 100 Teilnehmer aus heimischen Sportvereinen aufgerufen, mit dem Ehepaar Unkel „mitzulaufen“ und sich eigene Sponsoringpartner zu suchen, die einen Beitrag zur Wiederaufforstung leisten wollen – egal ob private Unterstützende, Firmen oder andere. Das Anmeldeverfahren dafür läuft über die Seiten des Kreisportbundes Hochsauerlandkreis. Willkommen sind natürlich auch Hobbysportler ohne Vereinszugehörigkeit.

Für diese Spendenläufe bieten sich einzelne Teilstücke an, wie die rund 15 Kilometer lange Etappe von Meschede zum Lattenberg und/oder die sich anschließende, ungefähr elf Kilometer lange Strecke bis zum Möhnesee.

Auf dem Lattenberg öffnet extra das Waldgasthaus Schürmann am Freitag, 30. Juli, um die Mittagszeit seine Türen, um Läufern, deren Sponsoren und Interessierten die Möglichkeit zu bieten, sich bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken über das Projekt zu informieren und auszutauschen.

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